Grundwissen zur richtigen Hautcreme

Grundwissen zur richtigen Hautcreme

Die Sonne und die Klimaanlage im Sommer, der Mix aus klirrender Kälte und trockener Heizungsluft im Winter, Stress, wenig Schlaf: Die Haut muss mit vielen verschiedenen Einflüssen zurechtkommen. Einige dieser Einflüsse machen ihr dabei auch ordentlich zu schaffen.

Deshalb ist es durchaus sinnvoll, die Haut mit einer Hautcreme zu unterstützen. Allerdings entfaltet eine Creme ihre pflegende und schützende Wirkung nur dann, wenn sie regelmäßig angewendet wird. Länger als drei Tage hält die positive Wirkung nämlich auch bei der besten Creme nicht an.

Nur: Welche Creme ist für die eigene Haut eigentlich am besten geeignet?

Grundwissen zur richtigen Hautcreme

Jede Creme setzt sich aus drei grundlegenden Komponenten zusammen, nämlich aus der Wasserphase, der Fettphase und einem Emulgator. Je nach Mischungsverhältnis dieser Grundzutaten wird zwischen einer Creme und einer Salbe unterschieden. Bei einer Creme handelt es sich um eine Öl-in-Wasser-Emulsion.

Das bedeutet, dass Wasser die Basis bildet und mit Öl als Fettphase angereichert wird. Eine Creme enthält somit mehr Wasser als Öl. Bei einer Salbe ist es genau umgekehrt. Die Salbe ist nämlich eine Wasser-in-Öl-Emulsion mit einem höheren Ölanteil und einem geringeren Wasseranteil. Deshalb ist eine Salbe reichhaltiger als eine Creme.

Ist die eigene Haut eher fettig, sollte eine Feuchtigkeitscreme verwendet werden. Im Unterschied dazu profitiert eine trockene Haut eher von einer Creme mit einem höheren Fettgehalt. Das in der Creme enthaltene Fett legt sich wie eine Schutzschicht über die Haut und hilft der Haut dabei, die Feuchtigkeit aufzunehmen und zu bewahren.

Ohne die Schutzschicht würde die Feuchtigkeit in der Creme und in der Haut sehr schnell verdunsten. Dieses Phänomen lässt sich auch nach einem längeren Bad beobachten. Obwohl die Haut von reichlich Wasser umgeben war, ist sie ausgelaugter, runzeliger und trockner als vor dem Bad.

Die richtige Creme je nach Hauttyp

Die Hauptaufgabe einer Creme besteht darin, den Feuchtigkeitshaushalt der Haut zu regulieren. Bei einer gesunden Haut ohne besondere Ansprüche reicht deshalb eine einfache, leichte Feuchtigkeitscreme aus. Welche Ansprüche eine Haut stellt und wo sie in Sachen Pflege und Schutz Unterstützung braucht, ist aber immer auch eine Frage des Alters. Während der Pubertät steigt der Fettgehalt in der Haut deutlich an.

Deshalb neigt die Haut in dieser Zeit auch zu Pickeln, Mitessern und Akne. Nach der Pubertät sinkt der Fettgehalt und die Haut wird zunehmend trockener. Je älter die Haut wird, desto trockener ist sie und desto größer ist ihr Bedarf an Feuchtigkeit. Deshalb sollte die reife Haut mit einer reichhaltigeren Creme unterstützt werden. Eine reichhaltigere Creme macht auch im Winter Sinn.

Draußen ist die Luft kalt bis eisig und enthält viel Feuchtigkeit, drinnen herrscht warme und sehr trockene Heizungsluft. Der ständige Wechsel strengt die Haut an und lässt sie schneller austrocknen. Deshalb profitiert sie von einer fetthaltigeren Creme, die einen schützenden Film bildet. Ein Patentrezept, welche Creme am besten geeignet ist, gibt es aber nicht.

Jede Haut ist anders und verlangt deshalb nach einer eigenen Pflege. Wenn es darum geht, den eigenen Hauttyp zu bestimmen, können der Hautarzt oder die Kosmetikern gut weiterhelfen. Die optimale Lieblingscreme lässt sich dann aber letztlich nur durch Ausprobieren herausfinden. Für jeden Hauttyp stehen unzählige Produkte zur Auswahl, die mit verschiedensten Zusätzen und Inhaltsstoffen angereichert sind.

Die Palette reicht von der einfachen, farb- und geruchsneutralen Universalcreme über die getönte Tagescreme bis hin zur Creme mit Vitaminen, Fruchtsäuren oder Extrakten aus diversen Pflanzen und Tierprodukten. Ratsam ist deshalb, sich zunächst eine Creme in Probiergröße zu kaufen und zu testen, wie sich die Creme auf der Haut anfühlt.

Sollte die Haut die Creme nicht vertragen, was sich unter anderem in einer Rötung, einem Brennen, Schuppen oder Pickeln zeigen kann, lässt sich sicher eine Alternative finden. Kommt die Haut mit verschiedenen Cremes nicht zurecht, obwohl diese Cremes eigentlich zum Hauttyp passen, kann der Hautarzt zu Rate gezogen werden. Er kann feststellen, ob die Haut eventuell auf einen bestimmten Stoff in den Cremes allergisch reagiert.

Mit der Pflege nicht übertreiben

Zunächst einmal ist wichtig, dass die ausgewählte Creme zum Hauttyp passt. Außerdem sollte sie sich auf der Haut angenehm anfühlen. Das Motto „Viel hilft viel“ ist in Sachen Hautpflege aber keine allzu gute Idee. Ähnlich wie die Haare kann nämlich auch die Haut überpflegt werden. Das Ergebnis von einer zu reichhaltigen Creme, die zu oft und in zu großen Mengen aufgetragen wurde, ist ein glänzender Teint, manchmal auch mit Pickeln und Mitessern.

In diesem Fall ist es ratsam, das Pflegeprogramm ein wenig abzuspecken. Außerdem kann ein Peeling dabei helfen, die Haut zu reinigen und das Hautbild aufzuklaren. Ein Peeling enthält feine Schmirgelpartikel, die abgestorbene Hautschüppchen lösen und die Durchblutung der Haut ankurbeln.

Mehr als einmal pro Woche sollte ein Peeling aber nicht angewendet werden. Wer sich und seiner Haut etwas besonders Gutes gönnen möchte, kann sich von einer Kosmetikerin fachmännisch behandeln lassen. Ein Verwöhnprogramm alle drei bis vier Wochen reicht dabei völlig aus, denn solange braucht die Haut, um sich zu erneuern.

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