Was ist Sugaring?

Was ist Sugaring? 

Sugaring klingt nach einer jungen, modernen und stylishen Anwendung. Tatsächlich hat sich das Sugaring auch zu einem angesagten Trend entwickelt. Viele, die bisher zum Rasierapparat, Wachs oder Epiliergerät gegriffen haben, sind ganz angetan von dieser Methode der Haarentfernung. Eine neue Erfindung ist das Sugaring aber keineswegs.

Im Orient wird die Zuckerpaste nämlich schon seit Jahrtausenden verwendet, um lästige Härchen loszuwerden. Dort nennt sich die Methode allerdings nicht Sugaring, sondern Halawa.

Was Sugaring nun aber genau ist und wie es funktioniert,
erklärt die folgende Übersicht:
 

Was ist Sugaring?

Beim Sugaring handelt es sich um eine Art der Haarentfernung, bei der mit einer Zuckerpaste gearbeitet wird. Vom Grundprinzip her ähnelt das Sugaring der Haarentfernung mit Warmwachs und dem Brasilian Waxing. Der entscheidende Unterschied ist, dass die Härchen beim Sugaring in Wuchsrichtung herausgezogen werden. Deshalb ist die Anwendung nicht wirklich schmerzhaft, sondern verursacht eher eine Art leichtes Ziepen.

Die Paste selbst besteht aus Wasser, Zucker und Zitronensaft. Da also nur natürliche Zutaten zum Einsatz kommen und Zucker zudem eine desinfizierende Wirkung nachgesagt wird, kann das Sugaring auch auf empfindlicher oder zu Allergien neigender Haut angewendet werden. Außerdem eignet sich die Methode für alle Körperpartien und somit auch für sensible Zonen wie das Gesicht, die Achselhöhlen oder den Intimbereich.

Beim Sugaring umschließt die Zuckerpaste die Härchen. Die Haare werden beim Abziehen der Paste herausgerissen, die Haarwurzeln bleiben aber intakt. Deshalb entfernt das Sugaring die Härchen nicht dauerhaft. Je nach Körperstelle und Haarwuchs hält das Ergebnis zwischen drei und sechs Wochen an. Wenn das Sugaring regelmäßig angewendet wird, sollen die Haare aber zunehmend heller und feiner nachwachsen.

Manchmal führt das regelmäßige Zuckern sogar dazu, dass die Wurzeln die Haarproduktion komplett einstellen. Dieser Effekt tritt aber nur dann ein, wenn die Haarentfernung ausschließlich mit Zuckerpaste erfolgt und nicht zwischendurch auch der Rasierer, das Epiliergerät oder eine andere Methode zur Anwendung kommt.

Ein kleiner Nachteil beim Sugaring ist, dass die Härchen eine bestimmte Länge haben müssen. Sind die Härchen zu kurz, kann sie die Zuckerpaste nicht umschließen und damit können sie auch nicht entfernt werden.  

Wie wird die Zuckerpaste hergestellt?

Im Handel gibt es die Zuckerpaste von verschiedenen Herstellern zu kaufen. Sie muss nur kurz erwärmt werden und ist dann gebrauchsfertig. Es ist aber genauso möglich, sich seine eigene Zuckerpaste herzustellen.

Als Zutaten werden dafür

·         8 Esslöffel Zucker
·         1 Esslöffel Wasser und
·         1 Esslöffel Zitronensaft, frisch oder aus dem Fläschchen, benötigt.

Die Menge an Zuckerpaste kann natürlich beliebig variiert werden. Wichtig ist nur, dass das Verhältnis von 8 Teilen Zucker zu je einem Teil Wasser und Zitronensaft eingehalten wird.Um die Zuckerpaste herzustellen, werden die drei Zutaten in einen Topf gegeben und bei höchstens mittlerer Hitze gekocht. Wichtig ist aber, die ganze Zeit über am Herd stehen zu bleiben und das Gemisch ständig zu rühren. Wenn die Masse anbrennt, ist sie nämlich nicht mehr zu gebrauchen.

Außerdem ist ein wenig Vorsicht geboten, denn die Masse wird extrem heiß und schon ein kleiner Spritzer kann zu einer schmerzhaften Brandblase führen. Nach einiger Zeit wird aus dem Zuckergemisch ein dickflüssiger Sirup, der aussieht wie bernsteinfarbener Karamell. Dies ist nach ungefähr 15 Minuten der Fall und dann ist die Zuckerpaste fertig.

Nun wird die Masse in ein Gefäß umgefüllt. Ideal ist ein mikrowellengeeignetes Gefäß, denn so kann die Paste später erneut aufgewärmt und wiederverwendet werden. Dann muss die Zuckerpaste abkühlen. Sie kann erst verwendet werden, wenn sie nur noch ungefähr Körpertemperatur hat. Wichtig ist, diese Zeit auch wirklich abzuwarten, denn sonst drohen böse Verbrennungen.   

Wie wird die Zuckerpaste angewendet?

Wenn die Zuckerpaste auf Körpertemperatur abgekühlt ist, kann das Sugaring beginnen. Dazu wird eine kleine Portion Zuckerpaste in die Hand genommen und etwas durchgeknetet, damit die Masse schön geschmeidig ist.

Dann wird die Paste auf die saubere, fettfreie und trockene Haut aufgestrichen. Das Aufstreichen der Paste erfolgt dabei immer gegen die Haarwuchsrichtung. Anschließend wird die Paste mit ein, zwei ruckartigen Bewegungen in Haarwuchsrichtung wieder abgezogen.

Wenn die Paste nicht zu viele Härchen enthält, kann sie gleich weiterverwendet werden. Dazu wird sie noch einmal kurz durchgeknetet, wieder entgegen der Wuchsrichtung der Härchen auf die Haut gestrichen und in Haarwuchsrichtung abgezogen. So geht es immer weiter, bis die Körperpartie wie gewünscht enthaart ist.

Extra-Tipp:

Die Zuckerpaste ist sehr klebrig. Ein hilfreiches Mittel können deshalb saubere Stoffstreifen sein. Sie werden auf die Paste aufgelegt, gegen die Haarwuchsrichtung fest gestrichen und zusammen mit der Paste in Haarwuchsrichtung abgezogen.

Reste der Zuckerpaste lassen sich problemlos mit warmem Wasser abwaschen. Nach dem Enthaaren sollte dann ein Tag lang auf Sport, Solarium und Sauna verzichtet werden. Das Sugaring ist zwar eine sanfte Methode und schont die Haut. Intensive UV-Strahlung und Schweiß könnten aber die Bildung von kleinen Pickelchen oder anderen Hautirritationen auf den frisch enthaarten Partien begünstigen.

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