Tipps zur Haarpflege sortiert nach Haartypen

Tipps zur Haarpflege, sortiert nach Haartypen 

Die einen tragen ihre Haare kurz, die anderen bevorzugen eine lange Mähne. Die einen erfreuen sich an sanften Wellen oder ausgeprägten Locken, die anderen rücken ihren Haaren mit dem Glätteisen zu Leibe. Die einen stehen auf ihre natürliche Haarfarbe, die anderen experimentieren in Sachen Haarfarben gerne herum. 

Aber egal auf welche Frisur die Wahl fällt und egal ob Mann oder Frau, gilt: Haare brauchen die richtige Pflege, damit der Look perfekt wird und möglichst lange bleibt.

Die folgende Übersicht verrät daher bewährte Tipps zur Haarpflege,
sortiert nach Haartypen:

Dünne Haare

neigen dazu, scheinbar schlaff, platt und kraftlos herunterzuhängen. Um der Optik auf die Sprünge zu helfen, ist es deshalb ratsam, ein Volumenshampoo zu benutzen. Die Inhaltsstoffe in einem solchen Shampoo verleihen den Haaren mehr Volumen und mehr Sprungkraft. Neben Shampoos sind auch verschiedene andere Pflege- und Stylingprodukte erhältlich, die das Haar voluminöser und kräftiger aussehen lassen.

Insgesamt sollte es aber auch nicht übertrieben werden. Zu viele Produkte auf einmal können das Haar nämlich beschweren und am Ende noch platter herunterhängen lassen. Durch den richtigen Schnitt kann ebenfalls etwas mehr Volumen vorgetäuscht werden. Statt einer Mähne mit gleichlangen Haaren bietet sich beispielsweise ein pfiffiger Stufenschnitt an.

Gekämmt werden sollten dünne Haare am besten mit einem Kamm aus Horn oder einer Bürste mit Naturborsten. Kunststoffkämme und Plastikbürsten sind bei dünnen Haaren weniger gut geeignet.  

Fettige Haare

verlangen ein leichtes und mildes Shampoo, das die Haare nicht beschwert und die Kopfhaut nicht reizt. Neigen die Haare dazu, schnell fettig zu werden, hilft nämlich letztlich nur, sie täglich zu waschen. Es werden zwar immer wieder Tipps und Hausmittelchen genannt, die angeblich bei fettigen Haaren helfen sollen.

In der Praxis funktionieren sie aber so gut wie nie. Ein typischer Ratschlag lautet beispielsweise, etwas Babypuder im Haar zu verteilen. Fettige Haare sind das Ergebnis der Talgproduktion. Babypuder dämmt die Talgproduktion aber nicht ein, sondern könnte schlimmstenfalls dazu führen, dass die Talgdrüsen verstopfen und sich entzünden.

Davon abgesehen könnte das Haar durch die Puderschicht matt und spröde aussehen.   

Trockene und strapazierte Haare

brauchen besonders viel Pflege. Sie sollten mit einem Shampoo gewaschen werden, das pflegende Inhaltsstoffe enthält und Feuchtigkeit verleiht. Auch Shampoos auf Basis von Öl oder mit rückfettenden Zusätzen sind gut geeignet. Um das Pflege- und Verwöhnprogramm zu unterstützen, sollten regelmäßig eine Spülung und gelegentlich eine intensive Haarkur zum Einsatz kommen.

Auf den Föhn, den Lockenstab und das Glatteisen sollte bei trocknen Haaren verzichtet werden. Die Hitze trocknet die Haare nämlich nur noch mehr aus. Für strapazierte Haare gilt im Prinzip dasselbe wie für trockene Haare.

Auch strapaziertes Haar möchte intensiv gehegt und gepflegt werden. Spezielle Shampoos, Pflege- und Stylingprodukte für strapaziertes Haar helfen ihm aber recht schnell dabei, sich zu regenerieren und seinen weichen Griff sowie seinen Glanz zurückzubekommen. 

Lockige und krause Haare

sehen zwar toll aus und besonders wer glatte Haare hat, wird beim Anblick einer üppigen Lockenpracht mitunter ganz schön neidisch. Aber wellige, lockige und krause Haare sind recht anspruchsvoll. Sie neigen dazu, schnell trocken zu werden, brüchig und spröde zu sein und lassen sich manchmal kaum bändigen.

Generell empfehlen sich bei Locken und krausem Haar neben Spezialprodukten Pflege- und Stylingprodukte mit einem höheren Öl- oder Fettanteil. Sehr gut geeignet ist beispielsweise eine Haarcreme oder eine Pomade. In das leicht feuchte Haar einmassiert, definiert sie die Lockenpracht und sorgt für einen wunderbaren Glanz.

Lockige und krause Haare sollten zudem an der Luft trocknen können. Der Föhn würde sie nämlich zusätzlich aufplustern und dadurch wuschelig aussehen lassen. 

Schuppen

sind zweifelsohne sehr unangenehm, vor allem wenn die kleinen weißen Plättchen herunterrieseln und für alle sichtbar auf dem dunklen Pullover liegen bleiben. Schuppen sind aber in den Griff zu bekommen. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Ursache für die Schuppen geklärt wird. Manchmal reagiert die Kopfhaut dann mit Schuppen, wenn sie ein Haarpflege- oder Stylingprodukt nicht verträgt.

In diesem Fall verschwinden die Schuppen meist wieder von alleine, wenn das jeweilige Produkt nicht mehr verwendet wird. Neben einem Hefepilz kann aber auch eine andere Erkrankung der Auslöser für Schuppen sein.

Ratsam ist deshalb, den Hausarzt oder einen Hautarzt aufzusuchen. Der Arzt kann nicht nur die Diagnose stellen, sondern auch beurteilen, ob ein spezielles Präparat aus der Apotheke notwendig ist oder ob ein gewöhnliches Anti-Schuppen-Shampoo ausreicht. 

Haarausfall

Im Durchschnitt fallen jeden Tag zwischen 80 und 100 Haare aus. Diese Haare sind aber nicht wirklich verloren, sondern werden durch neue Haare ersetzt. Wenn sich nach dem Kämmen also Haare in der Bürste, im Kamm oder im Waschbecken befinden, ist das zunächst einmal völlig normal. Problematisch wird es dann, wenn es mehr als 100 Haare sind und das Haar stellenweise oder insgesamt schütter wird.

Ähnlich wie bei Schuppen kann es auch für den Haarausfall verschiedene Ursachen geben. Bei Frauen sind oft hormonelle Schwankungen schuld, bei Männern sind es häufig die Gene. Das Thema Haarausfall ist bislang aber nur ansatzweise erforscht. Auch ein Mittel, um Haarausfall zu verhindern, zu stoppen und die verlorene Haarpracht wieder herzustellen, gibt es bisher nicht. Allerdings ist es möglich, den Haarausfall etwas zu verlangsamen.

So gibt es spezielle Präparate, oft mit Koffein als Inhaltsstoff, die die Durchblutung der Kopfhaut ankurbeln und so auch die Aktivität der Haarwurzeln fördern. Eine ähnliche Wirkung lässt sich durch regelmäßige Kopfmassagen erzielen.

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