7 Beauty-Mythen richtiggestellt

7 Beauty-Mythen richtiggestellt

Es gibt einige Tipps und Tricks, die helfen sollen, wenn beispielsweise die Haare dünn und kaputt sind, die Haut unrein wirkt oder sich im ungünstigsten Moment ein Pickel die Ehre gibt. Viele dieser gutgemeinten Ratschläge gehören jedoch in das Reich der Legenden. Grund genug, den scheinbar bewährten Klassikern einmal auf den Grund zu gehen.

Hier sind 7 gängige Beauty-Mythen – richtiggestellt:

1. Beauty-Mythos: Schokolade lässt Pickel sprießen.

Es gibt keine wissenschaftlichen Nachweise dafür, dass Schokolade Hautunreinheiten begünstigt. Eine gesunde Ernährung und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr verhelfen der Haut zwar zu einem gesunden, frischen und gepflegten Aussehen. Schokolade und Süßigkeiten sind aber nicht die Ursache dafür, dass Pickel, Mitesser und andere Unreinheiten auftauchen.

Hierfür sind vielmehr Hormone verantwortlich. Aus diesem Grund neigen viele in der Pubertät, während einer Schwangerschaft oder auch im Zusammenhang mit der Menstruation zu unreiner Haut. Schokolade regt zudem weder die Talgproduktion an noch bewirkt sie eine Verstopfung der Hautporen. Gegen das eine oder andere Stückchen Schokolade ist somit, zumindest aus Sicht der Haut, nichts einzuwenden.

2. Beauty-Mythos: Zahnpasta lässt Pickel verschwinden.

Meistens macht sich genau dann ein dicker Pickel mitten auf dem Kinn oder der Stirn breit, wenn ein wichtiger Termin, etwa ein Vorstellungsgespräch oder ein Date, ansteht. Oft fällt dann der Ratschlag, als schnelle SOS-Lösung etwas Zahnpasta auf den Pickel zu geben. Und tatsächlich sieht es im ersten Moment so aus, als würde der Pickel verschwinden. Dieser Schein trügt allerdings.

Der Pickel wirkt kleiner, weil Zahnpasta die Haut austrocknet. Gleichzeitig enthält Zahnpasta aber Inhaltsstoffe wie Fluor oder Menthol. Sie können dazu führen, dass sich die Entzündung erst so richtig ausbreitet. Zahnpasta ist nicht für die Gesichtshaut bestimmt. Als schnelle Hilfe ist deshalb ein Pickelstift die wesentlich bessere Wahl.

3. Beauty-Mythos: Die Haut braucht viel Pflege.

Eine Waschlotion zum Reinigen, ein Gesichtswasser gegen Hautunreinheiten, mehrere Cremes für die Pflege, ein Peeling für zwischendurch, eine Maske als besonderes Pflege- und Verwöhnprogramm:

Wer alle verfügbaren Möglichkeiten nutzen möchte, hat schnell jede Menge Tuben und Tiegel im Badezimmer stehen. Das Motto “Viel hilft viel” ist bei gesunder Haut aber nicht angesagt. Haut, die sehr empfindlich ist, zu Allergien neigt oder mit Hautkrankheiten zu kämpfen hat, braucht natürlich besondere Aufmerksamkeit.

Gesunde Haut hingegen kann sich weitestgehend selbst versorgen und braucht nur sehr wenig Unterstützung. Je mehr Pflegeprodukte zum Einsatz kommen, desto mehr gewöhnt sich die Haut an die Hilfsmittel von außen und desto mehr stellt sie ihre eigenen Reparatur-, Pflege- und Versorgungsmechanismen ein.

Lediglich im kalten Winter dankt es die Haut, wenn sie mit Extrapflege unterstützt wird. Ansonsten reichen eine gründliche Reinigung und eventuell eine leichte Creme völlig aus. Zudem sind die Cremes und Lotionen keine Wundermittel. Cellulite, Falten oder schlaffe Haut lassen sich nicht einfach so wegcremen.

4. Beauty-Mythos: Naturkosmetik ist verträglicher und hochwertiger.

Naturkosmetik verzichtet auf Mineralöle, Konservierungsstoffe und andere chemische Inhaltsstoffe. Allerdings ist Naturkosmetik dadurch nicht automatisch hochwertiger. Sie pflegt die Haut auch nicht zwangsläufig besser, sondern setzt auf andere Mechanismen.

Wer empfindliche Haut hat oder zu Allergien neigt, muss bei Naturkosmetik genauso auf die Zutatenliste achten wie bei herkömmlicher Kosmetik. Natürliche Inhaltsstoffe können nämlich ebenso Unverträglichkeiten hervorrufen wie chemische. Hinzu kommt noch eine weitere Stolperfalle, denn die Bezeichnung “Naturkosmetik” ist kein geschützter Begriff.

Deshalb gilt es ganz genau darauf zu achten, ob es sich bei dem jeweiligen Produkt tatsächlich um echte und reine Naturkosmetik handelt oder ob diese Bezeichnung letztlich nicht nur zu Werbezwecken auf der Verpackung steht.

5. Beauty-Mythos: Regelmäßiges Haare schneiden sorgt für mehr Fülle.

Wer dünne Haare hat oder sich wünscht, dass seine Haare schneller wachsen, hört oft den Tipp, er solle seine Haare regelmäßig schneiden lassen. Dass die Haare durch einen regelmäßigen Haarschnitt schneller wachsen oder dicker werden, ist jedoch ein Mythos. Durch regelmäßiges Schneiden verändert sich weder die Struktur der Haare noch wird ihr Wachstum angekurbelt. Sehr feines und dünnes Haar kann zwar durch einen guten Haarschnitt fülliger wirken, allerdings wird die Fülle in diesem Fall allein durch die gelungene Optik vorgetäuscht.

6. Beauty-Mythos: Spliss verschwindet mit den richtigen Produkten.

In den Kosmetikregalen finden sich die verschiedensten Produkte, die versprechen, kaputtes Haar zu reparieren. Von Fluids für kaputte Haarspitzen über Kuren für beschädigtes, stumpfes Haar bis hin zu Packungen, die Haarbruch beseitigen sollen, ist alles zu haben.

Allerdings sind solche Produkte keine Wundermittel. Sie können die Haaroberfläche zwar kurzfristig glätten, wodurch das Haar dann gesund wirkt und einen schönen Glanz hat. Diese Wirkung ist aber nur von kurzer Dauer. Brüchige Haarspitzen lassen sich nicht einfach reparieren und Haar das kaputt ist, ist eben kaputt. Das einzig probate Mittel dagegen ist und bleibt die Schere.

7. Beauty-Mythos: Haarpflegeprodukte müssen großzügig aufgetragen werden.

Viele neigen dazu, Shampoo, Spülung, Haarkur oder Stylingprodukte in einer recht großzügigen Menge aufzutragen. Schließlich soll jedes Haar genug von dem Produkt und den darin enthaltenen Pflegestoffen abbekommen. Tatsächlich reicht aber schon eine kleine Menge völlig aus.

Ein Zuviel an Haarpflegeprodukten hilft dem Haar nicht, sondern beschwert es unnötig und lässt es eher schlaff herunterhängen. Zudem ist es nicht meist nicht notwendig, die Haare jeden Tag zu waschen. Eine Haarwäsche alle zwei, drei Tage ist oft ausreichend und schont nebenbei die Kopfhaut. Übrigens ist es ratsam, die Haare vor dem Waschen sorgfältig durchzubürsten. Dadurch sind sie nämlich optimal auf die Haarwäsche vorbereitet und können die Pflegestoffe in den Produkten besser aufnehmen.

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