Seife selber machen: 3 Rezepte ohne Lauge

Seife selber machen: 3 Rezepte ohne Lauge

Egal, ob für sich selbst oder zum Verschenken: Seife selbst herzustellen, macht viel Spaß und das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Hier sind 3 Rezepte!

Selbstgemachte Kosmetikprodukte sind voll im Trend. Denn zum einen sind die Produkte in liebevoller Handarbeit gemacht und damit etwas Besonderes. Und zum anderen kann jeder selbst entscheiden, welche Zutaten er verarbeitet.

Für diejenigen, die empfindlich auf bestimmte Inhaltsstoffe reagieren, zu Allergien neigen oder einfach keine unnötigen Zusätze in ihren Pflegeprodukten haben wollen, ist das natürlich ein großer Vorteil.

Ein Klassiker unter den DIY-Kosmetikprodukten ist Seife. Im Unterschied zu anderen Kosmetika verwendet schließlich fast jeder Seife, etwa wenn er sich die Hände wäscht. Zudem hält sich Seife sehr lange. Und selbstgemachte Seife sieht auch noch hübsch aus und eignet sich deshalb, nett verpackt, prima als Mitbringsel.

Das Problem ist nur, dass viele Seifenrezepte mit Natronlauge arbeiten. Diese Methode ist aber ziemlich aufwändig und erfordert besondere Vorsichtmaßnahmen, weil die Lauge ätzend ist.

Doch so kompliziert muss es gar nicht sein. Seife lässt sich nämlich auch mit Kernseife oder Glycerin als Basis herstellen. Verfeinert mit Ölen und Kräutern, entsteht so im Handumdrehen eine individuelle Seifenkreation ganz nach dem persönlichen Geschmack. Und als kleine Anregung sind hier drei Rezepte ohne Lauge!

 

Ein Wort zu den benötigten Werkzeugen

Die folgenden Rezepte verwenden simple Kernseife als Basis. Die Kernseife muss zerkleinert werden. Das klappt mit einer Küchenreibe oder einem Sparschäler sehr gut. Die kleinen Seifenspäne werden anschließend geschmolzen. Wer einen alten, eigentlich schon ausgemusterten Topf hat, kann diesen verwenden. Eine andere Möglichkeit ist, eine ausreichend große Schüssel oder Konservendose zu nehmen und die Seife im Wasserbad zu schmelzen.

Ist die Seifenmasse fertig, wird sie in eine Form gegossen. Im Handel sind spezielle Seifenformen erhältlich. Sandkastenförmchen, Eiswürfelbehälter, leere Plastikverpackungen oder eine alte Kuchenform, die mit Alufolie ausgelegt ist, erfüllen aber den gleichen Zweck. Die Seife bleibt dann solange in der Form, bis sie komplett ausgehärtet ist.

Je nach Größe kann das Trocknen mehrere Tage dauern. Wer Angst hat, dass sich seine Seife möglicherweise nicht gut aus der Form löst, kann die Seife aber auch schon herausnehmen, sobald die Masse fest ist. In diesem Fall wird die Seife dann auf Backpapier gelegt und so zu Ende getrocknet. Der Seifenblock lässt sich mit dem Messer gut in Stücke oder Scheiben schneiden. Und wer keine Form verwenden möchte, kann abwarten, bis die Seifenmasse abgekühlt ist und die Seifen mit den Händen formen.

 

  1. Rezept: Kamillenseife

Kamille pflegt und beruhigt die Haut und wirkt Entzündungen entgegen. Außerdem hat Kamille einen angenehmen und dezenten Duft. Wer Kamillenseife selber machen möchte, braucht dafür folgende Zutaten:

  • 300 g Kernseife
  • 100 ml Ölauszug aus Kamillenblüten
  • 300 ml Tee aus Kamillenblüten
  • 5 g Bienenwachs

Für die Seife wird als erstes der Ölauszug hergestellt. Dafür werden 10 g getrocknete Kamillenblüten in ein Schraubglas gegeben. Anschließend werden die Kamillenblüten mit 100 ml Öl, beispielsweise Raps-, Sonnenblumen- oder Olivenöl, übergossen. Nachdem das Glas gut verschlossen ist, wird es für eine halbe Stunde in ein warmes Wasserbad gestellt. Das Wasserbad sollte so um die 80 Grad warm sein, das Wasser sollte also nicht kochen. Nach der halben Stunde wird das Glas aus dem Wasserbad genommen. Wenn das Öl etwas abgekühlt ist, wird es durch ein feines Sieb geschüttet, um die Kamillenblüten herauszufiltern. Damit ist der Ölauszug fertig.

