5 Ideen für DIY-Kosmetik

5 Ideen für DIY-Kosmetik

Selbermachen liegt im Trend. Das gilt nicht nur für Deko, sondern auch für Kosmetik. Wer seine Pflegeprodukte selbst herstellt, weiß schließlich genau, welche Inhaltsstoffe sie enthalten.

DIY Kosmetik Rezepte

Dabei ist das Selbermachen längst nicht so schwierig und aufwändig, wie oft gedacht. Wir stellen fünf Ideen für DIY-Kosmetik vor, die jeder problemlos nacharbeiten kann. Und wer gleich eine größere Menge anfertigt und die Produkte hübsch verpackt, hat nebenbei tolle Geschenke für seine Lieben. Also, los geht’s!

 

  1. Festes Haarshampoo

Ein selbstgemachtes Haarshampoo bietet den Vorteil, dass es keine Inhaltsstoffe enthält, die eigentlich überflüssig sind. Und wenn das Shampoo in fester Form hergestellt wird, fällt auch die Verpackung weg. Außerdem eignet sich so ein Shampoo prima für Reisen, denn es kann schon nicht auslaufen. Shampoos in Seifenform gibt es in den verschiedensten Varianten fertig zu kaufen. Und viele, die einmal die sogenannten Shampoo-Bars ausprobiert haben, bleiben dabei. Allerdings sind sie mitunter ganz schön teuer. Dabei lässt sich ein Shampoo, das die Haare gut reinigt, pflegt und für tollen Glanz und Volumen sorgt, ganz einfach und kostengünstig selbst herstellen. Benötigt werden dafür:

  • 50 Gramm SLSA
  • 50 Gramm Speisestärke
  • 20 Gramm Mandelöl
  • 5 Tropfen ätherisches Öl für den Duft nach Wunsch
  • Form für Eiswürfel, Pralinen oder Plätzchen, am besten aus Silikon

SLSA ist ein Tensid. Es ist für die Reinigungswirkung zuständig und sorgt dafür, dass das Shampoo schäumt. Dabei ist SLSA mild und für Naturkosmetik zugelassen. Trotzdem sollte das Pulver nicht eingeamtet werden, denn das könnte die Atemwege reizen. Bei der Verarbeitung ist also etwas Vorsicht gefragt.

Für das Seifenshampoo werden das SLSA und die Speisestärke miteinander vermischt. Anschließend wird das Mandelöl hinzugefügt. Die drei Zutaten werden dann miteinander verrührt und verknetet, bis eine homogene Masse entstanden ist. Die Konsistenz ist richtig, wenn sie an weiche Knete oder einen Mürbeteig erinnert. Soll noch etwas ätherisches Öl ins Shampoo, wird es ebenfalls eingearbeitet.

Übrigens: Wer möchte, kann anstelle von Mandelöl auch Shea- oder Kakaobutter verwenden. Oder er kann beides miteinander kombinieren. In diesem Fall muss die Butter aber über dem Wasserbad geschmolzen werden.

Die fertige Masse wird dann in die Förmchen gegeben. Darin sollte sie mindestens 48 Stunden trocknen. Wer den Vorgang beschleunigen möchte, kann die Form auch bei 50 Grad für vier Stunden in den Backofen stellen. Sind die Shampooseifen hart, können sie aus der Form gelöst und verwendet werden.

Bei der Anwendung wird das Shampoostück in den nassen Händen aufgeschäumt und das Shampoo anschließend in die nassen Haare einmassiert. Nach einer kurzen Einwirkzeit wird es wie gewohnt ausgespült. Dabei reicht eine Shampoo-Seife für drei bis vier Anwendungen.

 

  1. Körperbutter

Vor allem an den Füßen, den Schienbeinen und im Bereich der Ellenbogen leiden viele unter sehr trockener Haut. Eine einfache Körperlotion hilft dann oft nicht weiter, denn sie zieht viel zu schnell ein und ihre fettende Wirkung reicht nicht aus.

Die bessere Alternative ist deshalb eine reichhaltige Körperbutter. Und sie lässt sich im Handumdrehen selbst herstellen. Dafür werden benötigt:

  • 100 Gramm Sheabutter
  • 50 Gramm Kakaobutter
  • 50 Gramm Mandel- oder Jojobaöl
  • 3 kleine Marmeladengläser, sauber und am besten einmal ausgekocht

Zuerst werden die Sheabutter, die Kakaobutter und das Öl in eine Schüssel gegeben und über einem Wasserbad geschmolzen. Sind die drei Zutaten flüssig, wird die Mischung einmal sorgfältig durchgerührt. Anschließend muss die Mischung etwas abkühlen. Danach kommt die Schüssel in den Kühlschrank, bis die flüssige Masse langsam anfängt, wieder fest zu werden. Das dauert ungefähr eine Stunde.

Übrigens: Wer möchte, kann ein paar Tropfen ätherisches Öl in die Mischung geben. Dadurch riecht die Körperbutter nach dem Lieblingsduft. Bei einer sehr empfindlichen Haut ist es aber meist besser, auf ätherische Öle zu verzichten. Und wer nicht so gerne Sheabutter verwenden möchte, kann sie durch die gleiche Menge Kokosöl ersetzen.

Wenn die Butter-Öl-Mischung allmählich wieder anzieht, wird sie mit einem Handmixer aufgeschlagen. Und zwar solange, bis die Masse an Schlagsahne erinnert. Anschließend wird die Körperbutter in die Marmeladengläser eingefüllt. Fertig!

