Kaffee-Peeling selber machen – Infos, Tipps und 3 Rezepte

Kaffee-Peeling selber machen – Infos, Tipps und 3 Rezepte

Kaffeebohnen sind ein wertvoller Rohstoff. Und auch das aufgebrühte Kaffeepulver ist viel zu schade, um es einfach wegzuwerfen. Tatsächlich gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, wie der Kaffeesatz noch genutzt werden kann. Als Dünger für die Pflanzen oder als natürliches Putzmittel, zum Beispiel.

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Kaffee-Peeling selber machen - Infos, Tipps und 3 Rezepte

Doch auch als Beauty-Produkt macht er sich prima – unter anderem in einem selbstgemachten Kaffee-Peeling.

In diesem Beitrag verraten wir, warum ein Kaffee-Peeling gut für die Körperpflege geeignet ist. Und neben Infos und Tipps haben wir auch gleich drei Rezepte zum Ausprobieren:

Das spricht für ein Kaffee-Peeling

Damit die Haut schön weich und zart ist, sollte sie nicht nur täglich eincremt, sondern auch regelmäßig mit einem Peeling behandelt werden. Die feinen Schleifpartikelchen im Peeling entfernen abgestorbene Hautschüppchen.

Dadurch sieht die Haut frischer aus, erhält einen rosigen Teint und kann Pflegeprodukte besser aufnehmen. Die leichte Massagewirkung regt außerdem die Durchblutung an und hilft der Haut bei der Zellerneuerung.

Handelsübliche Peelings enthalten jedoch oft viele Zusatzstoffe und Konservierungsmittel, die eigentlich unnötig sind. Dazu kommt, dass die Schleifpartikel meist kleine Plastikkügelchen sind. Und noch mehr Kunststoff muss nicht sein!

Eine Alternative wäre Naturkosmetik. Sie verzichtet auf Mikroplastik und chemische Zusätze. Nur ist Naturkosmetik oft ganz schön teuer.

Selbstgemachte Pflegeprodukte wie ein Kaffee-Peeling bieten den Vorteil, dass sie nichts enthalten, was nicht notwendig ist. Und nebenbei schonen sie sowohl die Umwelt als auch den Geldbeutel. Für die Reinigungs- und Massagewirkung ist der Kaffeesatz zuständig, der ja nichts anderes als ein Pulver ist.

Weitere Pluspunkte liefert der Kaffee selbst. Auch Kaffeesatz enthält nämlich noch Koffein. Wenn Kaffee getrunken wird, belebt das Koffein. Äußerlich angewendet, regt Koffein die Durchblutung der Haut an und hat einen straffenden Effekt.

Es sorgt für einen frischen Teint und beugt Hautunreinheiten vor. Nicht umsonst ist Koffein in vielen Beauty-Produkten enthalten.

Der Kaffeesatz als wichtigste Zutat

Die wichtigste Zutat für das selbstgemachte Kaffee-Peeling ist natürlich der Kaffeesatz. Dabei ist grundsätzlich jede Art von Kaffeesatz geeignet. Ob der Kaffee in einem manuellen Kaffeebereiter, einer normalen Kaffeemaschine, einem Kaffeevollautomat oder einer Siebträgermaschine zubereitet wurde, ist egal.

Trotzdem gibt es kleinere Unterschiede. So ist zum einen der Mahlgrad des Kaffees je nach Gerät feiner oder gröber. Dadurch sind dann auch die Schleifpartikelchen im Kaffee-Peeling sanfter oder etwas fester.

Zum anderen wirkt sich die Art der Kaffeezubereitung darauf aus, wie feucht der Kaffeesatz ist. Das spielt deshalb eine Rolle, weil der Kaffeesatz für das Peeling getrocknet werden sollte.

Nasser Kaffeesatz fängt recht schnell an, zu schimmeln. Ist er hingegen trocken, kann er mehrere Wochen lang in einem luftdicht verschlossenen Gefäß aufbewahrt werden. So ist immer etwas von der Hauptzutat für das Kaffee-Peeling, aber auch für andere Anwendungen zur Hand.

Um den Kaffeesatz zu trocknen, wird er einfach auf einem Backblech verstreut und an einen warmen, sonnigen Platz gestellt. Wer die Trocknung beschleunigen will, kann das Blech auch bei geringer Temperatur in den Backofen schieben.

  1. Rezept: Kaffee-Peeling mit Zucker für den Körper

Ein einfaches Kaffee-Peeling kommt mit gerade einmal zwei Zutaten aus, nämlich

  • Kaffeesatz und

  • normalen Haushaltszucker.

Durch die beiden trockenen Zutaten hat es einen starken Peeling-Effekt und ist deshalb gut geeignet, um abgestorbene Hautschüppchen zu entfernen. Außerdem regt es die Durchblutung an. Auf dem Gesicht sollte das Peeling aber lieber nicht angewendet werden, denn dafür könnte es zu aggressiv sein.

