Hilfreiche Tipps bei Haarausfall

Hilfreiche Tipps bei Haarausfall 

Es ist völlig normal, wenn nach dem Aufwachen auf dem Kopfkissen, nach einer Dusche oder Haarwäsche im Abfluss oder nach dem Kämmen in der Bürste ein paar Haare zurückbleiben. Jeder Mensch verliert jeden Tag bis zu etwa 100 Haare.

Doch wenn plötzlich deutlich mehr Haare ausfallen, kann dies zu einer großen Belastung werden. Zwar macht auch Männern ein plötzlicher Haarausfall mitunter zu schaffen, aber die berühmten Geheimratsecken oder eine Glatze können durchaus sexy sein und optisch erst für den richtigen Charakter sorgen. 

Bei Frauen hingegen führt Haarausfall nicht selten zu einer regelrechten Panik. Für viele Frauen sind gesunde, gepflegte Haare und eine ansprechende Frisur entscheidende Faktoren, wenn es um die eigene Wahrnehmung und das Selbstbewusstsein geht. Fallen die Haare aus, bleibt häufig große Unsicherheit zurück.

Da tröstet es auch nur wenig, dass Studien zufolge zwischen 60 und 70 Prozent aller Frauen im Laufe ihres Lebens zumindest zeitweise mit ausfallenden Haaren zu kämpfen haben. Allerdings gibt es durchaus Möglichkeiten, den Haarausfall in den Griff zu bekommen.   

Hilfreiche Tipps bei Haarausfall

Um das im wahrsten Sinne des Wortes haarige Problem zu lösen, muss zunächst einmal ermittelt werden, was die Ursache für den Haarausfall ist. Grundsätzlich lassen sich zwei Formen von Alopezie, so lautet der Fachausdruck für Haarausfall, unterscheiden, nämlich zum einen der anlagebedingte und zum anderen der temporäre Haarausfall.

Beim anlagebedingten, also erblichen Haarausfall kommen in erster Linie medizinische Maßnahmen zum Einsatz. In der Apotheke gibt es Medikamente, die ohne Rezept erhältlich sind. Um dem Verlust der Haare wirksam entgegenzuwirken, ist es aber sinnvoller, auf Experimente zu verzichten und sich stattdessen an einen Hautarzt zu wenden.

Der temporäre Haarausfall hingegen lässt sich recht effektiv auch in Eigenregie behandeln. Es gibt nämlich einige recht typische Ursachen und wenn diese gezielt angegangen werden, verschwindet meist auch das Problem Haarausfall.  

Stress

Eine der häufigsten Ursachen für vorübergehenden Haarausfall ist Stress. Seelische oder körperliche Belastungen, permanente Anspannung oder Frust machen dem Körper deutlich zu schaffen und dieser reagiert dann mit unterschiedlichen Symptomen. Bei diesen Symptomen kann es sich unter anderem um Schlafprobleme, Magenschmerzen, Heißhungerattacken oder eben auch um Haarausfall handeln.

Wichtig ist deshalb, den Stresspegel zu senken. Manchmal helfen dabei Entspannungstechniken wie autogenes Training oder Yoga, teilweise reicht es aber schon aus, die Lebens- und Arbeitsweise kritisch zu hinterfragen und die Prioritäten neu zu ordnen. 

Hormone und Medikamente

Ein weiterer sehr häufiger Grund für Haarausfall sind die Hormone. Viele Frauen leiden zeitweise unter Haarausfall, wenn sich der Hormonhaushalt umstellt, beispielsweise zu Beginn der Einnahme der Antibabypille, nach dem Absetzen von hormonellen Verhütungsmitteln oder nach dem Wechsel auf ein anderes Präparat, nach einer Schwangerschaft oder nach der Menopause.

Daneben können bestimmte Medikamente und Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes oder eine Schulddrüsenfehlfunktion einen vermehrten Haarverlust zur Folge haben.

Hat der Körper den Hormonhaushalt wieder reguliert, sich von einer Medikamenteneinnahme erholt oder ist er auf die vorliegende Stoffwechselerkrankung eingestellt, gehört meist auch der Haarausfall der Vergangenheit an.  

Mangelerscheinungen

Eine einseitige Ernährung, Diäten, aber auch der Konsum von zu viel Kaffee, Alkohol und Zigaretten können zu einem Nährstoffmangel führen. Um den Mangel auszugleichen, greift der Körper auf seine eigenen Mineralstoffdepots zurück. Zugeführte Mineralstoffe wiederum verwendet er, um lebenswichtige Funktionen zu sichern.

Die Folge davon ist, dass die Haare vermehrt ausfallen und eher schlecht nachwachsen. Um den Haarausfall zu stoppen und dazu beizutragen, dass die Haare kräftig und gesund wachsen können, sollte auf eine gesunde, ausgewogene und vollwertige Ernährung geachtet werden. Dabei sollten frisches Obst und Gemüse, Vollkornprodukte, Kartoffeln, Reis, Nudeln, Hülsenfrüchte, Fisch, mageres Fleisch und Joghurt regelmäßig auf dem Speiseplan stehen.

Ratsam ist außerdem, viel stilles Mineralwasser zu trinken. Dadurch wird der Körper nämlich zum einen mit wertvollen Mineralstoffen versorgt und zum anderen werden Schadstoffe schneller aus dem Körper gespült. Insgesamt gilt aber, dass die Ernährung Spaß machen und das Essen bewusst genossen werden sollte. Auf bestimmte Lebensmittel zu verzichten, nur weil diese eher ungesund sind, ist letztlich schädlicher als sich gelegentlich auch einmal kleine Sünden zu erlauben. Verbote verursachen nur neuen Stress, in Maßen ist deshalb alles erlaubt.

Einige meinen es übrigens besonders gut und greifen zu diversen Nahrungsergänzungsmitteln. Diese sind in den meisten Fällen jedoch nicht nur überflüssig, denn der Bedarf kann durch eine ausgewogene Ernährung im Normalfall problemlos gedeckt werden. Vielmehr kann sich eine Überdosis an bestimmten Vitaminen und Mineralstoffen sogar negativ auswirken und beispielsweise den Haarausfall noch verstärken.  

Zu viele Pflege- und Stylingprodukte

Die chemischen Inhaltsstoffe in Pflege- und Stylingprodukten, häufiges Toupieren und kräftiges Ziehen an den Haaren sowie die Hitze des Föhns und des Glätteisens können den Haaren und der Kopfhaut zu schaffen machen. Ist die Kopfhaut irritiert oder gar geschädigt, kann es passieren, dass die Haarfollikel nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden.

In der Folge werden die Haare spröde, brüchig oder fallen vermehrt aus. Um dem Haarausfall entgegenzuwirken, sollten am besten milde Shampoos mit natürlichen Inhaltsstoffen verwendet werden. Sehr gut geeignet sind beispielsweise Baby-Produkte oder Produkte mit basischen Zusätzen.

Spezielle Shampoos, Kuren und Tonika bewirken, dass die Durchblutung der Kopfhaut angeregt und die Nährstoffversorgung verbessert wird. Eine optimale Wirkung entfalten diese Spezialprodukte aber häufig nur bei gleichzeitiger Einnahme von Anti-Haarausfall-Präparaten.

Wie oft die Haare gewaschen werden, spielt im Hinblick auf den Haarausfall übrigens keine Rolle. Es ist also nicht notwendig, die Anzahl der Haarwäschen zu reduzieren oder zu erhöhen. Allerdings sollte auf starkes Rubbeln, grobes Bürsten, heiße Föhnluft, das Glatteisen und Stylingprodukte in größeren Mengen verzichtet werden.

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