Anleitung für ein Gesichtstonic mit selbstgemachtem Rosenwasser

Anleitung für ein Gesichtstonic mit selbstgemachtem Rosenwasser

Trockene Heizungsluft im Winter und große Hitze im Sommer kann der Haut mächtig zusetzen. Abhilfe schafft dann ein belebendes und pflegendes Gesichtsspray. Und so ein Spray lässt sich ganz einfach selbst herstellen.

Anleitung für ein Gesichtstonic mit selbstgemachtem Rosenwasser

Wie es geht, erklären wir in dieser Anleitung für ein Gesichtstonic mit selbstgemachtem Rosenwasser!:

Die benötigten Zutaten und Materialien

  • Rosenblätter

  • destilliertes Wasser

  • 85 %-iges Glycerin, flüssig

  • großer Topf mit Deckel

  • hitzebeständiges Gefäß

  • Eiswürfel

  • Flasche mit Zerstäuber

Wer eigene Rosensträucher im Garten hat und diese nicht spritzt oder anderweitig mit Chemie behandelt, kann die Blütenblätter natürlich verwenden. Ansonsten sind unbehandelte Rosenblätter in der Apotheke und im Kosmetikbedarf erhältlich.

Auch der örtliche Florist kann mitunter geeignete Rosen bestellen. Ganz normale Rosen sind hingegen nicht geeignet. Denn sie sind in aller Regel chemisch behandelt und scheiden für DIY Kosmetik daher aus.

Die Anleitung für ein Gesichtstonic mit selbstgemachtem Rosenwasser

Das erfrischende und pflegende Gesichtswasser lässt sich sehr einfach herstellen. Denn es besteht aus nur drei Zutaten, die zusammen in ein Fläschchen gefüllt werden.

Und weil die Zutaten alle flüssig sind, reicht ein kräftiges Schütteln aus, um sie miteinander zu vermischen. Doch bevor es soweit ist, stellen wir erst einmal das Rosenwasser her.

  1. Das Rosenwasser selber machen

Für das Rosenwasser wird zuerst ein hitzebeständiges Gefäß in die Mitte vom Topf gestellt. Dabei eignet sich ein etwas höheres Gefäß besonders gut. Denn in dem Gefäß soll nur das destillierte Rosenwasser gesammelt werden. Das übrige Wasser und die Rosenblätter sollen möglichst nicht hinein gelangen.

Anschließend werden die Rosenblätter einzeln von den Blüten abgezupft und um das Gefäß herum im Topf verteilt. Dabei darf die Menge ruhig recht großzügig sein. Denn je mehr Rosenblätter verwendet werden, desto aromatischer wird später das Rosenwasser.

Dann werden die Rosenblätter mit dem destillierten Wasser übergossen. Die Wassermenge reicht aus, wenn die Rosenblätter gut bedeckt sind und das Gefäß über dem Topfboden schwebt.

Nun beginnt die eigentliche Herstellung des Rosenwassers. Dafür wird der Deckel falsch herum auf den Topf gelegt, also so, dass der Griff nach innen zeigt. Dann wird das Wasser bei mittlerer Hitze erwärmt. Dabei soll das Wasser nur heiß werden und sieden, aber nicht kochen.

Sobald sich an den Innenwänden und am Boden des Topfes erste Tröpfchen bilden, kommen die Eiswürfel in den Deckel. Das ist auch der Grund, warum der Deckel falsch herum aufgelegt wird. Die Eiswürfel lassen eine sogenannte Heiß-Kalt-Barriere entstehen, die das Kondensieren beschleunigt. Die kleinen Wassertropfen, die sich nun bilden, fallen in das Gefäß.

Wenn sich genug Rosenwasser im Gefäß angesammelt hat, kann es aus dem Topf genommen werden. Dabei am besten Topflappen verwenden, denn das Gefäß ist sehr heiß. Das Rosenwasser muss nun abkühlen, bevor es weiterverarbeitet werden kann.

  1. Das Gesichtstonic herstellen

Ist das Rosenwasser fertig und abgekühlt, geht der Rest blitzschnell. Für das Gesichtstonic wird nun nämlich ein kleines, sauberes Fläschchen genommen. Dort hinein kommen

  • 75 ml Rosenwasser,

  • 45 ml destilliertes Wasser und

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  • 15 Tropfen Glycerin.

