Haare selbst färben – 7 Tipps

Haare selbst färben – 7 Tipps

Manchmal soll eine Veränderung her. Doch ein Besuch beim Friseur kann ganz schön ins Geld gehen. Kein Wunder, dass Home-Colorationen sehr beliebt sind. Schließlich sind die modernen Haarfarben für zu Hause sehr einfach in der Handhabung und sanft zu den Haaren.

Die Auswahl an Produkten ist riesig, so dass jeder seine Traumhaarfarbe finden sollte. Doch damit das Ergebnis auch tatsächlich so ausfällt wie erhofft, sollten ein paar Dinge beachtet werden.

Haare selbst färben? Hier sind sieben Tipps!:

 

Tipp 1: Die richtige Nuance auswählen.

Um das gewünschte Farbergebnis zu erzielen, ist zunächst einmal wichtig, die Farbtiefe der eigenen Naturhaarfarbe zu bestimmen. Vor der Auswahl eines Färbeprodukts muss also geklärt sein, ob die Haare von Natur aus beispielsweise mittelblond, dunkelblond oder hellbraun sind.

Im nächsten Schritt kann dann überlegt werden, in welche Richtung die neue Haarfarbe gehen soll. Soll die neue Haarfarbe möglichst lange halten, graue Haare abdecken oder die Naturhaarfarbe um mehrere Nuancen verändern, wird ein Haarfärbeprodukt aus Level 3 gewählt.

Level 3 steht für dauerhafte Färbungen. Die endgültige Entscheidung sollte dann mithilfe der Anwendungstabelle, die auf jeder Verpackung aufgedruckt ist, erfolgen. In der Tabelle ist abgebildet, für welche Naturhaarfarben die Haarfarbe geeignet ist und wie das Ergebnis aussehen wird.

Soll es keine dauerhafte Färbung sein, reicht auch eine Tönung aus Level 1 oder 2 aus. Solche Tönungen waschen sich wieder aus, ermöglichen aber keine allzu großen Veränderungen.

 

Tipp 2: Genug Haarfarbe kaufen.

Für ein schönes und gleichmäßiges Ergebnis ist wichtig, dass die Haarfarbe nicht zu sparsam aufgetragen wird. Alle Haare von den Ansätzen bis in die Spitzen müssen gleichmäßig mit Farbe bedeckt sein. Dabei reicht eine Packung für maximal schulterlanges Haar. Sind die Haare länger oder sehr dicht, werden zwei Packungen benötigt.

 

Tipp 3: Die Haare und die Kopfhaut auf die Coloration vorbereiten.

Sowohl das Haar als auch die Kopfhaut sollten auf das Färben vorbereitet werden. Am besten ist, den Haaren eine Woche vor dem Färben eine reichhaltige Haarkur zu gönnen.

Sie sorgt dafür, dass die Haare von den Wurzeln bis zu den Spitzen gepflegt sind. Diese gleichmäßige Struktur wiederum verhilft zu einem gleichmäßigen Farbergebnis.

Zwei Tage vor dem Färben sollten die Haare nicht mehr gewaschen werden. So hat die Kopfhaut genug Zeit, um eine solide Schutzschicht aufzubauen. Die Haarfarben für den Heimgebrauch sind zwar insgesamt sanft und schonend, können einer empfindlichen Kopfhaut aber trotzdem zu schaffen machen.

 

Tipp 4: Die Haut vor Verfärbungen schützen.

Bevor es losgeht, sollte die Gebrauchsanweisung gründlich durchgelesen werden. Darin ist alles beschrieben, was es zu beachten gilt. Zur Vorbereitung gehört außerdem, die Stirn, die Ohren und den Nacken vor Verfärbungen zu schützen.

Dazu sollte am Haaransatz entlang und auf den Ohren großzügig Vaseline oder Handcreme aufgetragen werden. So wird verhindert, dass die Haut unschöne Farbflecken abbekommt. Und falls doch etwas Farbe daneben gehen sollte, lässt sie sich mit einem Wattepad entfernen, das in Gesichtswasser oder Speiseöl getränkt wurde.

