Shampoo selber machen – so geht’s

Shampoo selber machen – so geht’s

Warum sein Shampoo nicht mal selber machen? Mehr als drei Zutaten werden dafür nicht benötigt. Und wie es geht, verrät die folgende Anleitung!

Wer im Supermarkt oder in der Drogerie vor dem Regal mit den Shampoos steht, hat die Qual der Wahl. Ob für normale, trockene oder fettige Haare, ob für glattes, gelocktes, feines, strapaziertes oder gefärbtes Haar, ob für blonde, braune, schwarze oder rote Haare und ob für Kinder, Frauen oder Männer – für jeden Haartyp gibt es ein eigenes Shampoo.

Und während auf der einen Flasche mit den enthaltenen Inhaltsstoffen geworben wird, wird auf einer anderen Flasche deutlich darauf hingewiesen, dass Zusatzstoffe wie beispielsweise Silikone extra weggelassen wurden. Natürlich verfehlen die verschiedenen Shampoos ihre Wirkung nicht.

Doch beim Blick auf die Zutatenliste stellt sich mitunter doch die Frage, warum sie so lang ist und ob die vielen chemischen Substanzen wirklich alle notwendig sind.

Wer sein Shampoo einmal selbst herstellen möchte, braucht dafür gerade einmal drei Zutaten, nämlich Kernseife, Tee und Wasser. Die Herstellung nimmt zwar etwas Zeit in Anspruch. Doch dafür weiß der Anwender ganz genau, woraus sein Shampoo besteht und was er sich gerade auf seine Kopfhaut und seine Haare aufträgt. Hinzu kommt, dass ein selbstgemachtes Shampoo individuell abgewandelt werden kann.

Damit eignet es sich nicht nur für den Eigengebrauch, sondern kann auch ein schönes Mitbringsel mit persönlicher Note sein.

Hier also die Anleitung für ein Shampoo
aus der heimischen Beauty-Küche!:

 

Shampoo selber machen – das wird benötigt

  • 15 g Kernseife
  • 1 Teebeutel Kräutertee nach Wunsch
  • 375 ml Wasser
  • Tasse
  • Topf
  • Reibe
  • Kochlöffel oder anderes Rührwerkzeug
  • leere, saubere Flasche zum Abfüllen des Shampoos

Shampoo selber machen – so geht’s

  • Als erstes werden 125 ml Wasser aufgekocht. Dann wird der Teebeutel in eine Tasse gegeben und mit dem kochenden Wasser übergossen. Anschließend sollte der Tee etwa eine halbe Stunde lang ziehen.
  • Nun werden die übrigen 250 ml Wasser in einen kleinen Topf gegeben und ebenfalls aufgekocht. In der Zwischenzeit wird die Kernseife gerieben. Wer keine Reibe hat, kann auch mit dem Sparschäler dünne Späne von der Kernseife abschneiden und diese bei Bedarf mit dem Messer noch weiter zerkleinern. Die Kernseife wird dann in das kochende Wasser geschüttet und unter Rühren darin aufgelöst.
  • Wenn die Kernseife aufgelöst ist, wird der Tee in das Seifenwasser geschüttet. Dann muss die Mischung etwas abkühlen.

Ist das Shampoo etwa handwarm abgekühlt, kann es in eine saubere Flasche, beispielsweise eine leere Shampooflasche, umgefüllt werden. Im komplett abgekühlten Zustand hat das Shampoo die typische, etwas festere Konsistenz. Damit ist das selbstgemachte Shampoo auch schon fertig.

Natürlich kann das Shampoo abgewandelt werden. Bei blonden Haaren beispielsweise kann der Kräutertee durch Kamillentee ersetzt werden. Wer hingegen dunkles Haar hat, kann zu einem Tee aus Rosmarin greifen. Rosmarin verleiht dunklem Haar einen schönen Glanz und regt gleichzeitig das Haarwachstum an.

Auch schwarzer Tee lässt braunes Haar glänzen. Ist das Haar trocken oder strapaziert, kann das Shampoo mit einem Schuss Kokos- oder Mandelmilch angereichert werden. Ein paar Tropfen von einem ätherischen Öl wiederum verleihen dem Shampoo einen angenehmen Duft.

 

Die Anwendung vom selbstgemachten Shampoo

Das Shampoo wird genauso angewendet wird gekauftes Shampoo. Zuerst werden die Haare also mit klarem Wasser ausgewaschen. In das nasse Haar wird dann die benötigte Menge Shampoo gegeben, sanft einmassiert und nach einer kurzen Einwirkzeit wieder sorgfältig ausgewaschen. Wer möchte, kann das Ganze dann noch einmal wiederholen. Wichtig ist aber, die Haare gut auszuspülen, damit keine Shampooreste im Haar verbleiben. Das gilt allerdings nicht nur für das selbstgemachte Shampoo, sondern grundsätzlich für jedes Haarpflegeprodukt, das wieder ausgespült wird.

Für die letzte Spülung kann dem Wasser etwas Essig hinzugefügt werden. Dabei wird etwa ein Esslöffel Essig pro Liter Wasser verwendet. Durch den Essig bekommt das Haar nicht nur einen schönen Glanz und eine aufgefrischte Farbe, sondern es lässt sich auch leichter kämmen. Und keine Sorge: Der Essiggeruch ist gleich wieder verflogen.

 

Apropos Kämmen der Haare

Einer alten Weisheit zufolge sollten jeden Tag 100 Bürstenstriche durch die Haare gemacht werden. Nun ist es natürlich nicht notwendig, mitzuzählen und tatsächlich ganz genau 100 Mal mit der Bürste durch die Haare zu fahren. Aber daran, dass die Haare jeden Tag gut durchgekämmt werden sollten, ist durchaus etwas dran.

Denn durch das Kämmen werden die Haare nicht nur entwirrt und von Knoten befreit. Stattdessen wird durch das Bürsten auch der Talg, der sich am Haaransatz befindet, gleichmäßig im ganzen Haar verteilt. Dadurch bekommen die Haare nicht nur einen schönen Glanz, sondern werden gleichmäßig gefettet. Ein fettiger Ansatz und gleichzeitig trockene Spitzen lassen sich so zuverlässig vermeiden – und das ganz ohne teure Haarpflegeprodukte.

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Veröffentlicht von

Redakteure

Sabine Scheuerhagen, 52 Jahre, Inhaberin eines Beauty- Salons, Karina Michewski, 38 Jahre, Drogistin und Laura Bochte, 35 Jahre Beauty- und Wellnessfachkraft schreiben hier Wissenswertes, Anleitungen und Ratgeber zum Thema Kosmetik, Gesundheit und Wellness.

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