Make-up-Entferner aus drei Zutaten selber machen

Make-up-Entferner aus drei Zutaten selber machen

Im Handel gibt es eine große Auswahl an Produkten, die bei der abendlichen Reinigung zuverlässig dabei helfen, Make-up, Rouge, Lidschatten, Wimperntusche und andere Schminke zu entfernen. Doch ein Blick auf die Zutatenliste zeigt, dass die Produkte oft Duftstoffe, Konservierungsmittel und Bestandteile auf Basis von Mineralölen enthalten. Solche Inhaltsstoffe können die sensible Haut in der Augenpartie reizen und im schlimmsten Fall sogar allergische Reaktionen hervorrufen.

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Make-up-Entferner aus drei Zutaten selber machen

Andererseits ist es sehr wichtig, sich jeden Abend gründlich abzuschminken. Denn die Haut muss die Chance haben, zu atmen und sich zu regenerieren. Bleibt das Make-up auf der Haut, lassen Unreinheiten nicht lange auf sich warten. Es kann sich also lohnen, seinen eigenen Make-up-Entferner herzustellen.

Und wie das mit nur drei Zutaten funktioniert, zeigen wir in diesem Beitrag:

Die drei Bestandteile für den selbstgemachten Make-up-Entferner

Um Make-up aller Art wirksam und rückstandslos zu entfernen, braucht das Abschminkprodukt eine Fett- und eine Wasserphase. Auch die meisten konventionellen Produkte aus dem Handel sind so aufgebaut, damit sie sowohl für wasserlösliches als auch bei wasserfestem Make-up verwendet werden können.

Für unseren Make-up-Entferner nutzen wir deshalb ein hochwertiges Pflanzenöl und eine wässrige Zutat. Allerdings verbinden sich Fett und Wasser naturgemäß nicht besonders gut miteinander. Aus diesem Grund kommt als dritte Zutat ein Bindemittel dazu, das als Emulgator dient.

Öl für die Fettphase

Durch die Fettphase entfernt das Abschminkprodukt wasserfestes Make-up. Deshalb greifen viele einfach zu Babyöl oder einem anderen Hautpflege-Öl, um sich abzuschminken. Allerdings können ölbasierte Kosmetikprodukte fragwürdige Zusätze enthalten.

Eine unbedenkliche Alternative ist ein mildes und hochwertiges Pflanzenöl. Bei dem Öl kann es sich zum Beispiel um ein Aprikosenkernöl handeln. Aprikosenkernöl versorgt trockene und strapazierte Haut mit pflegenden Inhaltsstoffen. Auch Avocado- und Olivenöl sind für den selbstgemachten Make-up-Entferner geeignet.

Besonders edel und sehr reichhaltig ist Arganöl. Argnöl ist besonders bei empfindlicher Haut sehr vorteilhaft, hat aber seinen Preis. Eine kostengünstigere Variante ist Rizinusöl. Es pflegt ebenfalls und gilt außerdem als Geheimtipp für lange und kräftige Wimpern.

Daneben können für den Make-up-Entferner natürlich auch die Öle zum Einsatz kommen, die generell oft in Natur- und DIY-Kosmetik verarbeitet werden. Dazu gehören zum Beispiel Mandel-, Kokos- und Jojobaöl.

Wasser, Tee oder Hydrolat für die Wasserphase

Die Wasserphase im Abschminkprodukt ist dafür zuständig, wasserlösliches Make-up zu entfernen. Dabei kann es sich bei der wässrigen Zutat einfach nur um abgekochtes Wasser handeln. Eine andere Möglichkeit ist, ein Hydrolat zu verwenden.

Hydrolate wie zum Beispiel Rosenwasser steuern Substanzen bei, die die Haut pflegen und für einen zarten Duft sorgen. Wer möchte, kann sein Hydrolat selbst herstellen. Ansonsten sind Hydrolate im Handel erhältlich.

Auch ein Kräutertee, etwa aus Fenchel oder Ringelblume, eignet sich als wässrige Zutat. Um keine Hautreizungen zu riskieren, sollte der Tee aber besser nur schwach gebrüht sein. Zudem sollte auf Kamillentee verzichtet werden. Kamille hat zwar eine entzündungshemmende Wirkung. Allerdings kann sie auch allergische Reaktionen hervorrufen.

