2 Rezepte: Gurken-Peeling und Papaya-Maske für eine zarte Sommerhaut

2 Rezepte: Gurken-Peeling und Papaya-Maske für eine zarte Sommerhaut

Peelings und Masken sind aus der Hautpflege kaum wegzudenken. Schließlich beseitigen sie abgestorbene Hautschüppchen, reinigen porentief, spenden Feuchtigkeit und versorgen die Haut mit wertvollen Pflegestoffen. So wird die Haut wieder zart und weich, während der Teint rein und frisch strahlt.

Peeling mit Gurken

Für eine Extraportion Luxus ist es natürlich möglich, sich einen Besuch im Kosmetikstudio zu gönnen. Und für den Heimgebrauch zwischendurch sind im Handel Produkte für die verschiedensten Anwendungen erhältlich.

Von einfachen Standard-Peelings über belebende Feuchtigkeitsmasken bis hin zu Produkten mit exotischen Zutaten wie Collagen, Kaviar oder Gold ist so ziemlich alles zu bekommen. Natürlich berücksichtigt die Palette dabei auch den Hauttyp und das Alter.

Doch mindestens genauso wirksam sind selbst hergestellte Peelings und Masken. Oft reichen dafür schon ein paar Zutaten aus, die manchmal sogar ohnehin vorhanden sind. Die Natur hält eigentlich alles bereit, was der Mensch so braucht. Mit der richtigen Zusammenstellung lässt sich deshalb jeder Hauttyp optimal versorgen.

Und der große Pluspunkt bei selbstgemachten Produkten ist, dass der Anwender genau weiß, was drin steckt. Auf chemische Zusatzstoffe kann er jedenfalls verzichten. Na ja, und Spaß macht das Herumexperimentieren obendrein.

Zwei solcher Beauty-Rezepte, die im Handumdrehen gemacht sind und für eine zarte Sommerhaut sorgen, stellen wir in diesem Beitrag vor. Nämlich ein Gurken-Peeling und eine Papaya-Maske.

 

Die Gurke als Kosmetik-Allrounder

Gurken eignen sich längst nicht nur für leckere Salate, erfrischende Getränke oder kalte Sommersuppen. Auch in Sachen Kosmetik haben sie einiges zu bieten. Zwar bestehen Gurken größtenteils aus Wasser. Aber die knackigen, grünen Stangen enthalten eben auch die Vitamine A, B, C und E, Eisen, Kalium, Kalzium, Kieselsäure, Magnesium, Phosphor, Schwefel und einige andere wertvolle Inhaltsstoffe. Was ihre Wirkung angeht, sind sie mit Aloe Vera vergleichbar.

Ganz konkret heißt das, dass Gurken unter anderem

  • bei gereizter oder entzündeter Haut ebenso wie bei Akne Linderung verschaffen.
  • der Haut viel Feuchtigkeit spenden.
  • die Haut glätten und bei Cellulite helfen.
  • erweiterte Poren zusammenziehen.
  • Hautunreinheiten entgegenwirken und den Teint erfrischen.
  • das Bindegewebe kräftigen.
  • Augenringen entgegenwirken.
  • den Haaren Glanz verleihen und das Haarwachstum fördern.

Die unscheinbare Gurke ist also ein echter Alleskönner. Kein Wunder, dass die gesunde Stange von der Industrie wiederentdeckt wurde und immer häufiger als Zutat in Kosmetik-Produkten auftaucht.

 

Rezept für ein erfrischendes Gurken-Peeling

So vielfältig wie die Wirkungen sind auch die Möglichkeiten, wie Gurken angewendet werden können. Vermutlich jeder kennt den Klassiker: Dünne Gurkenscheiben werden auf die Augen gelegt, wenn diese müde und geschwollen sind oder unschöne Augenringe aufweisen. Gurkenpüree wiederum kann wie ein Conditioner verwendet werden, wenn die Haare stumpf und matt sind. Und um den Teint zu erfrischen, kann er mit Gurkenwasser abgetupft werden.