Ein Tipp zum Auftragen: Die selbstgemachte Körperbutter ist sehr reichhaltig und hinterlässt deshalb einen leichten Fettfilm auf der Haut. Wer das nicht möchte, kann die Haut vor dem Eincremen etwas anfeuchten. So zieht die Körperbutter besser und schneller ein.

 

  1. Lippenbalsam

Seidig weiche Lippen wünschen sich viele. Doch oft sind die Lippen spröde und rau und brauchen deshalb eine Extraportion Pflege. Dabei lässt sich eine wirksame Lippenpflege ganz einfach selbst herstellen. Und zwar aus folgenden Zutaten:

  • 20 Gramm Bienenwachs
  • 20 Gramm Shea- oder Kakaobutter
  • 20 Gramm Honig
  • 40 Gramm Jojobaöl
  • kleine Tiegel oder Töpfchen

Zuerst wird das Bienenwachs in eine kleine Schüssel gegeben und über dem Wasserbad geschmolzen. Ist das Wachs flüssig, wird die Shea- oder Kakaobutter hinzugefügt. Nachdem sich auch die Butter aufgelöst hat, wird noch das Jojobaöl hineingerührt. Die Mischung kann jetzt vom Herd genommen werden. Zum Schluss wird noch der Honig untergemischt und dann kann die Masse auch schon in die Tiegel eingefüllt werden. Die Töpfchen bleiben solange offen stehen, bis der Lippenbalsam fest geworden ist. Das geht aber recht schnell. Damit ist der selbstgemachte Lippenbalsam auch schon fertig.

Tipp: Wer möchte, kann ein kleines Stückchen Lippenstift in die Masse einrühren. So pflegt der Lippenbalsam nicht nur, sondern zaubert auch gleich ein bisschen Farbe auf die Lippen.

 

  1. Peeling

Ein Peeling löst abgestorbene Hautschüppchen und kurbelt ähnlich wie eine Massage die Durchblutung an. Die Haut wird dadurch wieder sanft und geschmeidig. Die Zutaten für ein einfaches Peeling zum Selbermachen lauten so:

  • Salz
  • Zucker
  • grobes Meersalz nach Wunsch
  • Babyöl
  • Marmeladenglas

Anstatt die Zutaten einzeln abzuwiegen, dienst das leere und saubere, am besten einmal ausgekochte Marmeladenglas als Messbecher. Dort hinein werden das Salz und der Zucker gegeben. Dabei sollte das Glas zu etwa zwei Dritteln befüllt sein. Salz ist feiner als herkömmlicher Zucker, löst sich aber langsamer auf. Deshalb ist es gut, wenn das Mischungsverhältnis von Salz und Zucker ungefähr gleich ist.

Die Salz-Zucker-Mischung wird nun in eine Schüssel gegeben. Wer möchte, kann noch etwas Meersalz hinzufügen. Grobes Meersalz hat eine intensive Reinigungswirkung, kann bei empfindlicher und trockener Haut aber etwas zu aggressiv sein. Viel mehr als zwei, drei Esslöffel sollten es deshalb besser nicht sein.

Die trockenen Zutaten werden jetzt mit Babyöl vermischt. Dabei wird soviel Öl hineingerührt, bis die Mischung an feuchten Sand erinnert. Dann muss das Peeling nur noch in das Glas eingefüllt werden. Und schon ist es fertig!

Übrigens: Durch das Babyöl bekommt das Peeling einen schönen, zarten Duft. Jedes andere Öl, also beispielsweise Mandel-, Oliven- oder simples Sonnenblumenöl, funktioniert aber genauso gut.

 

  1. Bartbalsam

Als letzte Idee stellen wir einen Bartbalsam vor. Schließlich wollen auch Männer gut aussehen und Bärte sind derzeit wieder schwer angesagt. Ein Balsam pflegt die Barthaare, macht sie geschmeidiger und bringt den Bart nebenbei in Form. Dabei ist ein Bartbalsam fester als ein Bartöl und weicher als Bartwachs. Die Konsistenz liegt also irgendwo dazwischen. Für den Bartbalsam werden folgende Zutaten benötigt:

  • 25 Gramm Sheabutter
  • 20 Gramm Bienenwachs
  • 20 Gramm Mandel- oder Jojobaöl
  • 4 Tropfen Zedernholzöl
  • 1 Tiegel

Als erstes werden die Sheabutter und das Bienenwachs in eine Schüssel gegeben und über dem Wasserbad geschmolzen. Sobald die beiden Zutaten flüssig sind, wird das Öl hineingerührt. Zum Schluss kommt noch das Zedernholzöl dazu. Das Zedernholzöl sorgt für einen schönen Duft. Genauso gut kann aber auch ein anderes ätherisches Öl verwendet oder das Duftöl auch komplett weggelassen werden.

Die fertige Mischung muss nun nur noch in den Tiegel eingefüllt werden. Sobald sie fest ist, ist der Bartbalsam fertig!

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Redakteure

Sabine Scheuerhagen, 52 Jahre, Inhaberin eines Beauty- Salons, Karina Michewski, 38 Jahre, Drogistin und Laura Bochte, 35 Jahre Beauty- und Wellnessfachkraft schreiben hier Wissenswertes, Anleitungen und Ratgeber zum Thema Kosmetik, Gesundheit und Wellness.

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