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Xanthan als Bindemittel

Damit sich das Öl und das Wasser miteinander verbinden, braucht der Make-up-Entferner ein Bindemittel. Dabei wäre es möglich, einen speziellen Emulgator einzusetzen. Aber zum einen würde ein Emulgator den Make-up-Entferner in eine vergleichsweise schwere Lotion verwandeln.

Und zum anderen ist es wenig sinnvoll, extra so ein Produkt zu besorgen, das dann womöglich nur ungenutzt herumliegt.

Eine einfache Alternative ist Xanthan. Xanthan ist ein natürliches Polysaccharid, also ein Vielfachzucker. Er ist als Bio-Lebensmittel zugelassen und wird oft auch in Naturkosmetik wie Hautcremes und Duschgelen verwendet.

Durch Xanthan als Verdickungsmittel bekommt der Make-up-Entferner eine angenehm leichte Konsistenz. Xanthan selbst ist gut verträglich und zudem kostengünstig erhältlich.

Grundsätzlich könnte das Bindemittel auch komplett weggelassen werden. Nur muss der Make-up-Entferner dann vor jedem Gebrauch kräftig durchgeschüttelt werden, damit sich Wasser und Öl zumindest kurzfristig verbinden.

Make-up-Entferner aus drei Zutaten selber machen – so geht’s

Der Make-up-Entferner ist in wenigen Sekunden fertig und erfordert neben den drei Zutaten auch keine weiteren Werkzeuge oder Hilfsmittel. Benötigt wird lediglich ein sauberes Gefäß, in das das Produkt eingefüllt werden kann. Eine kleine Flasche mit Schraubverschluss aus Braunglas ist zum Beispiel sehr gut geeignet.

Für den Entferner werden das Öl und die wässrige Zutat zu gleichen Teilen in die Flasche gegeben. Dabei ist es nicht notwendig, die Zutaten exakt abzumessen. Es genügt, wenn das Verhältnis ungefähr 1:1 ist.

Wer hauptsächlich wasserfestes Make-up verwendet, kann den Ölanteil auch erhöhen. In diesem Fall kann das Mischungsverhältnis zum Beispiel zwei Teile Öl auf einen Teil Wasser betragen.

Danach kommt noch eine Prise Xanthan dazu. Das Bindemittel sollte etwa ein bis zwei Prozent der Gesamtmenge ausmachen. Sind die drei Zutaten in der Flasche, wird diese gut verschlossen und kräftig durchgeschüttelt. Dabei ruhig schütteln, kurz abwarten und erneut schütteln. So ist sichergestellt, dass sich die Zutaten richtig miteinander vermischen.

Damit ist der selbstgemachte Make-up-Entferner auch schon fertig. Für die Anwendung eine kleine Menge auf ein Tuch geben und das aufgetragene Make-up abwischen.

Die Haltbarkeit des Make-up-Entferners

Wie lange der Make-up-Entferner haltbar ist, hängt von den verwendeten Zutaten ab. Ratsam ist, Produkte zu verarbeiten, bei denen das Mindesthaltbarkeitsdatum noch recht weit in der Zukunft liegt.

Außerdem ist sehr wichtig, auf eine gute Hygiene zu achten. Dazu sollte etwa das Gefäß, in das der Make-up-Entferner eingefüllt wird, am besten vorher ausgekocht werden. So lässt sich ausschließen, dass Keime die DIY-Kosmetik verunreinigen.

Der Make-up-Entferner sollte am besten kühl und dunkel gelagert werden. Dazu kann er ruhig im Kühlschrank stehen. Enthält er abgekochtes Wasser, Tee oder ein selbstgemachtes Hydrolat, ist er ungefähr eine Woche lang haltbar. Mit einem industriell hergestellten Hydrolat als Zutat hält sich der Make-up-Entferner mehrere Wochen lang.

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Sabine Scheuerhagen, 52 Jahre, Inhaberin eines Beauty- Salons, Karina Michewski, 38 Jahre, Drogistin und Laura Bochte, 35 Jahre Beauty- und Wellnessfachkraft, sowie Christian Gülcan, Betreiber und Redakteur dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes, Anleitungen und Ratgeber zum Thema Kosmetik, Gesundheit und Wellness.

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