Die 5 häufigsten Fehler beim Haarewaschen

Die 5 häufigsten Fehler beim Haarewaschen

Jeder wäscht seine Haare. Doch bei dieser vermeintlich einfachen Pflegemaßnahme kann einiges schiefgehen.

Hier sind die 5 häufigsten Fehler beim Haarewaschen!

Derzeit macht ein neuer Trend die Runde: No Poo. Der Name ist die Kurzform für “No Shampoo” und meint, dass die Haare nur mit klarem Wasser ausgespült werden. Bei der Haarwäsche wird also komplett auf Shampoo, Spülung und andere Produkte verzichtet. Stattdessen werden die Haare wirklich nur mit Wasser gewaschen.

Warum dieser Trend so beliebt ist, mag unterschiedliche Gründe haben. Probleme mit der Kopfhaut und den Haaren, die dadurch entstehen, dass das Haar überpflegt ist oder bestimmte Inhaltsstoffe in den Produkten nicht vertragen werden, kann eine Ursache sein. Auch die Rückbesinnung auf das Einfache und das Natürliche mag eine Rolle spielen. Und im übertragenen Sinne besteht vielleicht der Wunsch, den Kopf mal wieder von allem freizuhaben.

Doch No Poo hin oder her: Beim Haarewaschen lauern in der Tat zahlreiche Fallstricke, die im Ergebnis dazu führen können, dass die Kopfhaut und die Haare leiden. Gleich aufs Shampoo verzichten, muss deshalb aber niemand. Wichtiger ist, die Haare richtig zu waschen – und die typischen Fehler zu vermeiden.

 

Fehler Nr. 1: Die Haare werden zu oft gewaschen.

Wenn die Haare täglich mit Shampoo gewaschen werden, führt das zu einer starken Entfettung, die die Kopfhaut aus dem Gleichgewicht bringen kann. Dabei reicht es völlig aus, wenn die Haare zweimal pro Woche gewaschen werden. Selbst bei stark fettenden Haaren genügen zwei Haarwäschen wöchentlich. Denn wenn die Haare richtig und gründlich mit Shampoo gereinigt werden, fetten sie nicht so schnell nach.

Weniger als zwei Haarwäschen mit Shampoo pro Woche sollten es aber auch nicht sein. Sonst besteht die Gefahr, dass sich zu viele Hautschüppchen, Schmutzpartikel und Reste von Stylingprodukten auf der Kopfhaut ablagern.

Diese Ablagerungen können nicht nur zu einem Juckreiz führen, sondern auch einen Pilz begünstigen, der Entzündungen auslösen und sogar Haarausfall zur Folge haben kann.

 

Fehler Nr. 2: Die Haare sind nicht nass genug.

Damit ein Shampoo seine volle Reinigungs- und Pflegewirkung entfalten kann, muss es sich richtig im Haar verteilen können. Das klappt aber nur dann, wenn die Haare wirklich durch und durch nass sind.

Deshalb ist es nicht so gut, die Haare kopfüber über dem Waschbecken oder der Badewanne zu waschen. Denn auf diese Weise werden sie oft nicht gleichmäßig befeuchtet. Besser ist, die Haare in der Dusche zu waschen, wo das Wasser von oben kommt und sich so gleichmäßig im gesamten Haar verteilt.

Ein weiterer Tipp ist, die für eine Haarwäsche benötigte Menge Shampoo in ein Fläschchen oder einen anderen kleinen Behälter zu geben und mit der vierfachen Menge Wasser zu vermischen. Da ein Shampoo fast immer ein Konzentrat ist, können sich die enthaltenen Wirkstoffe durch das Verdünnen besser entfalten und lassen sich im Haar viel leichter verteilen.

 

Fehler Nr. 3: Die Haare werden nicht gründlich genug ausgespült.

