Infos, Hinweise und Tipps zu Urea, 2. Teil

Infos, Hinweise und Tipps zu Urea, 2. Teil

Ein Wirkstoff, der sowohl in der Dermatologie als auch in der Kosmetikindustrie sehr oft verwendet wird, ist Urea. Bei Urea handelt es sich um Harnstoff, der als natürlicher Bestandteil in der Haut enthalten ist. Deshalb ist die Verträglichkeit sehr gut. Eingesetzt wird Urea in erster Linie, um trockene Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen.

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Infos, Hinweise und Tipps zu Urea, 2. Teil

In einem zweiteiligen Beitrag haben wir Infos, Hinweise und Tipps rund um den Wirkstoff zusammengestellt. Dabei haben wir im 1. Teil beantwortet, was genau Urea ist, wie sie gewonnen wird und wie sie wirkt.

Hier ist der 2. Teil!:

Worauf sollte beim Kauf von Pflegeprodukten mit Urea geachtet werden?

Urea wird sowohl in konventioneller Kosmetik als auch in Naturkosmetik eingesetzt. Der Wirkstoff als solcher ist dabei der gleiche. Die Unterschiede liegen in der Urea-Konzentration, der Produktart und den Zusatzstoffen.

Erhältlich sind Kosmetik- und Pflegeprodukte in Drogerien, Läden mit Naturkosmetik, Apotheken und natürlich in Onlineshops.

Beim Kauf von Produkten mit Urea sollten vor allem diese Tipps beherzigt werden:

Die Konzentration des Harnstoffs

Das Einsatzgebiet und die Wirkung eines Pflegeprodukts mit Urea hängen von der Harnstoffkonzentration und dem Zustand der Haut ab. Gängige Produkte enthalten zwischen drei und 20 Prozent Urea. Dabei gilt zunächst als Faustregel, dass die Konzentration umso höher sein sollte, je angegriffener die Haut ist.

Bei trockener Haut ist eine Creme mit einem Harnstoffgehalt zwischen drei und fünf Prozent eine gute Wahl. Diese Konzentration genügt, um die Haut ausreichend mit Feuchtigkeit zu versorgen und sie geschmeidig zu halten.

Cremes mit diesem geringen Urea-Gehalt  sind für eine dauerhafte Pflege geeignet. Sie stabilisieren den natürlichen Feuchtigkeitshaushalt der Haut und bewirken, dass er langfristig erhalten bleibt.

Eine sehr trockene Haut spannt oft, neigt zu Schuppen und kann einen unangenehmen Juckreiz verursachen. Das liegt daran, dass der Feuchtigkeitshaushalt durcheinander geraten ist.

Empfehlenswert ist dann ein Produkt mit einem Urea-Gehalt bis zehn Prozent. Es versorgt die Haut intensiv und reichhaltig mit Feuchtigkeit, lindert das Spannungsgefühl und nimmt den Juckreiz.

Bei einer Problemhaut oder einer Haut, die durch Ausschläge, Ekzeme oder juckende Hautkrankheiten geschädigt ist, sollte die Harnstoffkonzentration im Pflegeprodukt bis zu 15 Prozent betragen.

Diese vergleichsweise hohe Konzentration hilft der Haut dabei, sich zu regenerieren. Außerdem spendet die Urea Feuchtigkeit, wirkt entzündungshemmend, mindert den Juckreiz und beugt bakteriellen Infektionen vor.

Dazu kommt die keratolytische Wirkung. Sie sorgt dafür, dass sich verhornte Zellen in den äußeren Hautschichten schneller ablösen und die Haut dadurch ebenmäßiger und geschmeidiger wird.

Das passende Produkt

Neben Gesichtscremes mit Urea sind auch Körperlotionen, Peelings, Shampoos, Fuß- und Handcremes erhältlich. Je nachdem, welche Körperpartie Feuchtigkeit braucht, sollte die richtige Produktart gewählt werden.

Sind zum Beispiel die Hände sehr trocken, bietet sich eine Handcreme mit Urea an. Bei trockenen Füßen, die rissig sind oder stark zu Hornhaut neigen, ist eine Fußcreme mit Urea eine gute Wahl.

Für den restlichen Körper sollte eine Körperlotion verwendet werden, während die Gesichtscreme tatsächlich dem Gesicht vorbehalten bleiben sollte.