Wir stellen aus der Gurke ein Peeling her, das die Haut reinigt und mit Feuchtigkeit versorgt. So wird die Haut samtweich und der Teint strahlt. Für das Gurken-Peeling werden folgende Zutaten benötigt:

  • ein Stück Gurke, ungefähr 50 Gramm schwer
  • 125 Gramm Zucker
  • 1 Esslöffel Olivenöl

Die Gurke wird ungeschält in kleinere Würfel geschnitten. Ungeschält deshalb, weil viele wertvolle Inhaltsstoffe in und direkt unter der Schale stecken. Anschließend wird die Gurke mit dem Mixer püriert. Wer möchte, kann zwei, drei frische Minzblätter hinzufügen. Das sorgt für einen zusätzlichen Frischekick.

In das Gurkenpüree werden dann der Zucker und das Olivenöl eingerührt. Damit ist das Gurken-Peeling auch schon fertig. Es wird großzügig auf das saubere und leicht feuchte Gesicht aufgetragen und sanft einmassiert. Nach einer kurzen Einwirkzeit wird das Peeling mit reichlich lauwarmem Wasser abgespült.

Übrigens: In einem sauberen, gut verschlossenen Schraubglas hält sich das Gurken-Peeling im Kühlschrank etwa zehn Tage lang. Wer möchte, kann also gleich zwei oder drei Portionen auf einmal anrühren.

 

Die Papaya als gesundes Multi-Talent

Christopher Kolumbus nannte die Papaya Frucht der Engel. Die exotische Frucht mit dem orangefarbenen Fruchtfleisch schmeckt nicht nur gut, sondern ist auch richtig gesund. Denn sie hat nur wenig Kalorien, enthält dafür aber jede Menge wertvolle Inhaltsstoffe.

Die Vitamine A und C, Eisen, Kalium, Kalzium, Natrium, Phosphor und das Eiweiß spaltende Enzym Papain zum Beispiel. Der Tropenfrucht wird nachgesagt, dass sie die Verdauung regulieren und die Fettverbrennung fördern, entschlacken und entgiften, Entzündungen entgegenwirken und das Immunsystem stärken soll. Außerdem soll sie die Zellen schützen und dadurch eine Art natürliches Anti-Aging-Mittel sein.

Übrigens: Die schwarzen Kerne in der Papaya müssen nicht entsorgt werden. Stattdessen können sie getrocknet und anschließend wie Pfeffer verwendet werden. Sie schmecken fruchtig-scharf und enthalten viele der wertvollen Inhaltsstoffe. Allerdings dürfen nur die Kerne von einer reifen Papaya genutzt werden. Sonst ist die Konzentration an Papain zu hoch – und das kann zu Magen-Darm-Problemen führen.

 

Rezept für eine pflegende Papaya-Maske

Die Papaya-Maske befreit die Haut von abgestorbenen Hautzellen und spendet ihr Feuchtigkeit. Außerdem beruhigt sie die Haut und lindert Entzündungen. Nach der Anwendung ist die Haut wunderbar weich. Benötigt werden für die Maske:

  • ½ Papaya
  • 1 Banane
  • 1 Esslöffel Honig
  • 1 Esslöffel Zucker
  • 1 Esslöffel Mehl

Die Früchte sollten reif und schön weich sein. Wenn sie schon etwas zu reif sind, macht das nichts. Überreife Früchte können also noch bedenkenlos verwertet werden.

Die Papaya und die Banane werden in grobe Würfel geschnitten und anschließend püriert. In das Fruchtmus werden dann der Honig, der Zucker und das Mehl eingerührt. Der Zucker unterstützt durch die kleinen Schleifpartikelchen die Reinigungswirkung, das Mehl dient als eine Art Bindemittel und Füllstoff. Die Mischung muss dann ungefähr zehn Minuten lang quellen.

Die Maske wird nun auf das saubere, am besten leicht feuchte Gesicht aufgetragen. Hier sollte sie etwa 15 Minuten lang einwirken. Anschließend wird die Maske gründlich mit viel lauwarmem Wasser abgespült.

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Redakteure

Sabine Scheuerhagen, 52 Jahre, Inhaberin eines Beauty- Salons, Karina Michewski, 38 Jahre, Drogistin und Laura Bochte, 35 Jahre Beauty- und Wellnessfachkraft schreiben hier Wissenswertes, Anleitungen und Ratgeber zum Thema Kosmetik, Gesundheit und Wellness.

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