Pediküre: in 6 Schritten zu gepflegten Füßen

Pediküre: in 6 Schritten zu gepflegten Füßen

Sobald es draußen wieder wärmer wird, wird es langsam Zeit, die dicken Winterstiefel wegzupacken und die Sandalen, die Flipflops und die Peeptoes aus dem Schrank zu holen. Richtig gut sehen offene Schuhe aber nur dann aus, wenn die Füße, die in ihnen stecken, ebenfalls gut aussehen.

Neben der Optik macht eine regelmäßige Fußpflege aber auch mit Blick auf die Gesundheit Sinn. So verursachen Schwielen und Risse Schmerzen beim Laufen, zu lange Zehennägel erschweren das Abrollen und falsch gekürzte Nägel begünstigten, dass die Zehennägel einwachsen oder sich das Nagelbett entzündet. Wer die Möglichkeit hat, kann sich natürlich regelmäßig eine professionelle Fußpflege gönnen. Mit den richtigen Tipps können die Füße aber auch in Eigenregie im heimischen Badezimmer in Topform gebracht werden. Aber wie sieht ein Beauty- und Verwöhnprogramm für die Füße aus?

Die folgende Übersicht zeigt die sechs Schritte für gepflegte Füße:

1. Schritt: ein Fußbad als Vorbereitung

Bevor die eigentliche Pediküre beginnen kann, steht ein Fußbad auf dem Programm. Durch das Fußbad werden Haut und Zehennägel aufgeweicht. Schwielen, dicke Hornhautschichten und harte Zehennägel werden geschmeidiger. Gleichzeitig bereitet das Fußbad die Füße optimal auf die folgende Behandlung vor. Ganz nebenbei wirkt ein Fußbad aber auch herrlich entspannend und beruhigend.

Für das Fußbad wird eine kleine Wanne oder ein anderes Gefäß, in dem die Füße bequem abgestellt werden können, mit etwas Wasser befüllt. Das Wasser sollte eine Temperatur von etwa 37 Grad haben und die Füße bis zu den Knöcheln bedecken. Allein das körperwarme Wasser reicht für ein Fußbad im Prinzip aus. Wer möchte, kann das Wasser aber noch mit Zusätzen anreichern.

Im Handel sind spezielle Badezusätze für die Füße erhältlich. Für einen selbstgemachten Badezusatz können eine halbe Tasse Oliven- oder Pflanzenöl und zwei Esslöffel grobkörniges Salz in das Wasser gegeben werden. Das Salz wirkt wie ein sanftes Peeling, das Öl versorgt die Haut mit wertvollen Fetten und macht sie geschmeidig. Das Fußbad sollte ungefähr fünf Minuten lang dauern. Diese Zeit reicht aus, um Haut und Nägel aufzuweichen. Bleiben die Füße länger im Wasser, wird die Haut zu schrumpelig.

2. Schritt: das Entfernen der Hornhaut

Nach dem vorbereitenden Fußbad werden die Füße abgetrocknet. Die eigentliche Pediküre beginnt mit dem Entfernen der Hornhaut. Am besten hierfür sind ein Bimsstein oder eine breite Hornhautfeile geeignet. Das Werkzeug wird sanft über die Ferse, den Fußballen und die Außenseiten von großem und kleinem Zeh gerieben, um auf diese Weise die unangenehme und unansehnliche Hornhaut abzutragen.

Wichtig ist aber, langsam und behutsam vorzugehen und immer wieder mit der Hand über die behandelten Stellen zu fahren, um das Hautgefühl zu testen. Zuviel Hornhaut sollte nämlich auf keinen Fall entfernt werden. Raue und schwielige Partien können zwar geglättet werden, ein wenig Hornhaut sollte aber zurückbleiben.

Die Hornhaut ist eine Schutzschicht, die den Füßen hilft, mit den Belastungen beim Gehen fertig zu werden. Hobel oder Raspeln setzen eine gekonnte Anwendung voraus, sonst drohen schnell Verletzungen. Laien sollten deshalb auf diese Werkzeuge verzichten.

3. Schritt: das Kürzen der Zehennägel

Als nächstes sind die Zehennägel an der Reihe. Grundsätzlich gilt, dass die Zehennägel nicht länger sein sollten als die Zehen. Zudem werden die Nägel am besten mit einer Nagelschere gekürzt und dabei immer gerade geschnitten.

Sind die Nägel zu lang, fällt das Abrollen beim Laufen schwer. Bei Zehennägeln mit rund ausgeformten Ecken drohen Entzündungen des Nagelbettes und eingewachsene Zehennägel. Sind die Zehennägel gekürzt, können sie mit einer Sandblatt- oder Glasfeile in Form gebracht werden. Dabei wird die Feile behutsam von der Außenseite zur Nagelmitte hin gezogen.

Gefeilt wird also immer nur in eine Richtung. Andernfalls wird der Nagel zu sehr aufgeraut und könnte zudem einreißen. Das Feilen soll aber gerade das Gegenteil bewirken, nämlich die gekürzten Nägel glätten.

4. Schritt: das Entfernen der Nagelhaut

Sind die Zehennägel gekürzt und geglättet, kann noch die Nagelhaut zurechtgestutzt werden. Dafür wird die Nagelhaut mit einem Rosenholzstäbchen oder einem Pferdefüßchen ganz vorsichtig und sanft zurückgeschoben. Hier ist aber wirklich Feingefühl gefragt, denn das sensible Nagelhäutchen neigt bei einer zu rabiaten Behandlung zu Entzündungen.

Auf keinen Fall sollte abstehende Nagelhaut mit der Nagelschere abgeschnitten werden. Zum einen würde die Nagelhaut dann nämlich als dicke Hornhaut nachwachsen und zum anderen ist die Verletzungsgefahr viel zu groß. Ist die Nagelhaut schon hart und störrisch, kann ein sogenannter Nagelhautentferner dabei helfen, sie aufzuweichen.

5. Schritt: Nagellack für den Feinschliff

Wer möchte, kann seinen Zehennägeln nun mit einem Nagellack noch eine tolle Optik verleihen. Weist die Nagelplatte kleine Unebenheiten auf, bietet sich ein Rillenfüller als Grundierung an. Hat der Nagellack eine sehr intensive Farbe, sollte zudem ein Unterlack aufgetragen werden. Er verhindert, dass sich die Zehennägel verfärben.

Ein Überlack wiederum dient als Schutzschicht und lässt den aufgetragenen Nagellack länger schön aussehen. Auch im Sommer, wenn häufig offene Schuhe getragen werden, sollten die Zehennägel aber zwischendurch immer mal wieder unlackiert bleiben. Der Nagellack selbst macht den Nägeln und der Nagelhaut zwar nicht unbedingt zu schaffen, dafür aber der Nagellackentferner.

6. Schritt: Creme als Abschluss

Als Abschluss erhalten die Füße nun noch eine Extraportion Pflege. Hierfür wird eine reichhaltige Pflegecreme großzügig auf die Füße aufgetragen und einmassiert. Wer sein Pflegeprogramm auf den Abend verlegt, kann auch dünne Socken aus Baumwolle anziehen und die Creme so die ganze Nacht über einwirken lassen.

Im Handel sind spezielle Fußcremes erhältlich, die die Füße mit Feuchtigkeit versorgen, die Haut geschmeidig machen, die Hornhautbildung reduzieren und für einen tollen Duft sorgen. Wer seine Füße regelmäßig pflegt und kaum raue Stellen hat, ist aber auch mit einer gewöhnlichen Allzweckcreme gut beraten.

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