Nachdem das Shampoo einwirken konnte, muss es wieder gründlich ausgespült werden. Um sicherzugehen, dass wirklich alle Shampooreste ausgewaschen sind, sollten die Haare so lange mit klarem Wasser gespült werden, bis sie beim Abstreifen zwischen den Fingern wieder quietschen. Bleiben Rückstände in den Haaren zurück, beschweren diese das Haar und können außerdem einen Juckreiz auf der Kopfhaut auslösen.

Grundsätzlich ratsam ist, die Haare zweimal hintereinander zu waschen. Dafür wird das Haarshampoo zunächst gut im Haar verteilt und leicht einmassiert. Nach einer Einwirkzeit von etwa zwei Minuten wird das Shampoo gründlich ausgespült. Ein Großteil der lockeren Ablagerungen ist dadurch weg, während hartnäckige Hautschuppen und Stylingreste angelöst sind.

Dann wird ein zweites Mal Shampoo aufgetragen. Wenn das Shampoo weitere zwei Minuten lang eingewirkt hat, werden die Haare ausgiebig gespült. Durch die zweite Haarwäsche werden auch die gelockerten Ablagerungen entfernt und gleichzeitig die Shampooreste ausgewaschen.

 

Fehler Nr. 4: Eine Spülung wird nur in die Haarspitzen gegeben.

Bei einer Haarwäsche öffnet sich die feine Schuppenschicht, die die Haare umgibt. Eine Spülung nach der Haarwäsche sorgt dafür, dass sich diese feine Schuppenschicht wieder schließt. Außerdem stellt eine Spülung den Säuregehalt auf der Kopfhaut wieder her.

Aus diesem Grund muss eine Spülung gleichmäßig im gesamten Haar, also von den Wurzeln auf der Kopfhaut bis in die Spitzen verteilt werden. Dazu wird am besten ein grobzinkiger Kamm verwendet. Denn er verteilt die Spülung gleichmäßig, ohne die im nassen Zustand empfindlichen Haare übermäßig zu strapazieren.

Wird regelmäßig eine Spülung verwendet, ist eine Haarkur meist überflüssig. Denn durch die Spülung sind die Haare kräftiger und bereits mit allen notwendigen Wirkstoffen versorgt. Die Spülung muss aber ebenso gründlich ausgespült werden wie das Shampoo.

Soll es doch einmal eine Haarkur sein, wird sie, anders als die Spülung, nur auf den Haarlängen aufgetragen. Die Aufgabe einer Haarkur besteht nämlich darin, die Haare mit Fetten und Eiweißen zu versorgen. Die Kopfhaut braucht diese Stärkung aber nicht.

 

Fehler Nr. 5: Haarshampoo und Spülung werden ständig gewechselt.

Wie gut es der Kopfhaut geht, wird entscheidend vom Säuregehalt bestimmt. Normalerweise liegt der pH-Wert auf der Kopfhaut zwischen 4,5 und 5,5. Eine einzige Haarwäsche kann aber schon ausreichen, um den Säuregehalt durcheinanderzuwirbeln. Sinkt er, wird die Kopfhaut alkalischer.

Dies führt dazu, dass die Kopfhaut aufquillt und sowohl die Kopfhaut als auch die Haare austrocknen können. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, bei einem Shampoo zu bleiben, wenn es Haut und Haaren gut bekommt. Wenn das Shampoo ständig gewechselt wird oder dauernd irgendwelche Pröbchen zum Einsatz kommen, muss sich die Kopfhaut jedes Mal auf das neue Produkt einstellen.

Ratsam ist außerdem, Shampoo, Spülung und andere Pflege- und Stylingprodukte aus der jeweiligen Produktlinie eines Herstellers zu verwenden. Denn bei diesen Produkten sind die pH-Werte aufeinander abgestimmt.

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Veröffentlicht von

Redakteure

Sabine Scheuerhagen, 52 Jahre, Inhaberin eines Beauty- Salons, Karina Michewski, 38 Jahre, Drogistin und Laura Bochte, 35 Jahre Beauty- und Wellnessfachkraft schreiben hier Wissenswertes, Anleitungen und Ratgeber zum Thema Kosmetik, Gesundheit und Wellness.

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