 

Tipp 5: Die Haarfarbe richtig auftragen.

Beim Färben werden die Haare abgeteilt und die Farbe Strähne für Strähne aufgetragen. Gearbeitet wird dabei immer vom Ansatz zu den Spitzen. Sind alle Haare mit Farbe benetzt, sollte das gesamte Haar mit einem breiten Kamm durchgekämmt und die Farbe noch einmal in die Haare einmassiert werden.

Ist bereits ein Ansatz sichtbar, wird eine sogenannte Ansatzbehandlung durchgeführt. Dafür wird die Haarfarbe zuerst nur auf den nachgewachsenen oder ergrauten Ansatz aufgetragen. Nach etwa 15 bis 20 Minuten wird die restliche Haarfarbe auf dem übrigen Haar verteilt.

In der Gebrauchsanweisung ist angegeben, wie lange die Haarfarbe einwirken muss. Wichtig ist, diese Einwirkzeit genau einzuhalten. Wird die Haarfarbe zu früh ausgespült, kann sie ihre Farbkraft nicht entwickeln.

Und keine Sorge: Während der Einwirkzeit kann sich die Haarfarbe verändern und plötzlich viel zu dunkel oder zu intensiv aussehen. Diese Veränderung ist aber völlig normal und sagt nichts über das spätere Ergebnis aus.

 

Tipp 6: Die gefärbten Haare richtig pflegen.

Ist die Haarfarbe gründlich ausgespült, wird ein Pflegeprodukt aufgetragen. Dieses Pflegeprodukt, das in der Packung enthalten ist, fixiert die Farbpigmente im Haar und lässt die Haarfarbe strahlen. Generell sollten bei gefärbten Haaren immer Shampoos und andere Pflege- und Stylingprodukte verwendet werden, die speziell für coloriertes Haar konzipiert sind. Diese Produkte verhindern nämlich, dass sich die Haarfarbe zu schnell auswäscht und matt oder stumpf wird.

 

Tipp 7: Kleine Färbepannen beheben.

Obwohl die Gebrauchsanweisung genau eingehalten wurde, kann es passieren, dass das Ergebnis nicht so aussieht, wie erhofft. Doch für diesen Fall gibt es SOS-Tricks, die schnell Abhilfe schaffen:

  • Ist die Farbe zu intensiv oder zu dunkel geworden, hilft ein Antischuppen-Shampoo. Das Shampoo wird ins Haar einmassiert und sollte dann eine halbe Stunde lang einwirken. Während der Einwirkzeit können die Haare in ein Handtuch eingewickelt werden. Wenn das Shampoo nach der halbstündigen Einwirkzeit wieder ausgewaschen wird, werden gleichzeitig auch Farbpigmente aus dem Haar herausgespült.
  • Wirkt ein Blondton grünstichig, hilft eine Spülung mit Aspirin. Dafür wird eine Tablette in Wasser aufgelöst und das Haar damit gespült.
  • Blond gefärbtes Haar, das gelblich aussieht, sollte mehrere Male mit einem Shampoo für graue Haare gewaschen werden. Das Silbershampoo beseitigt den Gelbstich.
  • Um zu vermeiden, dass die Haare wie angemalt aussehen, sollte beim nächsten Mal ein Farbton gewählt werden, der eine oder zwei Nuancen heller ist als der jetzige. Dadurch wirkt das Farbergebnis weicher.

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Veröffentlicht von

Redakteure

Sabine Scheuerhagen, 52 Jahre, Inhaberin eines Beauty- Salons, Karina Michewski, 38 Jahre, Drogistin und Laura Bochte, 35 Jahre Beauty- und Wellnessfachkraft schreiben hier Wissenswertes, Anleitungen und Ratgeber zum Thema Kosmetik, Gesundheit und Wellness.

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