Rezept: Lippenpflege mit Propolis

Rezept: Lippenpflege mit Propolis

Wer sich mit Naturkosmetik befasst, wird öfter auf Propolis treffen. Denn weil das Bienenharz Bakterien, Pilzen und Viren entgegenwirkt, die Erneuerung der Hautzellen fördert, Entzündungen hemmt und eine beruhigende, schützende und pflegende Wirkung hat, wird es sehr gerne verwendet. Dabei gibt es eine Vielzahl von Kosmetikprodukten, die Propolis enthalten können. Dazu gehören Tinkturen oder Cremes und Salben genauso wie Mundwasser und Zahnpasta.

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Rezept Lippenpflege mit Propolis

Wir stellen in diesem Beitrag ein Rezept für eine Lippenpflege mit Propolis zum Selbermachen vor!:

Was ist Propolis?

Propolis ist eine harzige Substanz, die Bienen produzieren. Dazu sammeln sie Harz von Buchen, Birken, Pappeln, Erlen, Fichten und anderen Bäumen und vermischen es mit Wachs, Pollen, Ölen aus Blütenknospen und Speichel. Auf diese Weise entsteht eine Masse, die die Bienen nutzen, um Ritze und Spalten im Bienenstock abzudichten und die Wabenzellen für die Brut mit einem dünnen Schutzfilm zu überziehen.

In einem Bienenstock ist es mit einer Temperatur von rund 35 Grad Celsius recht warm. Gleichzeitig leben auf sehr engem Raum viele Tiere zusammen. Bakterien, Pilze und Viren könnten sich so schnell ausbreiten.

Durch das Abdichten des Bienenstocks mit Propolis schützen die Bienen sich und ihre Nachkommen. Weil Propolis eine harzige Dichtmasse ist, wird es auch als Bienenharz, Kittharz oder Stopfwachs bezeichnet.

Die Menschen nutzen Propolis schon seit der Antike als Heilmittel. Es gehört zu den wichtigsten Antibiotika aus der Natur. Gerade in der heutigen Zeit, in der sich immer mehr resistente Keime bilden und viele Leute nicht ständig zu Chemiekeulen greifen möchten, gewinnen solche Naturprodukte wieder an Bedeutung.

Propolis enthält über 270 verschiedene Inhaltsstoffe. Verbindliche Standards gibt es aber nicht, denn die genaue Zusammensetzung wird immer davon beeinflusst, in welcher Region die Bienen leben. Angewendet wird das Bienenharz beispielsweise, um Erkältungen vorzubeugen, bei Halsschmerzen, entzündeten Schleimhäuten im Mund- und Rachenraum, zur Behandlung von Ekzemen und Insektenstichen oder bei Herpes.

Weil Propolis ein reines Naturprodukt mit vielen Inhaltsstoffen ist, kann es Allergien auslösen. Schwangere, Stillende und Babys unter einem Jahr sollten generell kein Propolis zu sich nehmen.

Propolis-Tinktur selber machen

Für die Lippenpflege brauchen wir eine Propolis-Tinktur. Wie das Harz selbst gibt es auch die Tinktur beim Imker fertig zu kaufen. Aber die Tinktur lässt sich auch ganz einfach selbst herstellen.

Dazu werden

  • 10 Gramm Propolis-Harz und

  • 100 Gramm Alkohol mit mindestens 80 Volumenprozent

in eine verschließbare Flasche gegeben. Dann die Flasche vier Wochen lang an einen hellen Ort, aber nicht in der direkten Sonne, stehen lassen und immer wieder gut durchschütteln. Im Laufe der Zeit verfärbt sich die Flüssigkeit dunkel. Nach den vier Wochen die Tinktur durch ein Sieb schütten und in dunkle Fläschchen umfüllen. Wer möchte, kann die Lösung mit destilliertem Wasser etwas verdünnen.

