Body Melts selber machen – so geht’s

Body Melts selber machen – so geht’s

Body Melts sind kleine, handliche Pflegeprodukte, die optisch an Mini-Seifen erinnern. Im Deutschen wird auch von Körperbutter gesprochen. Das liegt an den Zutaten, aus denen Body Melts bestehen.

Body Melts

Jedenfalls können Body Melts sehr vielseitig genutzt werden. In erster Linie kommen sie zwar für die Hautpflege zum Einsatz. Aber sie eignen sich auch prima fürs Abschminken, für Haarkuren oder – ähnlich wie ein Körperöl – für Massagen. Und das Beste ist: Body Melts lassen sich ganz einfach selbst herstellen.

Wie das geht, erklären wir in dieser Anleitung!:

 

Die Zutaten für die Body Melts

Für die selbstgemachten Body Melts werden drei Zutaten benötigt. Wer möchte, kann das Grundrezept dann noch erweitern. Notwendig ist das aber nicht.

 

  1. Sheabutter

Die wichtigste Zutat für die Body Melts ist Sheabutter. Sie ist für die richtige Konsistenz zuständig. Sheabutter schmilzt bei einer Temperatur zwischen etwa 32 und 42 Grad Celsius. Bei normaler Raumtemperatur ist sie deshalb fest, während sie sich bei Körperkontakt langsam verflüssigt.

Damit möglichst viele Inhaltsstoffe enthalten sind, sollte am besten eine unraffinierte Sheabutter verwendet werden. In der Kosmetik wird Sheabutter gerne verwendet, weil sie die Haut und die Haare pflegt, schützt, glättet, mit wertvollen Pflegestoffen versorgt und Feuchtigkeit spendet.

 

  1. Kakaobutter

Kakaobutter liefert Mineralstoffe, Aminosäuren, Lipide und Vitamine. In den Body Melts ist die Kakaobutter somit für die Pflegewirkung zuständig. Außerdem sorgt sie für einen angenehmen, zarten Duft. Wichtig bei der Verarbeitung ist aber, dass die Kakaobutter auf höchstens 40 Grad Celsius erhitzt werden darf. Andernfalls wird sie später nicht wieder richtig fest.

 

  1. Mandelöl

Die dritte und letzte Zutat für die selbstgemachten Body Melts ist Mandelöl. Mandelöl ist ein reichhaltiges Öl, das die Haut und die Haare optimal pflegt, schützt und mit wertvollen Inhaltsstoffen versorgt. Wer kein Mandelöl hat oder verwenden möchte, kann stattdessen aber auch ein hochwertiges Olivenöl, Jojobaöl oder ähnliche Öle nutzen.

 

  1. Weitere Zutaten nach Wunsch

Wer seinen Body Melts einen bestimmten Duft verleihen möchte, kann ein paar Tropfen Duftöl hinzufügen. Bei der Auswahl ist aber wichtig, auf ein hautfreundliches und gut verträgliches Öl zu achten. Schließlich sollen die Body Melts pflegen – und keine Hautreizungen oder Allergien hervorrufen.

Eine andere mögliche Zutat ist Vitamin-E-Öl. Davon reichen wenige Tropfen aus. Dieses Öl erhöht den Kollagengehalt, wodurch die Haut straffer und jünger aussieht. Außerdem schützt das Öl die Haut vor den schädlichen Strahlen der Sonne.

Generell ist wichtig, keine Zutaten zu verwenden, die Wasser enthalten. Denn zum einen würde Wasser die Haltbarkeit der Body Melts deutlich verkürzen. Und zum anderen verbinden sich Öle und Wasser nicht miteinander. Deshalb müsste ein Emulgator hinzugefügt werden. Wir möchten die Body Melts aber natürlich belassen und keine Zutaten verarbeiten, die nicht notwendig sind.

 

Die Werkzeuge für die Body Melts

Für die eigentliche Produktion kommen folgende Werkzeuge und Hilfsmittel zum Einsatz:

  • Topf und Schüssel oder anderes Gefäß für das Wasserbad
  • Küchenwaage
  • Rührwerkzeug
  • Formen, zum Beispiel Eiswürfelbehälter aus Silikon
  • verschließbares Gefäß für die Aufbewahrung

 

Body Melts selber machen – so geht’s

Für die Body Melts wird zunächst ein Topf mit Wasser aufgestellt. Während sich das Wasser langsam erwärmt, werden

  • 75 Gramm Sheabutter und
  • 25 Gramm Kakaobutter

in eine Schüssel gegeben. Die Sheabutter sollte zuerst in der Schüssel landen. Auf diese Weise schützt sie die Kakaobutter nämlich davor, zu warm zu werden. Die Schüssel wird anschließend in das Wasserbad gestellt. Nun muss abgewartet werden, bis die beiden Zutaten geschmolzen sind. Je nach Temperatur des Wasserbads dauert das ungefähr 15 bis 20 Minuten. Im Zweifel ist es aber besser, etwas mehr Geduld aufzubringen und mit geringeren Temperaturen zu arbeiten.

Ist aus der Mischung eine klare Flüssigkeit geworden, werden 15 Milliliter Mandelöl untergerührt. Das Grundrezept ist damit auch schon fertig. Wer möchte, kann seine Körperbutter jetzt noch mit wenigen Tropfen Duftöl und/oder Vitamin-E-Öl verfeinern.

Die Flüssigkeit wird nun in die Form eingefüllt. Eiswürfelbehälter oder auch Formen für Pralinen eignen sich dafür optimal. Die Körperbutter muss dann wieder fest werden. Das kann bei Raumtemperatur geschehen. Wer den Vorgang beschleunigen möchte, kann seine Form in den Kühlschrank stellen. Je nach Größe der Body Melts sind sie im Kühlschrank nach zwei bis vier Stunden durchgekühlt.

Wenn die Body Melts so fest sind, dass sie aus der Form gedrückt werden können, können sie herausgenommen werden. Bis sie ihre endgültige Festigkeit haben, dauert es aber ein paar Tage.

 

Die Aufbewahrung der Body Melts

Sobald die Body Melts aus der Form genommen sind, können sie verwendet werden. Die Menge, die zeitnah aufgebraucht wird, kann offen in einer kleinen Schale im Badezimmer gelagert werden.

Wichtig ist nur, dass keine direkte Sonne oder große Heizungswärme auf die Body Melts einwirkt. Denn dadurch würden sie schmelzen. Der Rest kann in einem verschließbaren Gefäß im Kühlschrank aufbewahrt werden. Auf diese Weise bleiben die Body Melts mehrere Monate lang haltbar.

Aber natürlich eignen sich die Body Melts auch prima als Geschenk. Dafür können sie in eine hübsche Dose gegeben werden. Und weil unsere Body Melts ohne Konservierungsstoffe und andere Chemie auskommen, sondern nur aus natürlichen Zutaten bestehen, sind selbst für empfindliche Hauttypen bestens geeignet.

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Thema: Body Melts selber machen – so geht’s

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Redakteure

Sabine Scheuerhagen, 52 Jahre, Inhaberin eines Beauty- Salons, Karina Michewski, 38 Jahre, Drogistin und Laura Bochte, 35 Jahre Beauty- und Wellnessfachkraft schreiben hier Wissenswertes, Anleitungen und Ratgeber zum Thema Kosmetik, Gesundheit und Wellness.

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