10 Mythen der Zahnpflege richtiggestellt

10 Mythen der Zahnpflege richtiggestellt

Gesunde und saubere Zähne sind Voraussetzung für ein strahlendes Lächeln und gehören zu einem gepflegten Erscheinungsbild einfach dazu. Und jeder weiß, dass eine gute Mundhygiene Pflicht ist, damit die Zähne gesund bleiben.

Gleichzeitig ranken sich um das Thema Zahnpflege zahlreiche Mythen und Legenden. Grund genug, den Gerüchten einmal auf den Grund zu gehen und damit aufzuräumen.

Hier sind zehn Mythen der Zahnpflege richtiggestellt!

Mythos Nr. 1: Nur durch kräftiges Schrubben werden die Zähne richtig sauber.

Eine gründliche Reinigung der Zähne, der Zahnzwischenräume und auch der Zunge ist zwar sehr wichtig. Ein kräftiges Schrubben ist dazu aber nicht notwendig.

Ganz im Gegenteil kann ein zu festes Aufdrücken der Zahnbürste sogar Schäden verursachen. Denn der Druck kann dazu führen, dass sich das Zahnfleisch zurückzieht.

In der Folge drohen freiliegende Zahnhälse. Hinzu kommt, dass zu festes Schrubben den schützenden Zahnschmelz beschädigen kann. Beim Zähneputzen ist deshalb wichtig, nur mit leichtem Druck zu arbeiten.

 

Mythos Nr. 2: Die Zähne sollten direkt nach dem Essen geputzt werden.

Es ist richtig, dass die Zähne idealerweise zeitnah nach dem Essen geputzt werden sollten. Zeitnah heißt aber nicht sofort nach dem Essen. Fruchtsäuren, Zucker und andere Inhaltsstoffe weichen den Zahnschmelz nämlich auf.

Die Behandlung mit der Zahnbürste könnte den aufgeweichten Zahnschmelz angreifen. Deshalb sollten die Zähne frühestens eine halbe Stunde nach dem Essen geputzt werden. Solange braucht der Speichel ungefähr, um den Mundraum zu neutralisieren.

 

Mythos Nr. 3: Eine Minute Zähneputzen reicht aus.

Es hat schon seinen Grund, dass für das Zähneputzen am Morgen und am Abend eine Dauer von mindestens drei Minuten empfohlen wird. Denn es dauert ungefähr drei Minuten, bis alle Beläge von den Zahnoberflächen entfernt sind.

Hinzu kommt, dass die Substanzen, die in der Zahnpasta enthalten sind, eine gewisse Einwirkzeit brauchen, damit sie ihre Wirkung entfalten können. Mal eben eine Minute lang über die Zähne zu putzen, reicht also auf keinen Fall.

 

Mythos Nr. 4: Aufhellende Zahncremes machen die Zähne kaputt.

Um unschöne Verfärbungen zu beseitigen und den Zähnen eine schöne, helle Farbe zu verleihen, greifen viele zu aufhellenden Zahncremes. Und tatsächlich enthalten einige dieser Produkte recht aggressive Schmirgelstoffe, die den Zahnschmelz angreifen und folglich Zahnschäden verursachen können. Allerdings gilt das nicht für alle Zahncremes.

Genauso gibt es nämlich auch aufhellende Zahnpasten, die recht mild sind und nur wenig Schleifpartikelchen enthalten. Im Zweifel empfiehlt es sich, den Zahnarzt zu fragen, ob die jeweilige Zahncreme bedenkenlos verwendet werden kann oder ob besser nicht.

 

Mythos Nr. 5: Äpfel und Karotten verhindern Karies.

Durch den Verzehr von harten Lebensmitteln wie Äpfeln oder rohen Karotten kann verhindert werden, dass Karies entsteht. Dieses Gerücht hält sich hartnäckig. Tatsächlich werden beim Essen von harten Lebensmitteln die oberflächlichen Beläge auf den Zähnen zumindest teilweise abgerieben.

Für die Beseitigung der festsitzenden Beläge und die Reinigung der Zahnzwischenräume müssen aber die Zahnbürste und Zahnseide ran. Natürlich spricht überhaupt nichts dagegen, zwischendurch in einen Apfel oder eine Karotte zu beißen. Zumal sie ja auch viele Vitamine und andere wertvolle Nährstoffe enthalten. Ein wirksamer Schutz vor Karies sind sie aber nicht.