Dann den Verschluss aufschrauben und die Mischung kräftig durchschütteln. Damit ist das Gesichtstonic auch schon fertig und einsatzbereit!

Generell sollte das Gesichtsspray übrigens vor jeder Benutzung etwas geschüttelt werden, damit die drei Zutaten immer schon gleichmäßig verteilt sind.

Die Anwendung und die Wirkung des Gesichtstonics

Das selbstgemachte Gesichtsspray eignet sich für jeden Hauttyp, egal ob die Haut trocken, fettig oder sensibel ist. Es spendet Feuchtigkeit, wirkt Rötungen und Unreinheiten entgegen und sorgt für ein feineres Hautbild.

Im Winter hilft das Gesichtstonic der Haut dabei, besser mit der trockenen Heizungsluft zurückzukommen. Im Sommer wiederum ist das Spray herrlich erfrischend und duftet dabei viel schöner als reines Wasser.

Außerdem eignet sich das Spray sehr gut, um ein frisch aufgetragenes Make-up zu fixieren. Das Gesichtstonic ist also ein echtes Multitalent. Und das liegt an den verwendeten Zutaten:

Rosenwasser

Rosenwasser mildert Rötungen, hat eine antibakterielle Wirkung und fördert ein reines Hautbild. Aus diesem Grund ist Rosenwasser in vielen Gesichtsreinigern enthalten.

Auch in der Naturkosmetik spielt Rosenwasser eine wichtige Rolle. Denn es spendet Feuchtigkeit und bringt einen angenehmen Duft mit.

Im Handel erhältliches Rosenwasser enthält aber oft Konservierungsstoffe und künstliche Duftstoffe. Hochwertige Rosenwässer ohne solche Zusätze gibt es zwar auch. Nur sind sie mitunter sehr teuer. Deshalb lohnt es sich, das Rosenwasser selbst herzustellen. Dabei hält sich das selbstgemachte Rosenwasser im Kühlschrank etwa drei Monate lang.

Destilliertes Wasser

Das destillierte Wasser hat keine pflegende Funktion. Es sorgt lediglich dafür, dass das Gesichtstonic verdünnt und dadurch etwas leichter wird. Im Prinzip könnte das Gesichtsspray auch mit simplem Leistungswasser hergestellt werden.

Durch die Keime und Bakterien, die im Wasser enthalten sind, ist das Kosmetikprodukt dann aber bestenfalls wenige Tage haltbar.

Übrigens: Das Wasser, das ein Kondenstrockner im Wassertank sammelt, ist ebenfalls destilliertes Wasser. Für ein Kosmetikprodukt sollte es aber besser nicht verwendet werden. Denn in dem Wasser sind Spuren vom Waschmittel enthalten. Und vor allem einer empfindlichen Haut kann das zu schaffen machen.

Glycerin

Das Glycerin bindet die Feuchtigkeit auf der Haut und reguliert den Wasserverlust. Dabei kann das Glycerin tiefer in die Haut eindringen als andere Mittel mit einer vergleichbaren Wirkung.

In Kosmetikprodukten wird Glycerin auch eingesetzt, um die Haut weicher zu machen, ihre Elastizität zu erhöhen und sie vor dem Austrocknen zu schützen.

Das Gesichtswasser kann morgens und abends nach der Reinigung aufgetragen werden. Außerdem kann es zum Einsatz kommen, um das Make-up zu fixieren.

Und wer sich in einem Raum mit trockener Heizungsluft aufhält oder im Sommer eine kleine Erfrischung braucht, kann es zwischendurch immer mal wieder aufsprühen.

Ein angenehmes Hautgefühl stellt sich sofort ein. Bis das Hautbild feiner und gesünder aussieht, dauert es aber ein bisschen. Denn wie bei jeder Gesichtspflege verschwinden Rötungen, Pickelchen und große Poren nicht sofort. Stattdessen zeigt sich diese Wirkung erst nach einiger Zeit.

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Sabine Scheuerhagen, 52 Jahre, Inhaberin eines Beauty- Salons, Karina Michewski, 38 Jahre, Drogistin und Laura Bochte, 35 Jahre Beauty- und Wellnessfachkraft, sowie Christian Gülcan, Betreiber und Redakteur dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes, Anleitungen und Ratgeber zum Thema Kosmetik, Gesundheit und Wellness.

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