Übersicht: bewährte Hausmittel bei Sonnenbrand

Übersicht: bewährte Hausmittel bei Sonnenbrand

 

Nach dem trüben Herbst mit nasskaltem Schmuddelwetter und dem dunklen Winter mit eisigen Temperaturen können es viele kaum erwarten, endlich wieder warmes Sonnenscheinwetter zu genießen.

Doch viele unterschätzen dabei die Kraft der Sonnenstrahlen und vergessen, dass sich die Haut erst allmählich wieder an die Sonne gewöhnen muss. Das Ergebnis von einem Ausflug ins Freie ist deshalb nicht selten ein Sonnenbrand. Spätestens, wenn die Haut unangenehm heiß ist, spannt und schmerzt, ist schnelle Hilfe gefragt.

Doch der Kosmetikschrank und die Hausapotheke halten nicht immer ein geeignetes Mittel bereit. Allerdings braucht es auch nicht unbedingt Apres-Sun-Lotionen, Salben oder Medikamente.

 

Die folgende Übersicht nennt ein paar Hausmittel,
die sich bei Sonnenbrand bewährt haben:

 

Quark

Ein sehr hilfreiches und schon seit Generationen bewährtes Hausmittel bei Sonnenbrand ist Quark. Quark kühlt die Haut, beruhigt sie, lindert die Schmerzen und wirkt entzündungshemmend.

Um den Sonnenbrand zu behandeln, wird herkömmlicher Quark auf ein dünnes Tuch, beispielsweise ein Geschirrhandtuch oder eine Stoffwindel, gestrichen und das Tuch dann auf die verbrannten Stellen aufgelegt. Der Quarkwickel sollte nun solange auf der Haut verbleiben, bis der Quark durch die Haut warm geworden ist.

Bei einem starken Sonnenbrand kann es auch passieren, dass der Quark schon nach kurzer Zeit trocken und bröselig ist. Dann wird der Wickel abgenommen und durch ein neues Tuch mit frischem Quark ersetzt.

Die Anwendung kann je nach Bedarf mehrere Male wiederholt werden. Hat sich eine erste Linderung eingestellt, werden eventuelle Quarkreste auf der Haut behutsam mit lauwarmem Wasser abgewaschen.

 

Grüner Tee

Grüner Tee ist nicht nur ein gesunder und schmackhafter Durstlöscher. Stattdessen enthält der Tee Gerbstoffe, die die Haut beruhigen und dazu beitragen, dass Rötungen schneller abklingen. Um Sonnenbrand zu behandeln, wird zunächst ein grüner Tee gekocht.

Wenn der Tee abgekühlt ist, wird ein Tuch in den Tee getaucht. Das mit Tee getränkte Tuch wird dann auf die sonnenverbrannte Haut gelegt, wo es etwa eine Viertelstunde lang verbleibt.

Wichtig ist aber, dass Tee mindestens handwarm abgekühlt ist, denn die Behandlung soll ja helfen und nicht noch zusätzliche Schmerzen, Hautirritationen oder gar Verbrennungen verursachen.

 

Apfelessig und Zitrone

Apfelessig enthält organische Säuren, die die Haut dabei unterstützen, ihren natürlichen Säureschutzmantel wieder aufzubauen. Dazu wird etwas Apfelessig auf einen Wattebausch, ein Kosmetiktuch oder ein Stück Küchenrolle gegeben und die gerötete Haut vorsichtig damit abgetupft.

Zitrone wiederum, die ebenfalls Säure enthält, schafft Linderung bei kleinen Hautreizungen. Außerdem wirkt die Zitronensäure wie ein Desinfektionsmittel und kann so Entzündungen vorbeugen.

Für eine Lösung bei Sonnenbrand werden ein bis zwei Teelöffel Zitronensaft in ein Liter kühles Wasser gegeben. Anschließend wird ein Wattebausch oder ein Papiertuch in die Lösung getaucht und die Lösung behutsam tupfend auf die sonnenverbrannten Haustellen aufgebracht.

