Fußnägel lackieren – so geht’s

Fußnägel lackieren – so geht’s

Im Sommer werden gerne offene Schuhe getragen. Klar, dass die Füße dann auch gepflegt und die Fußnägel perfekt lackiert sein sollten. Und wie das geht, erklärt dieser Beitrag.

Ob in lässigen Flipflops, in schönen Sandalen oder in chicen Peeptoes: Wenn die Füße in offenen Schuhen stecken und die Zehen hervorblitzen, sollten sie optisch auch etwas hermachen. Ideal ist natürlich, sich eine professionelle Pediküre zu gönnen. Die Kosmetikerin oder Fußpflegerin weiß, wie sie selbst aus etwas lädierten Füßen das Beste herausholen kann.

Doch auch im heimischen Badezimmer ist es durchaus möglich und eigentlich gar nicht so schwer, den Füßen einen schönen, gepflegten und sommerschuhtauglichen Look zu verleihen.

Und so geht’s:

 

  1. Die Hornhaut entfernen

Das Pflegeprogramm beginnt damit, dass vorhandene Hornhaut entfernt wird. Dies erfolgt mithilfe einer Hornhautfeile. Dabei wird die Hornhaut zuerst mit der groben Seite der Feile abgenommen und die Haut anschließend mit der feinen Seite geglättet.

Wichtig ist, die Hornhaut vor einem Fußbad zu bearbeiten. Denn im trockenen Zustand lässt sich viel besser kontrollieren, wie viel Hornhaut schon abgehoben wurde. Zuviel darf es nämlich nicht sein! Weisen die Füße nur kleinere Verhornungen auf, reicht es aus, ein Fußpeeling zu machen. Durch das Peeling lösen sich die Verhornungen und die Füße werden wieder herrlich glatt.

 

  1. Den Füßen ein Fußbad gönnen

Eine Pediküre sollte immer auch ein Fußbad beinhalten. Zum einen entspannt ein Fußbad die gestressten Füße. Wird etwas frische Minze oder Rosmarin ins Wasser gegeben, riecht das Fußbad angenehmen frisch. Rosenblätter und andere Blüten wiederum erhöhen den Wellness-Faktor, während Menthol oder basische Granulate kühlen und abschwellend wirken.

Ein Spritzer Essig wirkt wie ein Deo für die Schweißdrüsen an den Fußsohlen. Zum anderen bereitet das Fußbad die Füße ideal auf die weiteren Schritte vor. So werden beispielsweise die Nägel weicher und lassen sich dadurch sehr viel einfacher in Form bringen.

 

  1. Die Fußnägel in Form bringen

Nach dem Fußbad müssen die Füße gut abgetrocknet werden, auch und vor allem zwischen den Zehen. Danach werden die Fußnägel in Form gebracht. Dazu werden zuerst die Ecken gekappt. Insgesamt sollten die Nägel in eine Form geschnitten werden, die wie ein Spaten aussieht. Werden die Nägel zu rund geschnitten, kann der Nagel nicht gerade wachsen.

Dadurch besteht die Gefahr, dass er in den Ecken einwächst. Sind die Ecken abgenommen, werden die Nägel mit einer gröberen Feile auf die richtige Länge gekürzt. Mit einer feinen Feile werden die Ränder anschließend perfektioniert. Das Nacharbeiten mit einer feinen Feile schließt die kleinen Lufteinschlüsse, die beim Kürzen der Nägel entstanden sind.

 

  1. Die Fußnägel aufs Lackieren vorbereiten

Sind die Fußnägel in Form gebracht, kann etwas Nagelhauterweicher aufgetragen und die Nagelhaut vorsichtig zurückgeschoben werden. Ein Buffer bietet sich an, um kleine Fissuren und Unebenheiten auf der Nagelplatte wegzupolieren. Wer keinen Buffer hat oder verwenden möchte, kann aber genauso gut zu einem Rillenfüller greifen.

