Was steckt hinter der Volumetrics-Diät?

Was steckt hinter der Volumetrics-Diät? 

Wenn die Temperaturen steigen, die Kleidung kürzer und luftiger wird, die Badesaison bald anfängt und der Urlaub naht, beginnt regelmäßig auch die Zeit, in der Diäten hoch im Kurs stehen.

Viele wünschen sich, schnell noch ein paar überflüssige Pfunde loszuwerden, die Spuren der winterlichen Schlemmereien zu beseitigen und den Körper in Richtung Bikinifigur zu trimmen.

Die meisten wissen zwar, dass eine schnelle Gewichtsabnahme in kürzester Zeit wenig Sinn macht und in aller Regel auch nicht sehr lange anhält. Aber die Namen und die Versprechen so mancher Diät klingen einfach zu gut, um sie nicht doch auszuprobieren. Tatsächlich wäre es auch nicht richtig, alle Diäten über einen Kamm zu scheren, denn auch unter den Diäten gibt es gute und schlechte Ansätze.

Ein Beispiel für ein Ernährungskonzept, das bei der Gewichtsabnahme durchaus hilfreich sein kann, ist die Volumetrics-Diät. 

Was steckt hinter der Volumetrics-Diät?

Der Name Volumetrics-Diät wurde von der US-amerikanischen Ernährungsforscherin Barbara Rolls geprägt. Sie stellte eigenen Angaben zufolge in Versuchen fest, dass nicht der Kaloriengehalt darüber entscheidet, wann sich eine Person satt fühlt. Stattdessen sei die Menge und damit das Volumen der aufgegessenen Speisen das ausschlaggebende Kriterium. Würde eine Person vermehrt zu Lebensmitteln greifen, die wenig Kalorien enthalten, könnte diese Person die Anzahl der konsumierten Kalorien senken und dabei ohne hungern zu müssen trotzdem große Mengen essen können.

Dieser Ansatz klingt durchaus logisch und lässt sich an einem Beispiel gut verdeutlichen. Eine 150g-Portion Pommes Frites hat gut 430 Kalorien. Die gleiche Menge an Blattsalat liefert zusammen mit einem Joghurt-Dressing gerade einmal rund 70 Kalorien. Während die Pommes auf einem Teller nach recht wenig aussehen und schnell aufgegessen sind, wirken 150g Salat doch wie eine ordentliche Menge.

Um mit dem Salat die Kalorienmenge der Pommes zu erreichen, müssten rund sechs Portionen aufgegessen werden. Das Sättigungsgefühl würde sich aber vermutlich schon sehr viel früher einstellen, so dass deutlich weniger Kalorien aufgenommen werden würden. Im Unterschied dazu würde die Portion Pommes vermutlich nicht ausreichen, um davon tatsächlich satt zu werden.   

Wie wird die Volumetrics-Diät umgesetzt?

Bei der Volumetrics-Diät geht es also in erster Linie darum, Lebensmittel zu essen, die ein großes Volumen und gleichzeitig wenig Kalorien haben. Dies trifft besonders auf Lebensmittel zu, die viel Wasser enthalten. Wasser erhöht nämlich das Volumen, enthält selbst aber keine Kalorien. Zudem enthalten wasserreiche Lebensmittel meist wenig Fett und auch nur in Maßen Zucker.

Daher stehen bei der Volumetrics-Diät Obst, Gemüse und Salate ganz oben auf dem Speiseplan. Außerdem gehören Suppen zu den bevorzugten Gerichten, denn durch die enthaltende Flüssigkeit sehen Suppen nach mehr aus und sättigen folglich schneller, als wenn die gleichen Zutaten beispielsweise in Form eines Auflaufs auf den Tisch kommen. Die Volumetrics-Diät legt eine Liste zugrunde, in der Lebensmittel nach ihrer Energiedichte bewertet werden.

Die Energiedichte ist der Wert, der aussagt, wie viel Energie eine Zutat im Verhältnis zu ihrem Gewicht liefert. Anders als bei vielen anderen Diäten gibt es bei der Volumetrics-Diät aber keine Verbote und auch keine Mengenvorgaben oder Begrenzungen. Selbst Gerichte wie Pizza dürfen gegessen werden. Allerdings wird dann empfohlen, die Pizza mit frischen Tomaten, Gurken und anderem Gemüse zu belegen. Durch diesen zusätzlichen, gesunden und wasserreichen Belag vergrößert sich das Volumen der Pizza und gleichzeitig sinkt automatisch ihre Kaloriendichte deutlich.

Obwohl der Esser vermutlich volumenmäßig die gleiche Menge isst, nimmt er dadurch bis zum Erreichen des Sättigungsgefühls also weniger Kalorien auf. Bei einer Süßspeise wiederum lässt sich dieser Effekt erzielen, indem beispielsweise Beeren hinzugefügt werden. Auch durch das Obst vergrößert sich die Menge, während die Kaloriendichte sinkt. Nach diesem Prinzip können nahezu alle Speisen und Gerichte im Hinblick auf die Ernährungsphysiologie verbessert werden.

Wird hingegen einfach nur die Menge an Nahrung reduziert, wie oft bei anderen Diäten üblich, bleibt vielfach ein Gefühl von Hunger zurück. Nahrungsmittel, die vom Speiseplan gestrichen werden, führen wiederum häufig dazu, dass die Nahrungsaufnahme als unbefriedigend empfunden wird und die Lust auf gerade die verbotenen Lebensmittel steigt. 

Wie lautet das Fazit zur Volumetrics-Diät?

Allein durch viel Wasser wird auf Dauer niemand satt. Studien haben zwar gezeigt, dass Menschen durch einen Blick auf den Teller abschätzen, ob sie von einem Gericht satt werden oder ob nicht. Entscheidend ist dabei zunächst einmal tatsächlich die Menge, die sich auf dem Teller befindet, und nicht wie viele Kalorien das Gericht enthält. Trotzdem spielt auch die Zusammensetzung der Speisen eine Rolle, insbesondere wenn es darum geht, wie lange das Sättigungsgefühl anhält.

Die Volumetrics-Diät ist vom Prinzip her letztlich keine Diät, sondern vielmehr ein Ernährungskonzept. Dabei ist das Konzept nicht neu, sondern hat nur einen neuen Namen bekommen. Wer die Ratschläge berücksichtigt, wird zwangsläufig vermehrt zu frischen und gesunden Lebensmitteln greifen, die wenig Fett und Zucker enthalten, den Körper aber mit Vitaminen und Ballaststoffen versorgen.

Ein großer Pluspunkt der Volumetrics-Diät besteht darin, dass sie keine Verbote enthält, also weder bestimmte Nahrungsmittel komplett vom Speiseplan verbannt noch die erlaubten Mengen vorschreibt. Sie setzt zudem nicht wie andere Diäten auf eine einseitige Ernährung, so dass auch keine Mangelerscheinungen zu befürchten sind.

Eine Gewichtsabnahme stellt sich dann ein, wenn dem Körper weniger Kalorien zugeführt werden als er verbraucht. Dies wiederum ist mit der Volumetrics-Diät langfristig auf gesunde Art, ohne allzu große Verzichte und ohne hungern zu müssen zu erreichen.

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