Badebomben selber machen  – Rezept und Tipps

Badebomben selber machen  – Rezept und Tipps

Badebomben sorgen dafür, dass das Badewasser prickelnd sprudelt. Zusätzlich dazu verströmen sie einen zarten Duft und liefern wertvolle Pflegestoffe. Im Handel gibt es Badekugeln in allerlei Farben und in den verschiedensten Duftrichtungen zu kaufen.

Badebomben selber machen - Rezept und Tipps

Allerdings sind die Kugeln mitunter ganz schön teuer. Dabei lassen sich Badebomben ganz einfach selber machen.

DIY Badebomben sind nicht nur kostengünstiger. Vielmehr können sie mit Blick auf die Farbe und den Duft ganz nach dem eigenen Geschmack angefertigt werden. So entstehen einzigartige Mischungen, bei denen sämtliche Inhaltsstoffe bekannt sind. Und wenn gleich ein paar Exemplare mehr angefertigt werden, ist auch ein schönes Mitbringsel zum Verschenken vorhanden.

Bleibt nur noch die Frage, wie sich Badebomben denn nun selber machen lassen. Hier sind ein Rezept und einige Tipps!

Badebomben selber machen – das Grundrezept

Die beiden wichtigsten Zutaten für die Badebomben sind Natron und Zitronensäure. Wenn sie mit Wasser in Kontakt kommen, führt das zu der chemischen Reaktion, die für den Sprudeleffekt verantwortlich ist. Aber keine Sorge: Auch wenn es eine chemische Reaktion ist, ist sie völlig ungefährlich.

Zu den beiden Hauptzutaten kommen dann noch Speisestärke und ein Fett dazu. Sie dienen als Füllstoff und sorgen für die notwendige Bindung.

Speisestärke, Natron und Zitronensäure gibt es im Supermarkt. Dabei stehen Speisestärke und Natron in der Lebensmittelabteilung, meist beim Backbedarf. Die Zitronensäure, die je nach Hersteller auch Ascorbinsäure heißt, ist bei den Reinigungsmitteln zu finden.

Beim Fett ist Kokosfett am günstigsten. Kakao- und Sheabutter sind reichhaltiger und riechen schöner, kosten aber etwas mehr.

Das Grundrezept für Badebomben lautet:

  • 200 g Natron
  • 100 g Zitronensäure (in Pulverform)
  • 50 g Speisestärke; ob die Stärke aus Kartoffeln oder Mais gewonnen wurde, ist egal
  • 65 g Kokosfett, Kakaobutter oder Sheabutter

Aus diesen Zutaten lassen sich drei bis vier große Badekugeln oder auch bis zu acht kleine Badebomben, zum Beispiel für ein Fußbad, formen. Für eine größere Stückzahl können die Mengen einfach erhöht werden.

Badebomben selber machen – weitere Zutaten

Mit dem Grundrezept ist die Masse für die Badebomben vorhanden. Nur wäre das Ganze so ziemlich fad. Deshalb kommen noch die Zutaten dazu, die für die Optik, den Duft und die Pflege zuständig sind.

Dabei sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt. So kann die Grundmasse zum Beispiel mit folgenden Zutaten angereichert werden:

  • ein paar Tropfen von einem naturreinen, ätherischen Öl
  • etwas Massageöl, Badeschaum oder Seife
  • ein Spritzer vom Lieblingsparfum
  • Blütenblätter, Kräuter oder Fichtennadeln, frisch oder getrocknet und nicht chemisch behandelt
  • Grün-, Kräuter oder Früchtetee (trocken)
  • Orangen- und Zitronenschalen oder Gewürze wie Zimt und Sternanis
  • Milchpulver
  • Honig
  • Kakaopulver, Kokosraspeln oder Schokolade
  • Badesalz
  • Seifen- oder Lebensmittelfarbe als Pulver
  • Lidschatten für zarte Pastelltöne

Die Auswahl an möglichen Zusätzen ist also riesig. Allerdings sollten die verwendeten Zutaten möglichst kein Wasser enthalten. Andernfalls besteht die Gefahr, dass das Natron und die Zitronensäure vorzeitig miteinander reagieren. Und wenn die Masse einmal aufgeschäumt hat, ist sie unbrauchbar.

Badebomben selber machen – Hilfsmittel und Werkzeuge

Um die Masse für die Badebomben herstellen und verarbeiten zu können, sind ein paar Hilfsmittel notwendig.

Nämlich diese:

  • Küchenwaage
  • Schüssel
  • Topf und Schale für ein Wasserbad
  • Backpapier
  • Handschuhe

Die Badebomben können mit den Händen geformt werden. Eine andere Möglichkeit ist, auf Formen zurückzugreifen. Im Fachhandel sind dafür spezielle Badekugel-Formen erhältlich. Sie bestehen aus Acryl- oder Metall-Halbkugeln, die mit der Masse gefüllt und dann zusammengesetzt werden.

Allerdings müssen es nicht unbedingt diese speziellen Formen sein. Zumal Badebomben auch nicht rund sein müssen. Als Alternativen funktionieren zum Beispiel Eiswürfelbehälter, Silikon-Backformen, Plätzchen-Ausstecher, Backbleche für Muffins oder die Plastikeinlagen von Pralinenschachteln genauso gut.