Auch er schafft eine glatte und ebene Fläche für die anschließende Lackierung. Doch bevor der Rillenfüller oder ein Nagellack aufgetragen wird, sollten die Nägel sorgfältig entfettet werden. Denn damit der Lack optimal hält, dürfen auf den Nägeln keine Fett- und Pflegemittelreste vorhanden sein.

Ist der Rillenfüller trocken, kann ein Unterlack aufgetragen werden. Er schafft die perfekte Grundlage für eine farbige Lackierung. Auch der Unterlack muss gut durchtrocknen.

 

  1. Die Fußnägel lackieren

Nun werden die Fußnägel farbig. Dazu wird der Nagellack kräftig geschüttelt oder ordentlich zwischen den Handflächen hin- und hergerollt. Dadurch verteilen sich die Farbpigmente gleichmäßig im Fläschchen. Generell sollte farbiger Nagellack übrigens immer senkrecht stehend aufgewahrt werden.

Andernfalls besteht die Gefahr, dass der obere Flaschenrand verklebt und der Nagellack eindickt. Ist der Nagellack zu dickflüssig geworden, ist es meist besser, ihn zu entsorgen. Denn wenn der Nagellack verdünnt wird, verlieren die Farbpigmente an Dichte und der Nagellack deckt nicht mehr richtig.

Der Nagellack wird aufgetragen, indem der Pinsel am hinteren Nagelrand angesetzt und zügig nach vorne gezogen wird. So wird eine Farbbahn neben die andere gesetzt, bis die gesamte Nagelplatte ausgemalt ist. Ob der Nagellack dabei zuerst in der Mitte und danach an den Rändern aufgetragen oder ob von einer Seite zur anderen gearbeitet wird, bleibt dem eigenen Geschmack überlassen. Wichtig ist nur, die Pinselstriche immer von hinten nach vorne zu ziehen, damit keine Schlieren entstehen. Bei einem hochwertigen Nagellack sollte eine Farbschicht ausreichen. Deckt der Nagellack nicht, wird ein zweites Mal lackiert, wenn die erste Schicht trocken ist.

Sollte beim Lackieren etwas daneben gegangen sein, entfernt ein Korrekturstift die kleinen Patzer schnell und zuverlässig. Nach ein paar Minuten fühlt sich der Nagellack trocken an. Dann kann ein Schnelltrockner als Überlack aufgebracht werden. Der Schnelltrockner versiegelt den Nagellack und verleiht ihm gleichzeitig eine schön glänzende Oberfläche.

Am besten ist, wenn nach dem Lackieren offene Schuhe getragen werden. Alternativ ist möglich, die Fußnägel abends zu lackieren und sich dann aufs Sofa oder ins Bett zu legen. Denn Nagellack fühlt sich zwar schon nach kurzer Zeit trocken an. Druckfest ist er aber erst, wenn er mehrere Stunden lang durchtrocknen konnte. Wenn kurz nach dem Lackieren Socken und geschlossene Schuhe angezogen werden, hält der Nagellack dem Druck nicht stand. Im Ergebnis zeichnet sich das Gewebemuster der Socken auf der Lackierung ab oder auf den Fußnägeln kleben kleine Sockenfussel. Damit die Lackierung lange hält, ist also wichtig, dem Nagellack genug Zeit zum Trocknen zu geben.

Wer möchte, kann ganz zum Schluss noch ein pflegendes Fußöl auftragen. Eine Deo-Fußcreme hingegen kühlt und erfrischt die Füße, während ein antimykotisches Fußspray der Keimbildung in den Schuhen bei schwitzenden Füßen entgegenwirkt.

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Redakteure

Sabine Scheuerhagen, 52 Jahre, Inhaberin eines Beauty- Salons, Karina Michewski, 38 Jahre, Drogistin und Laura Bochte, 35 Jahre Beauty- und Wellnessfachkraft schreiben hier Wissenswertes, Anleitungen und Ratgeber zum Thema Kosmetik, Gesundheit und Wellness.

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