Pflegende Duftseifen selber machen – 3 Rezepte

Pflegende Duftseifen selber machen – 3 Rezepte

Sich regelmäßig die Hände zu waschen, war schon immer sinnvoll und wichtig. Doch in Corona-Zeiten hat das Händewaschen noch einmal einen ganz anderen Stellenwert bekommen. Dabei müssen es aber nicht irgendwelche Handwaschmittel sein. Denn pflegende Duftseifen lassen sich ganz einfach selber machen. Und wer gleich eine größere Menge herstellt, hat ein tolles Geschenk parat, das er an liebe Menschen weitergeben kann.

Pflegende Duftseifen selber machen - 3 Rezepte

Wir zeigen drei Rezepte zum Nachmachen!:

Die Werkzeuge für die pflegenden Duftseifen

In dieser Anleitung stellen wir eine Kaffeeseife mit Peeling-Effekt, eine Teeseife und eine Lavendelseife vor. Für alle drei Seifen werden folgende Hilfsmittel benötigt:

  • Küchenreibe

  • Schale aus Glas oder Keramik (oder Topf und Gefäß) zum Schmelzen der Rohseife

  • Rührwerkzeug, zum Beispiel ein Schaschlikspieß aus Holz

  • Gießform für die Seifen

  • Messer

Im Fachhandel gibt es spezielle Gießformen für Seifen. Wer nur ab und zu mal Seifen herstellt, kann auf solche Formen aber verzichten. Eiswürfelformen, Backförmchen aus Silikon und Pralinenformen erfüllen den gleichen Zweck.

Wer statt kleiner Seifen lieber eine große Seife am Block gießen und später in Scheiben schneiden möchte, kann auch einfach leere Tetrapacks als Gießform verwenden. Sandkasten-Formen und kleinere Puddingschalen sind ebenso geeignet.

Pflegende Duftseifen selber machen – 3 Rezepte

Die Basis für die handgemachten Seifen bildet Rohseife. Sie wird auch als Glycerinseife oder Gießseife bezeichnet und ist in gut sortierten Drogerien und in Online-Shops erhältlich. Wir verwenden Rohseife am Block. Wer sich das Reiben sparen möchte, kann aber genauso gut zu Seifenflocken greifen.

Doch nun zu den Rezepten!:

  1. Kaffeeseife

Die Kaffeeseife reinigt und neutralisiert Gerüche an den Händen, zum Beispiel nach dem Kochen. Das Kaffeepulver hat außerdem einen Peeling-Effekt, während der Honig die Haut pflegt und beruhigt.

Für die Kaffeeseife werden folgende Zutaten benötigt:

  • weiße Rohseife

  • Kaffeepulver

  • Honig

  • ätherisches Orangenöl

Zuerst wird die Rohseife gerieben und in die Schale gefüllt. Die Menge richtet sich nach der Größe der Gießform. Dann wird die Schale mit den Seifenflocken in die Mikrowelle gestellt und ein paar Sekunden lang erwärmt, bis die Seife flüssig ist.

Wer keine Mikrowelle hat, kann die Seife unter Rühren im Wasserbad schmelzen. Das funktioniert genauso gut, dauert aber länger. In beiden Fällen ist jedoch wichtig, dass die Seife nicht zu heiß wird. Denn wenn sie so sehr erhitzt wird, dass sie Blasen bildet, geht zu viel Feuchtigkeit verloren. Es genügt also, die Seife nur so sehr zu erwärmen, dass sie flüssig wird.

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In die geschmolzene Rohseife werden nun etwas Honig und wenige Tropfen Orangenöl eingerührt. Dann wird ein bisschen Kaffeepulver in die Gießform gestreut und die Seifenmischung eingefüllt. Die Rohseife kühlt recht schnell aus und wird wieder fest. Deshalb sollte recht zügig gearbeitet werden.

Zum Schluss die Masse in der Gießform noch einmal gut durchrühren. Dann kann die Seife beiseite gestellt werden. Ist die Kaffeeseife erkaltet, wird sie aus der Form gelöst und eventuell in Stücke geschnitten. Fertig!

  1. Teeseife

Eine Teeseife duftet nicht nur herrlich, sondern sieht auch toll aus. Mandel- oder Jojobaöl sorgen für die Extraportion Pflege.

Die Zutaten für die Teeseife lauten wie folgt:

  • transparente Rohseife

  • offene Teemischung nach Geschmack; besonders gut eignen sich Mischungen mit Pflanzen-, Blüten- oder Obststückchen

  • Mandel- oder Jojobaöl

  • ätherisches Duftöl passend zum Tee, wenn gewünscht

Für die Teeseife wird, wie bei der Kaffeeseife, zuerst die Rohseife klein gerieben und geschmolzen. In die flüssige Seife wird dann etwas Pflegeöl eingerührt. Wer mag, kann auch ein paar Tropfen Duftöl hinzufügen.

Der Tee wird in die Gießform gestreut und mit der Seifenmasse übergossen. Danach noch einmal gut durchrühren und die Seife erkalten lassen.

  1. Lavendelseife

Lavendel sieht nicht nur wunderschön aus und duftet herrlich. Vielmehr ist er schon seit jeher als Heilpflanze bekannt. Bereits die alten Römer nutzen die violetten Blüten als pflegenden Badezusatz.

Lavendel hemmt außerdem Entzündungen, wirkt gegen Bakterien und Viren, beruhigt die Psyche und hilft beim Stressabbau. Für eine Seife bringt die Pflanze somit optimale Voraussetzungen mit.

Und damit die schöne Optik des Lavendels erhalten bleibt, gießen wir die Lavendelseife in zwei Schichten.

Dabei kommen zum Einsatz:

  • weiße und transparente Rohseife

  • ätherisches Lavendelöl

  • getrocknete Lavendelblüten

Für die erste Schicht wird die weiße Rohseife gerieben und geschmolzen. Anschließend wird wenig Lavendelöl in die Seife eingerührt und die Mischung in die Gießform umgefüllt.

Dann wird die transparente Rohseife zerkleinert. Nachdem die Seife flüssig ist, werden einige getrocknete Lavendelblüten eingerührt. Die erste Schicht ist in der Zwischenzeit schon so weit ausgekühlt, dass die transparente Seife direkt in die Form gegossen werden kann, ohne dass sich die Schichten vermischen.

Jetzt muss die Lavendelseife komplett auskühlen. Dann kann sie aus der Form gelöst und in Stücke geschnitten werden.

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Sabine Scheuerhagen, 52 Jahre, Inhaberin eines Beauty- Salons, Karina Michewski, 38 Jahre, Drogistin und Laura Bochte, 35 Jahre Beauty- und Wellnessfachkraft, sowie Christian Gülcan, Betreiber und Redakteur dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes, Anleitungen und Ratgeber zum Thema Kosmetik, Gesundheit und Wellness.

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