10 Mythen übers Zähneputzen, Teil 2

10 Mythen übers Zähneputzen, Teil 2

Es steht außer Frage, dass die Zähne regelmäßig geputzt werden müssen. Denn eine gute Mundhygiene hilft dabei, die Zahngesundheit zu erhalten und das strahlende Lächeln zu bewahren. Doch wenn es um das Wie bei der richtigen Zahnpflege geht, tauchen allerlei Halbwahrheiten und Irrtümer auf. In einem zweiteiligen Beitrag nehmen wir deshalb zehn geläufige Mythen übers Zähneputzen unter die Lupe.

10 Mythen übers Zähneputzen, Teil 2

Hier ist Teil 2!:

Mythos Nr. 6: Fluoridhaltige Zahnpasta ist schädlich.

Reines Fluor ist tatsächlich giftig. Doch für Fluorid gilt das nicht. Bei Fluoriden handelt es sich um Salze, die von Natur aus in den Zähnen und den Knochen enthalten sind.

Eine fluoridhaltige Zahnpasta härtet den Zahnschmelz und schützt ihn vor Säure. Außerdem hilft Fluorid dabei, Karies vorzubeugen. Es besteht auch keine Gefahr, dass durch das Fluorid zu viel Salz in den Körper gelangen könnte.

Solche Behauptungen gehören ins Reich der Märchen und Legenden. Es spricht also überhaupt nichts dagegen und ist sogar sehr empfehlenswert, fluoridhaltige Zahnpasta zu benutzen.

Mythos Nr. 7: Einen Apfel zu essen, ist genauso gut wie Zähneputzen.

Äpfel sind zweifelsohne gesund. Immerhin enthalten sie Vitamine und Mineralstoffe. Allerdings steckt in Äpfeln auch Fruchtsäure. Sie kann den Zahnschmelz angreifen. Da die äußerlich zugeführte Säure nicht sehr lange auf den Zähnen bleibt, ist sie aber nur das kleinere Übel.

Schädlicher ist der enthaltene Fruchtzucker. Bakterien wandeln den Fruchtzucker nämlich ebenfalls in Säure um. Und weil sich Bakterien länger auf den Zähnen halten können als die Fruchtsäure, hat die Säure, die die Bakterien produziert haben, weit mehr Zeit, um den Zahnschmelz anzugreifen.

Trotzdem sollten die gesunden Äpfel natürlich gegessen werden. Zumal gründliches Kauen Beläge oberflächlich entfernen und für einen frischen Mundgeruch sorgen kann. Ersetzen kann ein Apfel die Zahnbürste aber auf keinen Fall.

Ganz ähnlich sieht es übrigens mit Kaugummis aus. Das Kaugummikauen regt den Speichelfluss an. Essensreste werden so zumindest ein Stück weit von den Zähnen gespült. Außerdem enthält der Speichel Mineralien, die schädliche Säuren neutralisieren und den Zahnschmelz härten.

Eine Alternative zum Zähneputzen ist das Kaugummikauen zwar nicht. Doch wenn gerade keine Zahnbürste zur Hand ist, kann ein Kaugummi nicht schaden. Vorausgesetzt, es handelt sich um ein zuckerfreies Kaugummi. Denn zuckerhaltige Kaugummis sind für die Zahngesundheit alles andere als förderlich.

Mythos Nr. 8: Mit Weißmacher-Zahncremes werden die Zähne weißer.

Weißmacher-Zahncremes hellen die natürliche Farbe der Zähne nicht auf. Dass die Zähne heller aussehen, liegt vielmehr daran, dass die Zahncremes färbende Beläge wie Tee-, Kaffee- oder Rotweinrückstände entfernen.

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Wichtig ist aber immer der Blick auf die Verpackung oder Tube. Denn nicht alle Produkte eignen sich für den täglichen Gebrauch.

Etwas anderes sind Bleichmittel. Die sogenannten Bleaching-Produkte färben die Zähne tatsächlich. Bevor Sets für die Anwendung zu Hause verwendet werden, sollte aber Rücksprache mit dem Zahnarzt gehalten werden.

Für empfindliche Zähne sind die Mittel nämlich mitunter zu aggressiv. Außerdem können Füllungen aus Kunststoff oder Kronen nicht aufgehellt werden. Ein einheitliches Ergebnis lässt sich deshalb nicht erzielen.

Mythos Nr. 9: Zahnfleischbluten ist nicht angenehm, aber auch nicht schlimm.

Vermutlich jeder hat hin und wieder mal Zahnfleischbluten. Und weil die Blutung in aller Regel recht schnell wieder abklingt, machen sich die wenigsten Gedanken darüber.

Doch es ist keine gute Idee, Zahnfleischbluten auf die leichte Schulter zu nehmen. Denn wenn das Zahnfleisch blutet, kann das ein Anzeichen für eine Erkrankung sein.

Häufiges Zahnfleischbluten weist zum Beispiel auf eine Zahnfleischentzündung hin. Wird sie nicht behandelt, kann die Zahngesundheit ernsthaften Schaden nehmen. Natürlich ist es kein Grund zur Panik, wenn es mal zu Zahnfleischbluten kommt.

Trotzdem sollte der Zahnarzt beim nächsten Besuch darauf angesprochen werden. Und wenn das Zahnfleischbluten öfter oder gar regelmäßig auftritt, wird es Zeit, schleunigst einen Termin zur Kontrolluntersuchung zu vereinbaren.

Mythos Nr. 10: Zur richtigen Zahnpflege gehört Zahnseide unbedingt dazu.

Die Forschung hat bislang wenige Erkenntnisse darüber, wie nützlich Zahnseide tatsächlich ist. Zahnärzte hingegen sind von ihrer hilfreichen Wirkung überzeugt. Das gilt vor allem dann, wenn die Zähne dicht nebeneinander stehen und die Zahnbürste die Zwischenräume dadurch kaum erreicht.

Allerdings bringt Zahnseide nur dann überhaupt etwas, wenn sie richtig angewendet wird. Die falsche Technik kann zu Verletzungen der Zahnpapille führen. Das ist der kleine Zapfen Zahnfleisch zwischen den Zähnen.

Wer Zahnseide verwenden möchte, sollte sich deshalb unbedingt vom Zahnarzt zeigen lassen, wie es richtig geht. Sonst ist der Schaden möglicherweise größer als der Nutzen. Für den Anfang können zudem Zahnseidenhalter eine gute Lösung sein. Eine weitere Alternative ist eine Zahnzwischenraumbürste. Auch dazu kann der Zahnarzt beraten.

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Sabine Scheuerhagen, 52 Jahre, Inhaberin eines Beauty- Salons, Karina Michewski, 38 Jahre, Drogistin und Laura Bochte, 35 Jahre Beauty- und Wellnessfachkraft, sowie Christian Gülcan, Betreiber und Redakteur dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes, Anleitungen und Ratgeber zum Thema Kosmetik, Gesundheit und Wellness.

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