Wirkstoffe in Kosmetika für Männer

Die häufigsten Wirkstoffe in Kosmetika für Männer in der Übersicht 

Die Zeiten, in denen das Pflegeprogramm von Männern lediglich das Waschen und eine Rasur umfasste, sind lange vorbei. Umfragen zeigen immer wieder, dass Männer mindestens genauso viel Zeit im Badezimmer verbringen wie Frauen, und auch die Umsätze von Kosmetika für Männer sprechen eine eindeutige Sprache. 

Dabei hat es durchaus auch einen Sinn, dass es spezielle Männerkosmetika gibt, denn zwischen Frauen- und Männerhaut gibt es Unterschiede. So ist Männerhaut verglichen mit Frauenhaut dicker, hat ein festeres Bindegewebe, enthält mehr Kollagen, kann Wasser besser speichern, hat mehr Schweißdrüsen, produziert mehr Talg und ihr Fettfilm ist ausgeprägter. Deshalb unterscheidet sich Männerkosmetika nicht nur im Geruch, sondern oft auch im Hinblick auf die Inhaltsstoffe von Pflegeprodukten für Frauen.

Einige der häufigsten Wirkstoffe in Kosmetika
für Männer stellt die folgende Übersicht vor:
 

Aloe Vera

Aloe Vera ist so etwas wie eine Wunderwaffe. So soll das Gel, das die Pflanze bildet, die Haut mit Feuchtigkeit versorgen, sie beruhigen und sie bei der Regenerierung unterstützen. Aufgebracht auf Wunden, soll Aloe Vera die Wundheilung fördern.

Wegen der heilsamen, lindernden Wirkung kommt Aloe Vera deshalb auch bei einem Sonnenbrand oder bei Insektenstichen zur Anwendung. Mittlerweile hat Aloe Vera aber nicht nur als Wirkstoff in Kosmetika Karriere gemacht, sondern ist auch als Saft erhältlich und als Zutat in beispielsweise Joghurts zu finden. Innerlich angewendet soll Aloe Vera Bakterien, Viren und Pilze abwehren und das Immunsystem stärken.  

Adstringenzien

Zu den Adstringenzien gehören Gerbstoffe wie Alaun, Eichenrinde, Silbernitrat oder Tannine. Wenn die Haut mit Adstringenzien in Kontakt kommt, ziehen sich die Poren zusammen und die Proteine flocken aus. Dies hat zur Folge, dass kleine Blutungen gestillt und Entzündungen gehemmt werden. Nässende oder juckende Haut trocknet aus.

Da sich auch die Schweißdrüsen zusammenziehen, wird außerdem der Schweißfluss gebremst. Aus diesem Grund sind Adstringenzien unter anderem in Mundwasser, in Aftershaves und in Deos enthalten.   

Fruchtsäuren

Apfelsäure, Glycolsäure, Milchsäure, Weinsäure, Zitronensäure und andere organische Fruchtsäuren werden im Kosmetikbereich verwendet, um die äußerste Hautschicht abzutragen und gleichzeitig die Zellerneuerung anzuregen. Mithilfe von Fruchtsäuren werden aber nur nicht die äußerste Hautschicht und die Hornhaut abgeschält, sondern auch kleine Narben können abgeflacht und Fältchen, Pigmentflecken und Hautunreinheiten gemildert werden.

Da die Säuren gleichzeitig die Haut dazu regen, neue Zellen zu bilden, wirkt das Hautbild gleichmäßiger, glatter und straffer. Hautärzte und Kosmetikinstitute arbeiten mit Fruchtsäure-Peelings, bei denen die jeweilige Fruchtsäure in hochkonzentrierter Form aufgebracht wird.

Für den Hausgebrauch sind Kosmetika erhältlich, die je nach Anteil der Fruchtsäuren entweder als Kur für einen begrenzten Zeitraum oder dauerhaft angewendet werden können.   

Hyaluron

Die große Stärke von Hyaluron, das aus chemischer Sicht das Natriumsalz der Hyaluronsäure ist, liegt darin, dass es enorm große Wassermengen speichern kann. Die Kosmetikindustrie macht sich diese Eigenschaft zunutze. Die Kosmetika, die als Wirkstoff Hyaluron enthalten, sollen die Haut in erster Linie mit Feuchtigkeit versorgen und geschmeidig machen.

Daneben sollen die Kosmetikprodukte das Bindegewebe straffen und Falten entgegenwirken, denn auch diese Eigenschaften werden Hyaluron nachgesagt. Der Wirkstoff kommt aber nicht nur im Kosmetikbereich zur Anwendung.

In der Schönheitschirurgie wird er als Anti-Falten-Mittel gespritzt und bei Brustvergrößerungen verwendet, in der Zahnmedizin kommt Hyaluron bei der Behandlung von Paradontitis zum Einsatz. 

Q10

Der Wirkstoff Q10 findet sich in den Zutatenlisten auf Kosmetikverpackungen auch unter den Bezeichnungen Coenzym Q10, Ubiquinon oder Idebenone. Q10 ist eine körpereigene Substanz und als Coenzym dafür zuständig, über die Nahrung aufgenommene Energie in Körperenergie umzuwandeln. Außerdem setzt Q10 freie Radikale außer Gefecht und schützt die Zellen.

Mit zunehmendem Alter und durch Faktoren wie körperliche Anstrengung oder Stress reduziert sich der körpereigene Q10-Vorrat aber.

Um die Reserven aufzustocken, kann Q10 über Nahrungsmittel wie Nüsse, Hülsenfrüchte, pflanzliche Öle, ölreiche Fischsorten oder Leber aufgenommen werden. In Kosmetikprodukten soll Q10 bei trockener Haut helfen, den Schutz vor schädlichen Umwelteinflüssen erhöhen und Falten entgegenwirken.  

Retinol

Retinol, auf Kosmetikverpackungen auch als Vitamin A, Vitamin A1, Retinaldehyd oder Retynyl Palmitate ausgewiesen, gehört zu den Klassikern unter den Wirkstoffen. Retinol regt die Neubildung von Kollagen und Elastin an, fördert die Produktion neuer Zellen und unterstützt die Haut dabei, Hautschäden zu reparieren.

Deshalb sollen Kosmetika mit diesem Wirkstoff die Haut straffen, Falten entgegenwirken, für einen frischen Teint sorgen und Pigmentflecken mildern. Wichtig zu wissen ist aber, dass Produkte, die Retinol enthalten, nicht zusammen mit fruchtsäurehaltigen Kosmetika verwendet werden sollten, denn diese beiden Inhaltsstoffe heben ihre Wirkung gegenseitig auf.   

Urea

Urea ist Harnstoff. In Kosmetikprodukten wird Urea verwendet, um Verhornungen zu lösen und die Haut dadurch weicher und aufnahmefähiger für andere Inhaltsstoffe zu machen.

Außerdem unterstützt Urea die Haut dabei, Wasser zu binden und zu speichern. Deshalb wirkt die Haut glatter, geschmeidiger und weniger trocken. Daneben wird Urea nachgesagt, dass es Juckreiz lindert und Bakterien sowie Pilze auf der Haut bekämpft.

Kosmetikprodukte mit dem Wirkstoff Urea werden deshalb gerne bei trockener, schuppiger, empfindlicher und gestresster Haut empfohlen.

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