 

Mythos Nr. 6: Kaugummikauen ist ein guter Ersatz fürs Zähneputzen.

Kaugummikauen kann eine zusätzliche Zahnpflegemaßnahme und eine schnelle Lösung für zwischendurch sein. Voraussetzung dafür ist, dass es sich um einen speziellen Zahnpflegekaugummi oder wenigstens um einen zuckerfreien Kaugummi handelt.

Das Kaugummikauen regt die Speichelproduktion an und dadurch werden schädliche Säuren im Mundraum schneller neutralisiert. Zudem kann ein Kaugummi Wirkstoffe enthalten, die den Zahnschmelz härten. Ein Ersatz fürs Zähneputzen ist das Kaugummikauen aber auf keinen Fall. Denn Beläge auf den Zähnen lassen sich nur mit der Zahnbürste entfernen.

 

Mythos Nr. 7: Schwarztee ist schlecht für die Zähne.

Es gibt Teesorten, die zu Verfärbungen der Zähne führen. Schwarzer Tee gehört zu diesen Teesorten. Die Verfärbungen sind aber nur oberflächlich und lassen sich deshalb problemlos wegpolieren.

Im Unterschied zu einigen Früchtetees, die viel Säure enthalten, greift Schwarztee auch den Zahnschmelz nicht an. Im Gegenteil kann schwarzer Tee sogar gut für die Zähne sein. Denn Schwarztee enthält Fluorid und Fluorid wird nachgesagt, dass es den Zahnschmerz härtet.

 

Mythos Nr. 8: Rauchen führt nur zu oberflächlichen Verfärbungen.

Ein Raucher muss damit rechnen, dass sich seine Zähne im Laufe der Zeit gelblich verfärben. Verfärbungen auf den Zahnoberflächen können zwar wegpoliert werden. Aber weil die Verfärbungen auch in die Zähne eindringen, bleiben sie sogar nach einer professionellen Zahnreinigung bestehen.

Ein weiteres Problem ist, dass das Rauchen zu einer schlechteren Blutzirkulation und Sauerstoffversorgung im Zahnfleisch führt. Damit steigt das Risiko für Zahnfleischentzündungen, die unbehandelt eine Parodontitis und schlimmstenfalls sogar einen Zahnverlust zur Folge haben können.

 

Mythos Nr. 9: Bei Milchzähnen ist die Zahnpflege nicht so wichtig.

Viele sind der Meinung, dass die Zahnpflege bei Milchzähnen nicht so wichtig ist, weil die Milchzähne ja ohnehin wieder ausfallen. Diese Ansicht ist jedoch falsch. Denn Karies an den Milchzähnen kann auf die Zahnkronen der bleibenden Zähne übergreifen und diese schädigen.

Hinzu kommt, dass Karies dazu führen kann, dass ein Milchzahn vorzeitig ausfällt. In der Folge kann der bleibende Zahn in einer ungünstigen Position durch das Zahnfleisch brechen und später kieferorthopädische Korrekturen notwendig machen. Die Pflege der Milchzähne ist also genauso wichtig wie die Pflege der bleibenden Zähne.

 

Mythos Nr. 10: Schlechte Zähne sind erblich.

Nur weil die Eltern oder Großeltern schlechte Zähne hatten, heißt das nicht, dass auch ihre Kinder mit Zahnproblemen rechnen müssen. Es gibt zwar tatsächlich ein paar Faktoren, die erblich sind. Die Stellung der Zähne oder die Dicke des Zahnschmelzes sind Beispiele dafür.

Die Ursache von Karies, Parodontitis und anderen Zahnerkrankungen ist aber meist eine schlechte oder falsche Zahnpflege. Wie gesund und sauber die Zähne sind und bleiben, ist also keine Frage der genetischen Veranlagung, sondern liegt im eigenen Verantwortungsbereich.

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Redakteure

Sabine Scheuerhagen, 52 Jahre, Inhaberin eines Beauty- Salons, Karina Michewski, 38 Jahre, Drogistin und Laura Bochte, 35 Jahre Beauty- und Wellnessfachkraft schreiben hier Wissenswertes, Anleitungen und Ratgeber zum Thema Kosmetik, Gesundheit und Wellness.

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