 

Flüssigkeit

Eine Folge von Sonnenbrand ist, dass der Flüssigkeitshaushalt der Haut durcheinandergerät. Die warmen oder heißen Temperaturen tragen ebenfalls dazu bei, dass der Körper mehr Flüssigkeit verbraucht.

Deshalb ist wichtig, viel zu trinken. Stilles Mineralwasser, Kräutertees oder Fruchtsaftschorlen füllen die Flüssigkeitsdepots der Haut von innen auf. Von außen hat sich Aloe Vera als idealer Feuchtigkeitsspender und effektives Hilfsmittel gegen Sonnenbrand bewährt.

Am besten wirkt Aloe Vera, wenn der Saft direkt und pur aus einem Blatt gewonnen wird. Als Alternative bieten sich ein Gel oder eine Lotion mit Aloe Vera an.

 

Aber Achtung: Wenn neben dem Sonnenbrand Symptome wie Kopfschmerzen, Übelkeit oder Fieber auftreten, sollte auf jeden Fall ein Arzt konsultiert werden. Solche Symptome deuten nämlich auf einen Sonnenstich hin.

 

Sonnenbrand vermeiden

Es klingt zwar banal, aber der beste Tipp ist, es erst gar nicht zu einem Sonnenbrand kommen zu lassen. Ein Sonnenbrand ist nicht nur unangenehm und schmerzhaft, sondern kann der Haut dauerhafte Schäden zufügen.

Die beiden wichtigsten Grundregeln, die dabei helfen, einen Sonnenbrand zu vermeiden, sind folgende:

Eincremen:

Bevor der Weg nach draußen führt, ist das Auftragen eines Sonnenschutzmittels Pflicht. In diesem Zusammenhang gibt es ein paar Faustregeln. So gilt, dass der Eigenschutz von sehr heller Haut etwa zehn Minuten lang ausreicht.

Bei mittleren Hauttypen beträgt die Eigenschutzzeit der Haut rund 20 Minuten. Dunkle Haut kann sich etwa eine halbe Stunde lang allein gegen die Sonneneinstrahlung zur Wehr setzen. Ist die Eigenschutzzeit überschritten, droht ein Sonnenbrand.

Durch eine Sonnencreme kann die Zeit, die sich eine Person in der Sonne aufhalten kann, um den Lichtschutzfaktor verlängert werden. Verwendet jemand mit einer hellen Haut also beispielsweise eine Sonnencreme mit dem Lichtschutzfaktor 15, kann er 150 Minuten lang (10 Minuten x Lichtschutzfaktor 15) sonnenbaden.

Allerdings ist dies nur eine grobe Orientierungshilfe, denn wenn die Person beispielsweise stark schwitzt oder schwimmen geht, reduziert sich die Schutzwirkung der Sonnencreme. Durch ein erneutes Eincremen lässt sich der ursprüngliche Schutz wiederherstellen. Die Zeitspanne für das Sonnenbad verlängert sich dadurch aber nicht. Es ist also nicht möglich, sich einfach zweimal einzucremen, um so das Sonnenbad auf 300 Minuten auszudehnen.

 

Kein Sonnenbad in der Mittagszeit:

Um die Mittagszeit herum, also zwischen 11 und 15 Uhr, hat die Sonne die meiste Kraft. Am besten ist es deshalb, die Sonne in dieser Zeit zu meiden oder sich zumindest einen Schattenplatz zu suchen.

Im Schatten ist Eincremen aber ebenfalls Pflicht, denn die Sonnenstrahlen gelangen auch hierhin. Ratsam ist außerdem, den Kopf durch eine Kopfbedeckung und die Augen durch eine Sonnenbrille zu schützen.

Menschen mit empfindlicher Haut und Kinder sollten zudem leichte und luftige Kleidung anbehalten oder spezielle Kleidung mit integriertem Sonnenschutz tragen. Dies gilt jedenfalls solange, bis sich die Haut an die Sonne gewöhnt hat.

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