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Die Propolis-Tinktur kann tropfenweise getrunken werden. Eine andere Möglichkeit ist, sie mit Wasser vermischt als Mundspülung zu verwenden oder erkrankte Körperstellen damit abzutupfen. Oder die Tinktur wird eben in Cremes, Salben und anderen Kosmetika verarbeitet.

Rezept: Lippenpflege mit Propolis

Viele Menschen haben eine recht empfindliche Lippenhaut, die zu Trockenheit und Rissen neigt. Ein Lippenbalsam mit Propolis repariert und schützt die Lippen. Unterstützt durch Ringelblumenöl, sorgt der Balsam dafür, dass die Lippen wieder geschmeidig werden und nachhaltig gepflegt sind.

Dabei werden für die Lippenpflege nur sehr wenige Zutaten und Hilfsmittel benötigt, nämlich:

  • 25 Tropfen Propolis-Tinktur

  • 20 Gramm Ringelblumenöl

  • 10 Gramm Kakaobutter

  • 10 Gramm Bienenwachs

  • feuerfestes Gefäß, Topf und Rührwerkzeug

  • 5 leere Lippenstifthülsen

Die angegebenen Mengen reichen für ungefähr fünf Pflegestifte aus. Wer eine kleinere oder größere Stückzahl herstellen möchte, kann die Zutaten einfach entsprechend umrechnen.

So geht’s

Für die Lippenpflege wird zuerst ein Ölauszug mit den Ringelblumen gemacht. Dafür werden 100 Milliliter Pflanzenöl wie zum Beispiel Sonnenblumen- oder Rapsöl in einen Topf gegeben und langsam erwärmt. Das Öl soll warm, aber nicht heiß sein. Schließlich sollen die Blüten nicht frittiert werden.

In das warme Öl kommt dann eine gute Handvoll Ringelblumenblüten. Anschließend die Blüten mindestens eine Stunde lang in dem Ölbad ziehen lassen. Danach den Ölauszug durch ein feines Sieb schütten. Das Öl, das für die Lippenpflege nicht benötigt wird, kann nach dem Abkühlen in eine dunkle Flasche umgefüllt und später für andere DIY-Kosmetik verarbeitet werden.

Tipp:

Wer sich die Arbeit mit dem Ringelblumenöl nicht machen möchte, kann stattdessen auch Mandelöl verwenden.

Jetzt wird das Ringelblumenöl zusammen mit dem Bienenwachs in ein feuerfestes Gefäß gegeben und in ein Wasserbad gestellt, bis das Wachs geschmolzen ist. Dann kann der Herd ausgeschaltet werden, der Topf bleibt aber noch auf der warmen Herdplatte stehen.

Der Öl-Wachs-Mischung wird nun die Kakaobutter hinzugefügt und unter Rühren geschmolzen. Wenn sich die drei Zutaten miteinander verbunden haben, den Topf vom Herd nehmen. Zum Schluss wird die Propolis-Tinktur eingerührt.

Danach wird der recht flüssige Balsam direkt in die Lippenstifthülsen umgefüllt. Wenn er abgekühlt ist, wird er zu einer geschmeidigen, ausreichend festen Pflege, der sich gut auf die Lippen auftragen und verteilen lässt.

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Sabine Scheuerhagen, 52 Jahre, Inhaberin eines Beauty- Salons, Karina Michewski, 38 Jahre, Drogistin und Laura Bochte, 35 Jahre Beauty- und Wellnessfachkraft, sowie Christian Gülcan, Betreiber und Redakteur dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes, Anleitungen und Ratgeber zum Thema Kosmetik, Gesundheit und Wellness.

Ein Gedanke zu „Rezept: Lippenpflege mit Propolis“

  1. Meine Tochter ist allergisch gegen das meiste Balsam für die Lippen und deshalb werde ich wohl oder übel nach Alternativen suchen müssen.
    Ich habe schon immer gerne rumexperimentiert, werde das fertige Produkt dann wohl aber doch erstmal an mir testen – Allergene enthält ohnehin keine und damit sollte sie dann auch klarkommen.

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