Als nächstes geht es mit dem Kamillentee weiter. Dafür werden etwa drei Esslöffel Kamillenblüten mit 300 ml kochendem Wasser übergossen. Während der Tee zieht, wird die Kernseife mit der Reibe oder dem Sparschäler zerkleinert. Dann kann der Kamillentee durch ein Sieb gefiltert werden. Die Vorbereitungen sind damit abgeschlossen und die eigentliche Seifenherstellung kann beginnen.

Als erstes wird das Bienenwachs in einen Topf gegeben und unter Rühren geschmolzen. In das flüssige Bienenwachs wird dann der Kamillentee geschüttet, gut umgerührt und weiter erwärmt. Wenn der Tee leicht siedet, wird nach und nach die zerkleinerte Kernseife eingerührt. Dadurch entsteht eine dicke Brühe. Diese muss einmal kurz aufkochen.

Anschließend wird der Ölauszug hinzugefügt und sorgfältig eingerührt. Nun wird der Topf vom Herd genommen und zur Seite gestellt, bis die Masse etwas abgekühlt ist. Danach wird die Seife in die Form gegossen und komplett getrocknet. Ist die Seife fest, kann sie aus der Form gelöst und entweder hübsch verpackt oder direkt verwendet werden.

 

  1. Rezept: Rosenseife

Rosenseife duftet nicht nur herrlich, sondern sieht durch die getrockneten Rosenblätter auch sehr hübsch aus. Hergestellt wird die Rosenseife aus folgenden Zutaten:

  • 300 g Kernseife
  • 50 Tropfen ätherisches Rosenöl
  • getrocknete Rosenblätter, Menge nach Wunsch

Zuerst wird die Kernseife mit der Küchenreibe oder einem Sparschäler zerkleinert. Dann wird die Kernseife in einen Topf gegeben und geschmolzen. Während die Seife schmilzt, wird regelmäßig umgerührt und etwas Wasser hinzugefügt. Die Wassermenge hängt von der Seife ab. Bei 300 g Seife sollten etwa 90 ml Wasser aber ausreichen. Insgesamt sollte die Masse zähflüssig und gut feucht sein.

Ist die Seife geschmolzen, wird das ätherische Rosenöl eingerührt. Außerdem werden die getrockneten Rosenblätter in die Seifenmasse gegeben und vorsichtig untergemischt. Anschließend wird die Seifenmasse in die Form eingefüllt. Wenn die Seife vollständig ausgehärtet ist, kann sie aus der Form gelöst und mit dem Messer in Scheiben geschnitten werden.

 

  1. Rezept: Honigseife

Eine pflegende Honigseife mit einem schönen, süßen Duft lässt sich ganz einfach selbst herstellen. Dafür werden folgende Zutaten benötigt:

  • 300 g Kernseife
  • 2 Esslöffel Bienenhonig
  • 2 Esslöffel Mandelöl

Für die Honigseife wird die Kernseife mit der Küchenreibe oder einem Sparschäler zerkleinert, in einen Topf gegeben und unter gelegentlichem Rühren geschmolzen. Dabei wird immer wieder etwas Wasser hinzugefügt, bis eine dicke, feuchte Masse entstanden ist.

In die Seifenmasse werden dann der Honig und das Mandelöl gegeben. Nun muss die Masse sorgfältig durchgerührt werden, bis sich die drei Zutaten vollständig miteinander vermischt haben. Dann kann die flüssige Seifenmasse in die Form eingefüllt werden. Ist die Seife fest und trocken, ist sie fertig.

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Redakteure

Sabine Scheuerhagen, 52 Jahre, Inhaberin eines Beauty- Salons, Karina Michewski, 38 Jahre, Drogistin und Laura Bochte, 35 Jahre Beauty- und Wellnessfachkraft schreiben hier Wissenswertes, Anleitungen und Ratgeber zum Thema Kosmetik, Gesundheit und Wellness.

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