Rezept für einen Conditioner mit Leinsamen

Rezept für einen Conditioner mit Leinsamen

Vor allem trockenes und strapaziertes Haar profitiert von den sogenannten Leave-in-Conditionern. Leave-in-Conditioner sind Haarkuren, die nicht ausgewaschen werden, sondern für eine noch intensivere Pflegewirkung im Haar verbleiben. So eine Haarkur lässt sich problemlos und mit ganz wenigen Zutaten selbst herstellen. Das vermeidet unnötige Inhaltsstoffe und schont nebenbei auch den Geldbeutel.

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Rezept für einen Conditioner mit Leinsamen

In diesem Beitrag stellen wir ein Rezept für einen Conditioner mit Leinsamen vor!:

Simples Öl als Conditioner

Wer es sich ganz einfach machen möchte oder eine schnelle Sofort-Lösung braucht, kann einen Blick in seinen Badezimmer- oder Küchenschrank werfen. Denn viele natürliche Pflanzenöle eignen sich hervorragend als pflegende Conditioner. Je nach Bedarf und Struktur der Haare kann nur ein einzelnes Öl oder eine selbst zusammengestellte Mischung zum Einsatz kommen.

Bei feinem Haar bietet sich ein leichtes Öl wie Jojoba-, Traubenkern- oder Arganöl an. Ist das Haar dick, sehr trocken oder beschädigt, darf es ein schwereres Öl sein. Oliven-, Mandel- oder Kokosöl zum Beispiel pflegt die Haare intensiv.

Für die Anwendung als Leave-in-Conditioner werden ein paar Tropfen von dem Pflanzenöl auf die Finger gegeben und anschließend in das frisch gewaschene, noch leicht feuchte Haar einmassiert. Ist das Haar recht dünn oder brauchen vor allem die Längen und die Haarspitzen Hilfe, kann das Haar nur im unteren Bereich aufgetragen werden.

Generell ist wichtig, sparsam mit dem Öl umzugehen. Wenige Tropfen reichen völlig aus. Sollte die Menge doch etwas zu viel gewesen sein, so dass die Haare kaum trocknen wollen und sich schwer, klebrig und ölig anfühlen, kann das überschüssige Öl einfach mit warmem Wasser wieder ausgewaschen werden.

Eine reichhaltige Haarkur kann auch Kakao- oder Sheabutter enthalten. Dafür werden die Butter und ein Pflanzenöl zu gleichen Anteilen in ein Gefäß gegeben und im Wasserbad erhitzt. Wenn die Shea- oder Kakaobutter geschmolzen ist und sich gleichmäßig mit dem Öl vermischt hat, ist der Conditioner fertig.

Ein Conditioner mit Leinsamen

Leinsamen verorten die meisten vermutlich in der Küche. Schließlich werden Leinsamen gerne für Brot, Brötchen und Cracker, in Suppen oder im Müsli verwendet. In der veganen Küche wird Leinsamen auch als Ei-Ersatz genutzt.

Doch Leinsamen machen in Kosmetikprodukten und bei der Haarpflege eine mindestens genauso gute Figur.

Denn Leinsamen ist reich an Nährstoffen, die das Haar kräftigen, pflegen und dünnem Haar Volumen verleihen. Zu den enthaltenen Nährstoffen gehören unter anderem Magnesium, Kupfer, Selen und Omega-3-Fettsäuren. Verbleibt die Haarkur als Leave-in-Conditioner im Haar, können die wertvollen Inhaltsstoffe besonders gut wirken.

Die Zutaten

Für den Conditioner mit Leinsamen werden benötigt:

  • 20 Gramm Leinsamen

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  • 200 Milliliter Wasser

  • optional: 1 Esslöffel Pflanzenöl und/oder 2 bis 3 Tropfen ätherisches Öl

  • kleiner Kochtopf und Kochlöffel

  • feines Sieb

  • Stabmixer

Die angegebenen Mengen reichen je nach Haarlänge für zwei bis vier Anwendungen aus. Allerdings hält sich der fertige Conditioner im Kühlschrank nur ungefähr vier Tage. Wer möchte, kann deshalb gleich eine etwas größere Menge herstellen und den Conditioner anschließend portionsweise einfrieren. So ist ein kleiner Vorrat vorhanden und kann für die Verwendung jeweils aufgetaut werden.

Die Herstellung

Die Basis für den Conditioner bildet ein Gel aus den Leinsamen. Dafür die Leinsamen zusammen mit dem Wasser in einen Topf geben und einmal kurz aufkochen lassen. Anschließend die Mischung ungefähr 20 Minuten lang bei kleiner Hitze leicht köcheln lassen. Zwischendurch immer mal wieder umrühren, damit die Leinsamen nicht am Topfboden anhaften.

Das Gel ist fertig, wenn sich die Flüssigkeit im Topf als zähflüssige Schicht um den Kochlöffel legt und daran kleben bleibt. Je nach Leinsamensorte kann das kürzer oder länger dauern. Heller Leinsamen geliert meist etwas schneller als dunkler Leinsamen.

Tipp:

Wer sich das Kochen sparen möchte, kann den Leinsamen in ein Gefäß geben, mit kochendem Wasser übergießen und einfach mehrere Stunden lang, zum Beispiel über Nacht, stehen lassen. Dadurch quillt der Leinsamen auf und das benötigte Gel entsteht ganz von selbst.

Das Leinsamen-Gel wird nun durch ein feines Sieb gegeben. Die gequollenen Leinsamen werden für den Conditioner nicht benötigt, können in der Küche aber wie gewohnt weiterverarbeitet werden.

Sollte das Gel so fest sein, dass sich die Körner nicht von der Masse trennen, die Mischung noch einmal zurück in den Topf geben und unter ständigem Rühren in kleinen Mengen kochendes Wasser hinzufügen, bis das Gel wieder etwas flüssiger ist.

Das Leinsamen-Gel muss dann abkühlen. Wer möchte, kann zum Schluss Pflanzenöl und wenige Tropfen ätherisches Öl unterrühren. Das klappt am besten mit einem Stabmixer.

Für die Anwendung die Haare zunächst wie gewohnt waschen und mit dem Handtuch etwas trocken rubbeln. Anschließend den Conditioner in die Haare geben und gut verteilen. Der Conditioner wird nicht ausgewaschen, sondern bleibt im Haar.

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Sabine Scheuerhagen, 52 Jahre, Inhaberin eines Beauty- Salons, Karina Michewski, 38 Jahre, Drogistin und Laura Bochte, 35 Jahre Beauty- und Wellnessfachkraft, sowie Christian Gülcan, Betreiber und Redakteur dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes, Anleitungen und Ratgeber zum Thema Kosmetik, Gesundheit und Wellness.

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