Erkältungsbalsam selber machen – so geht’s

Erkältungsbalsam selber machen – so geht’s

Husten, Schnupfen, Halsschmerzen: Ein Balsam kann eine Erkältung zwar nicht heilen, ihre Symptome aber spürbar lindern. Denn die ätherischen Öle, die im Erkältungsbalsam enthalten sind, verdunsten auf der Haut und sorgen dafür, dass die Flimmerhärchen in den Schleimhäuten von Nase und Bronchien in Bewegung geraten. Dadurch kann der Schleim besser abtransportiert werden und der Patient kann wieder leichter durchatmen.

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Erkältungsbalsam selber machen - so geht's

Allerdings basieren die meisten Erkältungssalben, die im Handel erhältlich sind, auf Mineralölen. Und viele Menschen möchten Produkte auf Mineralölgrundlage nur ungern auf ihre Haut auftragen. Hinzu kommt, dass ein Tiegel Erkältungsbalsam vergleichsweise teuer ist.

Umso erfreulicher ist, dass sich ein Erkältungsbalsam ganz einfach selbst herstellen lässt. Dadurch enthält er nur unbedenkliche und hochwertige Inhaltsstoffe. Gleichzeitig sind die Kosten wesentlich geringer.

Wir erklären, wie es geht!:

Erkältungsbalsam selber machen – die Zutaten und die Werkzeuge

Für ungefähr 50 g Erkältungsbalsam werden folgende Zutaten benötigt:

  • 50 ml Pflanzenöl, je nach persönlicher Vorliebe zum Beispiel Oliven-, Sonnenblumen-, Distel- oder Rapsöl

  • 5 g Bienenwachs

  • 7 Tropfen ätherische Öle, naturrein und am besten in Bio-Qualität

Außerdem werden ein Kopftopf und ein feuerfestes Gefäß, ein Löffel und ein kleines, leeres Schraubglas oder ein Salbentiegel benötigt.

Mögliche ätherische Öle für den Erkältungsbalsam

Die heilsame Wirkung entfaltet der Erkältungsbalsam durch die ätherischen Öle. Dabei können verschiedene Öle miteinander kombiniert werden, allerdings sollte es bei maximal drei Sorten bleiben.

Wichtig zu wissen ist, dass ätherische Öle nicht von allen Menschen gleich gut vertragen werden. Um allergischen Reaktionen vorzubeugen, ist es sinnvoll, die Öle zunächst bei den späteren Anwendern des Erkältungsbalsams zu testen. Bei Säuglingen und Kleinkindern, Schwangeren und Personen mit chronischen Atemwegserkrankungen sollte zuvor mit dem Arzt abgeklärt werden, ob und wenn ja welche Öle verwendet werden dürfen.

Für den Erkältungsbalsam kommen eine Reihe an Ölen infrage, die teils unterschiedlich wirken:

Öl Wirkung
Cajeput schleimlösend, schmerzstillend, antiseptisch und antimikrobiell
Eukalyptus schleimlösend, keimtötend und desinfizierend
Fichtennadel schweißtreibend, schleimlösend und antimikrobiell
Kamille entzündungshemmend, schweißtreibend und fiebersenkend
Kampfer schleimlösend; von Kampfer aber nur eine geringe Menge verwenden, den in hohen Dosierungen ist Kampfer giftig
Lavendel antimikrobiell und beruhigend
Linde schweißtreibend und stärkt die Abwehrkräfte
Manuka entzündungshemmend, antibiotisch und antiviral
Myrte schleimlösend, antibakteriell und entzündungshemmend
Pfefferminze schmerzstillend, antimikrobiell und antiviral
Salbei schmerzstillend
Teebaum antibakteriell, antiviral und antifungal
Thymian antibakteriell, krampflösend und fördert den Auswurf

Bewährte Kombinationen für einen Erkältungsbalsam sind:

  • 5 Tropfen Eukalyptus und 2 Tropfen Pfefferminze

  • 4 Tropfen Eukalyptus und 3 Tropfen Fichtennadel

  • 3 Tropfen Eukalyptus, 3 Tropfen Fichtennadel und 1 Tropfen Pfefferminz

Generell können die Öle aber so zusammengestellt werden, wie es den eigenen Vorlieben entspricht. Wer das Gefühl hat, dass die Wirkung nicht stark genug ist, kann die Menge an ätherischen Ölen etwas erhöhen. Mehr als zehn Tropfen auf 50 ml Öl sollten es aber nicht sein.

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Erkältungsbalsam selber machen – so geht’s

Der selbst gemachte Erkältungsbalsam ist innerhalb weniger Minuten fertig. Hergestellt wird er wie folgt:

  • Zunächst das Gefäß, in dem der Balsam angerührt wird, den Löffel und das Aufbewahrungsgefäß in Wasser auskochen, um die Utensilien zu desinfizieren. Alternativ können sie auch mit Alkohol keimfrei gemacht werden.

  • In der Zwischenzeit den Kochtopf mit Wasser füllen und das Wasser fürs Wasserbad erhitzen.

  • Nun das Pflanzenöl und das Bienenwachs abwiegen, in das Gefäß geben und bei mittlerer Temperatur im Wasserbad erwärmen.

  • Wenn sich das Bienenwachs aufgelöst hat, die Mischung gut umrühren und eine kleine Menge davon als Probe auf einen Teller geben. Durch die geringe Menge ist die abgekühlte Masse auf dem Teller etwas härter als der spätere Balsam. Trotzdem lässt sich so gut abschätzen, ob die Konsistenz stimmt.

  • Jedes Pflanzenöl verhält sich etwas anders. Deshalb muss mitunter etwas experimentiert werden, bis die richtige Konsistenz erreicht ist. Sollte die Masse zu flüssig sein, etwas Bienenwachs hineingeben, bei einer zu festen Masse mehr Öl hinzufügen.

  • Passt die Konsistenz, das Gefäß aus dem Wasserbad nehmen und auf Handwärme abkühlen lassen. Dabei immer mal wieder umrühren, damit sich die schon erkaltete Masse am Gefäßrand mit dem Rest vermischt.

  • Nun die ätherischen Öle hineintropfen und den Balsam noch einmal sehr gut durchrühren.

  • Zum Schluss den Balsam in den Tiegel umfüllen, verschließen und beschriften. Das war schon alles!

Wer möchte, kann ein Gramm Bienenwachs durch die gleiche Menge Kakaobutter oder Lanolin ersetzen. Der Erkältungsbalsam wird dadurch ein weniger cremiger.

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Sabine Scheuerhagen, - Inhaberin eines Beauty- Salons, Karina Michewski, - Drogistin, Laura Bochte, - Beauty- und Wellnessfachkraft, Youtuberin Sevilart - Anteil Kosmetikvideos, Christian & Ferya Gülcan, Kosmetik Hersteller & Vetrieb - Koozal Naturkosmetik, schreiben hier Wissenswertes, Anleitungen und Ratgeber zum Thema Kosmetik, Körperpflege, Gesundheitsthemen und Wellness.

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