DIY-Kosmetik mit Kürbis: Rezept für eine Körperbutter

DIY-Kosmetik mit Kürbis: Rezept für eine Körperbutter

Spätestens, wenn sich das Laub bunt verfärbt, die Tage immer kürzer werden und die Temperaturen zunehmend sinken, beginnt die Zeit der Kürbisse. Im Herbst und Winter steht das gesunde Gemüse in vielen verschiedenen Varianten auf dem Speiseplan. So zum Beispiel als cremige Suppe, als Beilage zu Fleisch oder auch als Kuchen und Konfitüre.

DIY-Kosmetik mit Kürbis Rezept für eine Körperbutter

Doch Kürbisse machen nicht nur in der Küche eine gute Figur. Ihre wertvollen Inhaltsstoffe bescheren der Haut ebenso ein tolles Pflege- und Verwöhnprogramm. Wer das nächste Mal Kürbis zubereitet, kann sich also eine kleine Portion davon zur Seite legen und daraus DIY-Kosmetik herstellen.

Ein Rezept dafür stellen wir in diesem Beitrag vor!:

Die Zutaten für eine Körperbutter mit Kürbis

  • 50 g Kürbis, zum Beispiel Hokkaido oder Butterkürbis

  • 100 ml Sonnenblumenöl

  • 100 g Sheabutter

  • 1 Zimtstange

Außerdem werden ein Topf mit Wasser und ein Gefäß fürs Wasserbad, der Pürierstab, ein Sieb, eine Schüssel sowie saubere Gläser oder Tiegel benötigt, in die die Körperbutter abgefüllt werden kann.

Die Zubereitung einer Körperbutter mit Kürbis

Kürbisse enthalten Vitamine und Mineralstoffe, Antioxidantien und Beta-Karotin. Verarbeitet in Kosmetik, spenden Kürbisse der Haut reichlich Feuchtigkeit. Außerdem sorgen sie für einen frischen und strahlenden Teint.

Gerade in der kalten Jahreszeit, in der die Haut mit Kälte draußen und trockener Heizungsluft drinnen zurechtkommen muss, ist eine cremige Körperbutter, die die Haut mit Feuchtigkeit versorgt und rückfettend wirkt, eine echte Wohltat.

Zusammen mit dem wunderbaren Duft nach Zimt kommt auch gleich eine winterliche Stimmung auf.

  1. Schritt: einen Kürbis-Öl-Auszug machen

Für die Körperbutter wird zunächst ein Auszug aus dem Kürbis hergestellt. Dafür das Kürbisfleisch in Würfel schneiden und zusammen mit dem Sonnenblumenöl in ein Gefäß geben. Anschließend die beiden Zutaten mit dem Pürierstab fein und gleichmäßig pürieren. Dann kann die Zimtstange im Ganzen mit ins Gefäß gegeben werden.

Die Kürbis-Öl-Mischung wird nun für ungefähr 45 Minuten ins Wasserbad gestellt. Bei niedriger Hitze können die Inhaltsstoffe aus dem Kürbis und der Zimtstange so ins Öl übergehen.

Danach wird der Auszug durch ein feines Sieb gefiltert. Wer den Kürbis sehr fein püriert oder nur ein Sieb mit größeren Löchern zur Hand hat, kann das Sieb mit einem Kaffeefilter auslegen.

Für die Körperbutter geht es gleich nur mit dem Kürbisöl weiter. Das Kürbispüree aber trotzdem (noch) nicht wegwerfen. Es kann nämlich noch verwendet werden. Doch dazu später mehr.

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  1. Schritt: die Körperbutter anrühren

Zu dem Kürbisöl wird nun die Sheabutter hinzugefügt. Anschließend kommt das Gefäß zurück ins Wasserbad und bleibt dort solange, bis die Sheabutter flüssig ist. Wichtig dabei ist, die Temperatur niedrig zu halten und die Sheabutter nur langsam zu schmelzen. Denn sie ist sehr sensibel und verträgt keine große oder plötzliche Hitze. Außerdem darf kein Wasser ins Gefäß gelangen.

Ist die Sheabutter flüssig, wird die Mischung einmal gut durchgerührt. Danach wird sie in eine saubere Schüssel umgefüllt und für eine gute Stunde zum Abkühlen in den Kühlschrank gestellt.

Tipp: Wer seine Körperbutter noch duftender haben möchte, kann ein paar Tropfen ätherisches Öl in Bio-Qualität in die warme Öl-Sheabutter-Mischung rühren. Zum winterlichen Aroma von Kürbis und Zimt passt zum Beispiel Vanille, Sternanis, Orange oder Mandarine sehr gut.

  1. Schritt: die Körperbutter umfüllen

Wenn die Körperbutter erkaltet ist, wird sie mit dem Pürierstab noch einmal gut durchgerührt. Durch dieses Aufschlagen bekommt sie eine wunderbare cremige Konsistenz.

Anschließend kann die selbstgemachte Körperbutter in die vorbereiteten Gläser oder Tiegel umgefüllt werden. Die Gefäße dabei am besten vorher auskochen, damit sie wirklich sauber und keimfrei sind.

Verschlossen hält sich die Körperbutter an einem kühlen Ort mehrere Wochen lang.

Zusatz-Tipp: Das Fruchtfleisch als Gesichtsmaske verwerten

Das Kürbisfleisch, das vom Ölauszug übrig geblieben ist, eignet sich prima für eine pflegende Gesichtsmaske. Dafür werden zwei Esslöffel vom Kürbisfleisch mit einem Teelöffel Honig vermischt. Wer möchte, kann auch etwas Quark hinzufügen.

Die Maske wird dann auf dem Gesicht und dem Dekolleté verteilt. Den Mund und die Augenpartie dabei aussparen. Nach einer Einwirkzeit von etwa 15 Minuten wird die Maske mit viel lauwarmem Wasser sorgfältig abgespült.

Wer anstelle einer Maske lieber ein Peeling möchte, rührt in das Kürbisfleisch Salz oder Zucker ein. Sollte die Masse zu trocken sein, kann etwas Öl hinzugefügt werden. Mit dem Peeling kann die Haut unter der Dusche sanft abgerubbelt werden, um so abgestorbene Hautschüppchen zu entfernen.

Die Maske und auch das Peeling enthalten keinerlei Konservierungsstoffe. Deshalb eignen sie sich nicht zum Aufheben, sondern sollten direkt verwendet werden.

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Sabine Scheuerhagen, 52 Jahre, Inhaberin eines Beauty- Salons, Karina Michewski, 38 Jahre, Drogistin und Laura Bochte, 35 Jahre Beauty- und Wellnessfachkraft, sowie Christian Gülcan, Betreiber und Redakteur dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes, Anleitungen und Ratgeber zum Thema Kosmetik, Gesundheit und Wellness.

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