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Ist die Kopfhaut trocken, juckt und neigt zu Schuppen, kann ein Shampoo mit Urea Abhilfe schaffen. Denn der Harnstoff versorgt die Kopfhaut mit reichlich Feuchtigkeit und mindert den Juckreiz.

Die Zusätze

Pflegeprodukte mit Urea enthalten zwar den gleichen Wirkstoff, wenn auch in unterschiedlichen Konzentrationen. Die weitere Wirkung des Produkts hängt aber von den enthaltenen Zusatzstoffen ab. Während sinnvolle Zusätze den Effekt des Harnstoffs unterstützen und ergänzen können, wirken andere Zusätze eher negativ.

Grundsätzlich gilt, dass ein Pflegeprodukt so natürlich wie möglich sein und gar keine oder kaum chemische Zusätze enthalten sollte. Vor allem aus Erdöl gewonnene Paraffine, synthetische Duftstoffe und Konservierungsmittel wie Formaldehyd sollten gemieden werden.

Denn sie können sensible Haut zusätzlich reizen und sogar allergische Reaktionen hervorrufen. Ein Blick auf die Liste mit den Inhaltsstoffen ist daher ratsam.

Andersherum gibt es aber auch sehr gute und nützliche Zusätze, wobei es auch hier wieder auf natürliche und hochwertige Stoffe ankommt. Pflanzliche Öle wie Jojoba-, Mandel-, Kokos- oder Olivenöl unterstützen die Wirkung von Urea, beugen Trockenheit vor und liefern wertvolle Pflegestoffe.

Neigt die Haut zu Akne oder Pickeln, sollten die Zusätze aber nicht komedogen wirken, weil sonst die Poren noch zusätzlich verstopfen. Diesen Effekt hat zum Beispiel Kokosöl.

Bei einem Produkt bleiben

Pflegeprodukte mit Urea sind für eine regelmäßige und dauerhafte Anwendung gedacht. Wird ein Produkt abgesetzt, kann es passieren, dass die trockene Haut zurückkehrt. Gleichzeitig reagiert sensible oder angegriffene Haut oft mit Rötungen, Pickeln, Brennen oder andere Symptome auf bestimmte Wirkstoffe.

Wer ein Pflegeprodukt mit Urea für sich gefunden hat, das die Haut gut verträgt, sollte deshalb dabei bleiben. Dadurch muss sich die Haut nicht ständig an neue Produkte gewöhnen und die Urea kann ihre Wirkung voll entfalten.

Lässt sich eine Creme mit Urea auch selbst herstellen?

Es ist nicht notwendig, zu teuren Produkten aus dem Fachhandel zu greifen. Eigene Pflegeprodukte mit Urea lassen sich nämlich ganz einfach selbst herstellen.

Dafür werden lediglich benötigt:

  • 200 Milliliter neutrale Creme oder Körperlotion ohne Parfum

  • 20 Gramm Urea, erhältlich in der Apotheke

  • Tiegel oder Glas, sauber und verschließbar

  • Rührwerkzeug

Um Keime zu vermeiden, müssen das Gefäß und das Rührwerkzeug absolut sauber sein. Dazu können die Utensilien zum Beispiel kurz abgekocht werden.

Für das selbstgemachte Pflegeprodukt die Creme oder Lotion in das Gefäß einfüllen, die Urea dazugeben und beide Zutaten gründlich miteinander vermischen. Danach das Pflegeprodukt mehrere Stunden lang, am besten über Nacht, stehen lassen.

Am nächsten Morgen die Creme noch einmal gut durchrühren, eine Lotion kräftig durchschütteln. Und schon ist die selbstgemachte Urea-Pflege fertig und einsatzbereit!

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Sabine Scheuerhagen, - Inhaberin eines Beauty- Salons, Karina Michewski, - Drogistin, Laura Bochte, - Beauty- und Wellnessfachkraft, Youtuberin Sevilart - Anteil Kosmetikvideos, Christian & Ferya Gülcan, Kosmetik Hersteller & Vetrieb - Koozal Naturkosmetik, schreiben hier Wissenswertes, Anleitungen und Ratgeber zum Thema Kosmetik, Körperpflege, Gesundheitsthemen und Wellness.

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