Für die Herstellung werden der Kaffeesatz und der Zucker zu gleichen Teilen miteinander vermischt. Abgefüllt in ein Gefäß mit Deckel, kann das Peeling mehrere Wochen lang aufbewahrt werden.

Bei der Anwendung wird etwas von dem Peeling genommen und unter der Dusche auf der schon nassen Haut verteilt. Dabei wird die Haut mit dem Peeling sanft abgerubbelt und massiert. Anschließend wird alles gut abgespült. Fertig!

Eine andere Möglichkeit ist, einen Wickel zu machen. Dafür wird die Haut an den Oberschenkeln angefeuchtet und mit dem Kaffee-Peeling eingerieben.

Dann werden die Oberschenkel mit Frischhaltefolie umwickelt. Nun das Ganze etwa eine halbe Stunde lang einwirken lassen. In dieser Zeit entwickelt sich Wärme und das Koffein dringt in die Haut ein. Die Oberschenkel werden dadurch gestrafft und die Entschlackung angekurbelt. Zum Schluss das Peeling gut abwaschen.

  1. Rezept: Kaffee-Peeling mit Honig und Öl für Körper und Gesicht

Ein Kaffee-Peeling mit Honig und Öl ist deutlich sanfter zur Haut als das Zucker-Kaffee-Peeling. Auch hier ist der Kaffeesatz dafür zuständig, Hautschüppchen abzutragen und die Durchblutung anzukurbeln.

Der Honig beruhigt die Haut, wirkt antibakteriell und hilft bei Entzündungen. Das Öl spendet Feuchtigkeit und Fette, beugt einem Austrocknen vor und macht die Haut weich und geschmeidig.

Für das Peeling werden benötigt:

  • 3 Esslöffel Kaffeesatz

  • 3 Esslöffel flüssiger Honig

  • 2 Esslöffel Oliven- oder Kokosöl

Um das Peeling anzumischen, werden die drei Zutaten in eine Schüssel gegeben und zu einer homogenen, cremigen Masse miteinander verrührt. In einem verschlossenen Glas hält sich das Peeling im Kühlschrank etwa zwei Wochen lang.

Für die Anwendung wird das Kaffee-Peeling auf dem Körper und im Gesicht verteilt. Am besten erfolgt das unter der Dusche, weil das Peeling durch seine Konsistenz tropfen kann.

Nach einer kurzen Einwirkzeit wird das Peeling sorgfältig abgewaschen. Durch das enthaltene Öl ist ein Eincremen nach der Anwendung nicht mehr notwendig.

  1. Rezept: Kaffee-Peeling mit Quark und Kakao fürs Gesicht

Dieses Peeling ist eine Pflegemaske und ein Kaffee-Peeling in einem. Der Kaffeesatz ist für den Peeling-Effekt zuständig, der beim Abspülen der Maske entsteht.

Der Kakao soll die Collagenfasern der Haut schützen und so Fältchen vorbeugen. Der Quark kühlt und beruhigt, lindert Entzündungen und spendet viel Feuchtigkeit.

Benötigt werden:

  • Kaffeesatz

  • hochwertiger, dunkler Backkakao, möglichst ohne Zusätze

  • Quark

Die Peeling-Maske sollte am besten direkt vor der Anwendung frisch angerührt werden. Im Kühlschrank würde das Peeling zwar kurz halten, aber immer fester und dadurch unbrauchbar werden. Außerdem könnte sich durch die Feuchtigkeit Schimmel bilden.

Die drei Zutaten werden zu gleichen Teilen in einer Schüssel verrührt, bis eine cremige Masse entstanden ist. Mit einem Pinsel wird die Maske dann auf das Gesicht und eventuell das Dekollete aufgetragen.

Der Mund und die Augen werden dabei natürlich ausgespart. Die Maske sollte nun etwa 15 Minuten lang einwirken. Anschließend wird das Produkt mit warmem Wasser gründlich abgespült.

Wie oft anwenden?

Bleibt noch die Frage, wie oft ein Kaffee-Peeling angewendet werden sollte. Das hängt von der eigenen Haut ab. Bei einer normalen Haut ist ein Peeling einmal pro Woche ratsam.

Ist die Haut fettig oder neigt sie zu Unreinheiten, sind auch zwei Anwendungen pro Woche möglich. Andersherum sollten es weniger Anwendungen sein, wenn die Haut trocken oder sensibel ist.

Ein Peeling pro zwei Wochen zum Beispiel kann dann ein guter Rhythmus sein. Tatsächlich ist an dieser Stelle am besten, selbst auszuprobieren, was der Haut gut tut.

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Sabine Scheuerhagen, 52 Jahre, Inhaberin eines Beauty- Salons, Karina Michewski, 38 Jahre, Drogistin und Laura Bochte, 35 Jahre Beauty- und Wellnessfachkraft, sowie Christian Gülcan, Betreiber und Redakteur dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes, Anleitungen und Ratgeber zum Thema Kosmetik, Gesundheit und Wellness.

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