Badebomben selber machen – so geht’s

Liegen alle Materialien bereit, kann die Produktion der Badebomben beginnen.

  1. Schritt: die Masse herstellen

Für die Grundmasse werden zuerst das Natron, die Zitronensäure und die Speisestärke abgewogen, in eine Schüssel gegeben und gut miteinander vermischt.

Anschließend wird das Fett in eine Schale oder ein anderes Gefäß gegeben und in einen Topf mit warmem Wasser gestellt. In diesem Wasserbad wird das Fett dann bei kleiner Temperatur erwärmt, bis es komplett flüssig ist. Wichtig beim Schmelzen ist, dass kein Wasser in das Fett hineingelangen darf.

Das flüssige Fett wird nun zu den trockenen Zutaten gegossen und gründlich untergerührt. Die Grundmasse ist damit fertig.

  1. Schritt: die Masse wie gewünscht anreichern

Als nächstes kommen die gewünschten Zutaten dazu. Das kann beispielsweise Seifenfarbe, Lebensmittelfarbe oder Lidschatten sein, um die Badebomben einzufärben.

Ätherisches Öl, Seife, Badeschaum oder etwas Parfum sorgen für einen schönen Duft. Gleiches gilt für Gewürze, Früchte, Tee, Kräuter oder zerkleinerte Blütenblätter. Sie verleihen den Badebomben auch gleich eine hübsche Optik.

Für die Pflege kann etwas Milchpulver oder Honig hinzugefügt werden. Der Honig sollte aber eher sparsam dosiert werden. Sonst verklumpt die Masse möglicherweise und der Sprudeleffekt bleibt aus. Für ein Bad mit Peeling-Effekt kann auch etwas Salz in die Masse gegeben werden.

Natürlich ist auch möglich, die Masse in mehrere Portionen aufzuteilen. So können Badebomben in verschiedenen Duftrichtungen hergestellt werden. Oder die Massen werden verschieden eingefärbt und zu bunten Badekugeln verarbeitet.

  1. Schritt: die Badebomben formen

Sind alle Zutaten in der Masse, muss sie gut durchgeknetet werden. Und zwar solange, bis sich die Zutaten zu einem homogenen, geschmeidigen und formbaren Teig verbunden haben. Ratsam dabei ist, Handschuhe überzustreifen.

Sollte die Masse sehr trocken sein und bröselig auseinanderfallen, hilft es, etwas flüssiges Fett einzuarbeiten. Ist die Masse hingegen zu flüssig-feucht, bekommt sie durch etwas mehr Stärke die richtige Konsistenz.

Nun kann die Masse zu Badekugeln geformt werden. Dafür wird eine kleine Menge abgenommen, entweder mit der Hand, mit einem Löffel oder auch mit einem Eisportionierer.

Anschließend kann die Masse zwischen den Handflächen zu einer Kugel gerollt werden. Oder die Masse wird in die vorbereiteten Formen gedrückt. Sollen die Badekugeln bunt werden, werden einfach Massen in mehreren Farben übereinander geschichtet.

Beim Formen ist aber sehr wichtig, die Masse fest zusammenzudrücken. Andernfalls kann es sein, dass die Badebomben im trocknen Zustand auseinanderfallen.

  1. Schritt: die Badebomben trocknen lassen

Ist die ganze Masse verarbeitet, müssen die Badebomben trocknen. Wurden sie von Hand oder in speziellen Badekugel-Formen geformt, werden sie nebeneinander auf Backpapier gesetzt.

Befinden sich die Badebomben in einem Eiswürfelbehälter, Silikonformen, Plätzchen-Ausstechern oder ähnlichen Formen, bleiben sie für 24 Stunden darin. Anschließend werden sie vorsichtig auf Backpapier umgesetzt.

Bei Zimmertemperatur müssen die Badebomben dann mehrere Tage lang aushärten. Zwei bis drei Tage sind hier das Minimum. Wenn es schneller gehen muss, können die Badebomben auch für ein paar Stunden in den Kühlschrank gegeben werden. Besser ist aber, wenn sie langsam trocknen können.

  1. Schritt: die Badebomben verpacken

Nach dem Aushärten können die selbstgemachten Badebomben verpackt werden. Dafür können sie in ein Schraubglas oder eine Schachtel gefüllt werden.

Trocken und luftdicht aufbewahrt, halten sich die Badekugeln sehr lange. Deshalb ist es kein Problem, gleich eine größere Menge auf Vorrat anzufertigen.

Als Geschenk können die Badebomben einzeln in Folienbeutel verpackt, in Muffinförmchen gesetzt oder in kleine Geschenkboxen gegeben werden. Zusammen mit einer hübschen Schleife und einem kleinen Geschenkanhänger ist so ein tolles Mitbringsel mit persönlicher Note zur Hand.

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Sabine Scheuerhagen, 52 Jahre, Inhaberin eines Beauty- Salons, Karina Michewski, 38 Jahre, Drogistin und Laura Bochte, 35 Jahre Beauty- und Wellnessfachkraft, sowie Christian Gülcan, Betreiber und Redakteur dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes, Anleitungen und Ratgeber zum Thema Kosmetik, Gesundheit und Wellness.
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